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Kunst & KulturAusstellungen › Historisches Museum boomt seit Oktober 2017

Historisches Museum boomt seit Oktober 2017

Direktor Jan Gerchow zog positive Bilanz der ersten Monate des neuen Stadtmuseum - „Damenwahl! 1918/19 Frauen in die Politik" heißt es ab Herbst und an dem Wochenende öffnet Junges Museum           von Ralph Delhees

15.02.18 || altFRANKFURT (14. Februar 2018) - 121 Tage nach der Eröffnung des neuen Ausstellungshauses und der Highlights „Schneekugel" und „Stauferhafen" des Historischen Museum Frankfurt (HMF) konnte vergangene Woche Museumsdirektor Jan Gerchow Bilanz für das Museumsjahr 2017 ziehen und die Planungen für 2018 vorstellen. Mit Stolz berichten Gerchow, dass das neue Stadtmuseum nach der Eröffnung des neuen Ausstellungshauses bei den Besucherinnen und Besuchern bestens ankommt sei und sich die Besucherzahlen seit Oktober 2017 verdreifacht haben.

altIn knapp fünf Monaten, so konnte Museumsdirektor Jan Gerchow berichten, kamen  bis 5. Februar 74.624 Besucherinnen und Besucher ins Historische Museum Frankfurt

Erwartungen des Museumsteams erfüllt


Seit der Eröffnung des Ausstellungshauses im Oktober 2017 haben 74.624 (Stand 31.1.2018) Besucherinnen und Besucher das neue Historische Museum besucht. Von Januar bis Ende September 2017 waren es 60.063 Besucher, die das HMF verzeichnete und von Oktober bis Ende Dezember 2017 56.192. Bezogen auf den Monatsdurchschnitt haben sich die Besucherzahlen verdreifacht: So waren es rund 6.500 Besucher durchschnittlich pro Monat von Januar bis September und rund 18.500 in den Monaten seit der Eröffnung Anfang Oktober 2017. Die neuen Dauerausstellungen „Frankfurt Einst?" und „Frankfurt Jetzt!" in dem im Mai 2017 fertiggestellten Ausstellungshaus und die Highlights „Stauferhafen" und „Schneekugel" kommen bei den Besuchern ausgezeichnet an und erfüllen die Erwartungen des Museumsteams voll und ganz.

Erfreulich sei, so Gerchow weiter, dass rund 100 neue Mitgliedschaften bei den Freunden & Förderern seit der Eröffnung im Oktober hinzugekommen sind. Auch die Nachfrage bei den Raumanmietungen hat zugenommen. So wurden in 2017 an 50 Tagen Räumlichkeiten im Museum für Veranstaltungen vermietet, diese Zahl ist für 2018 bereits jetzt erreicht.

alt"Schneekugel (links unten) und Stauferhafen (rechts) sind neben dem Stadtmodell die Ausstellungsmagnete

Publikumslieblinge sind das Frankfurt-Modell, „Frankfurt Jetzt!" und die „Schneekugel"


Die neuen Dauerausstellungen „Frankfurt Einst?" und „Frankfurt Jetzt!" in dem im Mai 2017 fertiggestellten Ausstellungshaus und die Highlights „Stauferhafen" und „Schneekugel" kommen bei den Besuchern ausgezeichnet an und erfüllen die Erwartungen des Museumsteams voll und ganz. So ist das neu entwickelte Konzept der Schneekugel, als ebenso ungewöhnliche wie unterhaltsame Modell- und Filmshow ein Anlass für Gespräche über die typischen Eigenschaften der Stadt Frankfurt zu sein, voll aufgegangen. Sowohl Frankfurterinnen und Frankfurter wie auch Touristen erhalten darüber einen emotionalen Zugang zur Stadt und ihrer Geschichte. Das gelingt auch mit dem großen Frankfurt-Modell im Ausstellungsbereich „Frankfurt Jetzt!": Zusammen mit der „Schneekugel" gehört es zu den Publikumslieblingen. Das 70 Quadratmeter große Modell beeindruckt vor allem durch die ungewöhnlichen Materialien und humorvollen Interpretationen.

Großen Zuspruch auf allen Ebenen


Einen größeren Zuspruch und neue Freunde die Bibliothek der Generationen gewonnen, die in einer Haus-im-Haus-Architektur als offenes Archiv neu entstanden ist im Dachgeschoß. In der Medienstation wird verschlagwortet und nach Themen, Medien und Namen der Autoren recherchierbar sind, macht die Inhalte jederzeit auch ohne Assistenz von ehrenamtlichen Helfern einsehbar. Auch die Stadtlabor-Aktivitäten erfreuen sich einer größeren Nachfrage. In diesem Jahr wird es drei Stadtlabore geben: „Geerbt, gekauft, geraubt? - Vom Umgang mit schwierigen Dingen", „Orte der Jugend" und „Wie wohnen die Leute ?"

Eine große Sonderausstellung und weitere Themenausstellungen


Ab Ende August 2018 zeigt das HMF die erste große Sonderausstellung im 900 Quadratmeter großen Ausstellungsraum: „Damenwahl! 1918/19 Frauen in die Politik" thematisiert die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren - die einzige große Ausstellung in Deutschland zu diesem Thema, mit zahlreichen Leihgaben aus dem In- und Ausland.

altIm Rahmen des Jahresbilanzvortrages verabschiedete Direktor Gerchow die Leiterin der Museumskommunikation Dr. Corinna Engel, die in den vergangenen fünf Jahren die Presse betreute. Sie wird in Zukunft im Museum für Kommunikation ihren neuen Arbeitsplatz haben. Fotos (4): Ralph Delhees

Im 13. Sammlerraum, in dem das HMF Schenkungen von Förderern, Raritäten und Besonderheiten aus seinen Sammlungen zeigt, werden in 2018 zwei Ausstellungen gezeigt: „Pannen, Katastrophen und Apokalypsen" stellt ab 6. Juni 2018 die Zeichnungen des Autodidakten Kurt Wölbing aus den Jahren 1967 bis 1983 vor. Ab November veranschaulichen Fotografien, Entwurfszeichnungen und Textilobjekte das Werk der Frankfurter Modeschöpferin Toni Schiesser („Frankfurter Spitzenarbeit - Mode von Toni Schiesser", 8. November 2018 bis 28. April 2019).

Eine neues Wechselkabinett in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?" wird im September zum ersten Mal neu bespielt. In der Themengalerie „Bürgerstadt" sind die Biografischen Kabinette für den regelmäßigen Austausch konzipiert, so dass hier nach und nach viele Persönlichkeiten, deren Biografie mit der Stadtgeschichte verknüpft ist, mit Objekten, Texten und Hörstationen vorgestellt werden. Im Herbst wird Liesel Simon (1887-1958) den Anfang machen. Die Frankfurterin hat in den 1920er Jahren ein Puppentheater in Frankfurt unterhalten. Dafür hat sie Handpuppen gestaltet und Theaterstücke geschrieben. Verfolgt wegen ihrer jüdischen Herkunft, verließ sie Frankfurt 1941, um nach Ecuador auszuwandern.

Durch die großzügige Architektur des Museumsquartiers kommen die Angebote und Ausstellungen des Historischen Museums hervorragend zur Geltung. Bis zu 1.500 Besucher wie an den Wochenend-Tagen verkraftet das Quartier, ohne dass es zu Wartezeiten kommt. Daher sieht das Museumsteam, so Museumsdirektor Jan Gerchow, auch den zu erwartenden weiter steigenden Besucherzahlen nach der Eröffnung des Jungen Museums gelassen entgegen

altJunges Museum eröffnet am Wochenende


Aber nicht nur der der Neubau mit dem Stadtmuseum auch der Altbau verbirgt Neues. An diesem Wochenende kehrt das bisherige Kindermuseum nach zehn Jahren an seinen Ursprungsort zurück, als Junges Museum. Mit einem Familienfest wird die Wiedereröffnung am Samstag und Sonntag, 17. Und 18. Februar, gefeiert.

Noch riecht es nach Holz in diesen Tagen bis zur Eröffnung im Bernusbau des Historischen Museums. Zwischendurch ist eine Bohrmaschine zu hören, dann mal eine Kreissäge. Mitarbeiterinnen laufen durch die Gänge und packen Kisten aus. Bis Freitagabend soll alles an seinem Platz stehen und am Samstag findet dann ab 15 Uhr die Wiedereröffnung statt.

Der Eintritt ist für alle frei. Das Junge Museum hat von Dienstag bis Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr auf. Montags bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt für Kinder ist frei. Erwachsene zahlen vier Euro, für Frankfurt-Pass-Inhaber zwei Euro.

Beitrag erarbeitet unter Verwendung von Mitteilungen des HMF