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Kunst & KulturAusstellungen › „Georg Büchner: Revolutionär mit Feder und Skalpell“

„Georg Büchner: Revolutionär mit Feder und Skalpell“

Programmheft mit reichem Veranstaltungsangebot liegt vor           von Britta Steiner-Rinneberg

09.07.13 || altDARMSTADT 8. Juli 2013) - Zum Abschluss der Büchner-Gedenkjahre 2012/13 liegt nun auch das vierte und letzte Programmheft vor, das einen anschaulichen Überblick über die 160 Veranstaltungen unterschiedlicher Art vermittelt, zu denen nicht nur das Land Hessen, das dafür 850.000 Euro bereit stellte und die Wissenschaftsstadt Darmstadt einladen. Auch Staats - und andere Theater, Kulturvereinigungen, Rundfunksender, Kommunen und Schulen sind mit Opern- und Schauspielaufführungen, mit Lesungen, Ausstellungen, Seminaren, Symposien, Gesprächen, Reisen und weiteren Projekten an der Gestaltung beteiligt. Die Überfülle des Angebots dürfte wegen der Gleichzeitigkeit, beziehungsweise Überschneidung mancher Veranstaltungen manchem die Wahl nicht eben leicht machen, Das Heft liegt ab sofort in Theatern, Bibliotheken, Museen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen in über 30.000 Exemplaren auf.

Das Bild zeigt Georg Büchner. Foto: wikipedia

Die große Wanderausstellung zu Georg Büchners Leben, die am 19. Februar 2012, seinem 175. Todestag, eröffnet wurde, bildete den Auftakt. Sein 200. Geburtstag wird am 17.Oktober 2013 gefeiert, Den Höhepunkt der Büchner - Biennale, deren Aufruf zum Mitmachen laut Ministerin Kühne-Hörmann auf „überwältigende Resonanz" stieß, wird die von der Stadt Darmstadt initiierte große Landesausstellung „Georg Büchner -Revolutionär mit Feder und Skalpell" bilden, die vom 13,Oktober bis zum 14.Februar 1014 im Wissenschafts - und Kongresszentrum darmstadtium gezeigt wird.

Der 1813 in Goddelau bei Darmstadt als Arztsohn geborene Büchner, der in Straßburg und Gießen Medizin und Naturwissenschaften studierte, begründete mit 21 Jahren die geheime „Gesellschaft für Menschenrechte" und gab im gleichen Jahr den „Hessischen Landboten" heraus, die erste sozialistische Kampfschrift. Nach seiner Flucht nach Strassburg habilitierte er sich 1836 als Privatdozent für Vergleichende Anatomie in Zürich. Im darauf folgenden Jahr starb er an Typhus. Büchner gilt als der bedeutendste und eigenschöpferischste Dramatiker zwischen Romantik und Realismus. Seine glänzenden Milieudarstellungen, das schonungslose Einbeziehen auch des Hässlichen, Geringen und Gemeinen und die bohrenden Fragen nach dem tieferen Sinn der menschlichen Existenz in der Welt nehmen Naturalismus und Expressionismus bereits vorweg.