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Kunst & KulturAusstellungen › Thomas Will: „Unsere Kulturinitiative ist die größte in der Ausdehnung, aber mit wenig Geld“

Thomas Will: „Unsere Kulturinitiative ist die größte in der Ausdehnung, aber mit wenig Geld“

Attraktive und innovative Kulturangebote - KulturRegion FrankfurtRheinMain legt Programm 2017 vor           von Karl-Heinz Stier und Ralph Delhees

18.01.17 || altFRANKFURT/RHEINMAIN(17. Januar 2017) -Die Kulturregion FrankfurtRheinMain geizt in diesem Jahr nicht mit ihren Aktivitäten, im Gegenteil „unsere Kulturinitiative ist die größte in der Ausdehnung, aber mit wenig Geld", wie Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Will, Landrat des Kreises Groß-Gerau, in der Auftaktjahrespressekonferenz seiner Organisation in Frankfurt nüchtern feststellte. Seit elf Jahren berät die 46 Mitglieder starke gemeinnützige Gesellschaft erfolgreich lokale und regionale Kulturschaffende, entdeckt die kulturelle Vielfalt der Region und fördert die interkommunale Zusammenarbeit mit konkreten Projekten. Neu dazu gestoßen sind nunmehr Maintal, Bad Orb und Laubach bei Gießen.

Die Teilnehmer der Präsentation im Weltkultur-Museum Frankfurt: Geschäftsführerin der Kulturregion Sabine von Bebenburg, Aufsichtsratsvorsitzende und Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Dr. Ina Hartwig, Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Kreises Groß-Gerau Thomas Will und die Leiterin des Weltkulturen-Museum Frankfurt Dr. Eva Chr. Raabe

Zum 15. Mal sind in diesem Jahr die Tage der Industriekultur Rhein-Main im Programm (5. bis 13. August). Angeboten werden industrie-kulturelle Orte, die sonst nicht zugänglich sind. 23000 Besucher zählte im letzten Jahr das Veranstaltungsformat. „Material" ist diesmal das Fokusthema. Darüber hinaus gibt es auch eine „Route der Industriekultur Junior" (19. bis 29. Juni) mit speziellen Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren. Letztes Jahr waren 2000 Schüler dabei. Weiterhin ist eine Ausstellung zum Hessentag vom 9. bis 18.Juni in Rüsselsheim geplant.

Drei der neuen Flyer der KulturRegion FrankfurtRheinMain

Internationales Theaterfestival an 31 Spielorten zu erleben


Bereits zum 23. Mai zeigt das internationale Theaterfestival „Starke Stücke" vom 2. bis 14. März zwei Wochen lang Inszenierungen an 31 Spielorten der Region von Friedrichsdorf bis Darmstadt und Hofheim bis Aschaffenburg. In 93 Vorstellungen werden 18 Theaterproduktionen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Nigeria, den Niederlanden und der Schweiz zu sehen sein. Die Bandbreite reicht vom Tanztheater über Figurentheater und Schauspiel bis hin zu Musiktheater und Performances. Für Schulklassen und Kindergruppen werden kostenfreie Workshops zur Vor- und Nachbereitung der Theaterbesuche angeboten. Hierzu gibt das Land Hessen 200.000 Euro Fördermittel.

Das Jahresthema von „GartenRheinMain" heißt diesmal „Grüne Kunst für alle" und widmet sich schwerpunktmäßig Gartenbauprojekten, die auf soziale Teilhabe abzielen. Dazu gehören Gartenformen wie der Volkspark, Kleingärten oder Grabegärten. Auch historische und aktuelle Gartenkunst sind in 600 Veranstaltungen mit einbezogen. Das genaue Programm liegt Ende März in den Rathäusern, Bürgerbüros und Tourist-Infos der Region aus.

Presse - und Meinungsfreiheit und "Kultur mit Allen"


Das Schwerpunktthema „Geist der Freiheit - Freiheit des Geistes" beschäftigt sich diesmal mit der Presse - und Meinungsfreiheit. Es soll aufzeigen, welche wichtigen historischen Wurzeln das Thema in der Region hat. Schließlich ist ein Fachtag zur Kulturellem Bildung in der Migrantengesellschaft „Kultur mit Allen!?" vorgesehen, die der Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt und Aufsichtsratvorsitzende der KulturRegion, Dr. Ina Hartwig besonders am Herzen liegt.

Wieder sehr aufwendig und übersichtlich gestaltet ist das Magazin - es wird auch als Programmkompendium bezeichnet - „Museen & Sonderausstellungen 2017"

Druckfrisch auf den Markt gekommen ist das Magazin „Museen & Sonderausstellungen 2017". Es präsentiert die große Vielfalt der Museums- und Ausstellungslandschaft im Rhein-Main-Gebiet. Es spannt einen großen Bogen von international bekannten Häusern darunter auch das Städel Museum und die Schirn Kunsthalle über Kunstvereine, Geschichts- und Heimatmuseen bis zu Freilicht- und Naturmuseen - insgesamt über 155 Ausstellungen in 82 Museen an 40 Orten in Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz. „Das Jahresprogramm zeigt eindrucksvoll, wie die Vernetzung, Bündelung und Vermarktung regionaler Kunst- und Kulturstätten erfolgreich funktioniert", so Geschäftsführerin Sabine von Bebenburg.

Die Karte zeigt die Museen und Ausstellungsorte in der KulturRegion FrankfurtRheinMain. Foto (1) und Reproduktionen (3): Ralph Delhees

Wiesbaden und Mainz fehlen noch - Zehn Cent Pro-Kopf


Die KulturRegion FrankfurtRheinMain finanziert sich durch eine Pro-Kopf-Umlage von zehn Cent je Einwohner und Jahr sowie Fördermittel. Der eigentliche Etat beläuft sich auf 700.000 Euro. Mitglieder sind vier Landkreise, der Regionalverband Frankfurt RheinMain, 39 Städte und Gemeinden sowie drei Großstädte. Nicht dabei ist die Landeshauptstadt Wiesbaden. Auch länderübergreifend ist die KulturRegion tätig, so gehört Aschaffenburg (Bayern), Bingen und Ingelheim (Rheinland-Pfalz) dazu. Mainz ist ebenfalls kein Mitglied, doch wie Kultur-Region FRM-Geschäftsführerin Sabine von Bebenburg betonte gibt es derzeit Gespräche mit der hessischen und der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt über einen Beitritt, damit die Region doch etwas mehr vom Metropolcharakter bekommt.