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Kunst & KulturAusstellungen › Jüdisches Museum zeigt „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt“

Jüdisches Museum zeigt „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt“

Bauer schrieb Geschichte als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte

15.04.14 || altFRANKFURT (15. April 2015) - Fritz Bauer gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten jüdischen Remigranten nach 1945. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Die neue Ausstellung im Jüdischen Museum nimmt den Prozess, der sich 2013 zum 50. Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen. Die Schau wird vom http://juedischesmuseum.de/oeffnungszeiten.html10. April bis 7. September gezeigt.

altFritz Bauer 1965, © fotografie stefan moses, München

Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen. Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde, vor allem auch gegen staatliche Gewalt - ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.

Die Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck. Sie ist eine Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium. Von 9. Dezember bis 1. Februar 2015 wird sie im Thüringer Landtag in Erfurt gezeigt.

Gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, die Georg und Franziska Speyer'sche Hochschulstiftung, die FAZIT-STIFTUNG sowie Christiane und Nicolaus Weickert. (pr/jüdmus)

Aktuelle Vorträge und Veranstaltungen des Jüdischen Museums und des Museum Judengasse im April 2014


Fritz Bauer. Der Staatsanwalt / Führung
Mittwoch, 16. April 2014, 18:00 Uhr - Führung durch die Sonderausstellung mit Anastasia Quensel
Jüdisches Museum

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt / Führung
Sonntag, 20. April 2014, 14:00 Uhr - Führung durch die Sonderausstellung mit Sissy Weirich
Jüdisches Museum

Passion. Die Sammlung Martha und Robert von Hirsch / Führung
Montag, 21. April 2014, 15:00 Uhr, Führung mit Kathrin Schön
Museum Judengasse

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt / Führung
Mittwoch, 23. April 2014, 18:00 Uhr, Führung durch die Sonderausstellung mit Kathrin Schön
Jüdisches Museum

Auf der Flucht / Satourday-Programm
Samstag, 26. April 2014, 14:00 Uhr, Für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren
Jüdisches Museum / Mit Kathrin Schön

Ausstellung „Ostend - Blick in ein jüdisches Viertel" / Führung
Sonntag, 27. April 2014, 11:30 Uhr, Hochbunker Friedberger Anlage 5-6 / Leitung: NN.

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt / Führung
Sonntag, 27. April 2014, 14:00 Uhr, Führung durch die Sonderausstellung mit Anita Gallo
Jüdisches Museum

Passion. Die Sammlung Martha und Robert von Hirsch / Führung
Sonntag, 27. April 2014, 15:00 Uhr, Führung mit Katja Walter
Museum Judengasse

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt / Führung
Mittwoch, 30. April 2014, 18:00 Uhr, Führung durch die Sonderausstellung mit Katja Walter
Jüdisches Museum

Adresse - Erreichbarkeit der Museen - Öffnungszeiten


Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt am Main, Telefon: +49 (0)69 212 35000, Fax: +49 (0)69 212 30705
Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Mittwoch 10-20 Uhr, Montag geschlossen

Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10 , 60311 Frankfurt am Main, Telefon: +49 (0)69 212 70 790, Fax: +49 (0)69 212 30 705
Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Mittwoch 10-20 Uhr, Montag geschlossen

Die Öffnungszeiten an Feiertagen erfragen bzw. über Internet www.juedischesmuseum.de einholen