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Kunst & KulturBühne › Schwetzingen: Georges Delnon bleibt Chef des Musiktheaters

Schwetzingen: Georges Delnon bleibt Chef des Musiktheaters

Auf die neue Ideen und Pläne darf man gespannt sein - Zwei Opernproduktionen stehen für 2010 an: "Tragédie lyrique" "Andromaque" von André-Ernest-Modeste Grétry sowie die Opernuraufführung "Le Père" von Michael Jarrell - von Britta Steiner Rinneberg

11.11.09 || altBADEN BADEN / SCHWETZINGEN (11. November 2009) - Die traditionellen Schwetzinger Festspiele werden bis 2014 weiter unter künstlerischer Leitung Georges Delnons bleiben. Eine gute Nachricht! Peter Boudgoust ,der Intendant des SWR, ist glücklich über diese langfristige Bindung des erfahrenen, einflussreichen und international hoch angesehenen Opern- Fachmannes, der auf eine erfolgreiche erste Festspielzeit zurückblicken kann. Die Hoffnungen, die in den früheren Intendanten des Mainzer Staatstheaters gesetzt wurden, der seit 2002 das Theater Basel leitet und als Regisseur international gefragt ist, wurden mehr als erfüllt und lassen Rundfunk wie Festspielbesucher hoffnungsvoll in die nahe Zukunft blicken.

Der frankophile Delnon hat neue Ideen und Pläne, auf die man gespannt sein darf. Doch die bewährte Praxis mit zwei möglichst stark kontrastierenden Opern behält er mit Sicherheit bei: Außer dem erlesenen, breit gefächerten Konzertangebot, das neben prominenten Orchestern, Quartetten, Trios, Instrumental -und Vokalsolisten auch Newcomer und hochbegabten Nachwuchs vorstellt, werden also auch weiterhin zwei Musiktheaterproduktionen zu sehen sein: Eine oft zu Unrecht vergessene, lange verloren geglaubte und nun wiederentdeckte oder völlig unbekannte „alte" Oper, die auf ihre Bühnentauglichkeit für das heutige, sehr anspruchsvolle Publikum hin überprüft wird, und eine moderne Oper, die einen viel versprechenden, zeitgenössischen Komponisten zu Wort und Ton kommen lässt. Das verdient besonderer Erwähnung, weil moderne Musikstücke bei den festen Häusern (besonders den hoch subventionierten Staatstheatern) noch immer Stiefkinder sind und nur selten oder gar nicht in Betracht gezogen werden!

In Schwetzingen soll im zauberhaften Schloss- Ambiente und festlichen Rahmen von Rokokotheater und Park auch den jungen Musikschaffenden die Möglichkeit gegeben werden, sich vor großem Publikum mit ihren Werken zur Diskussion zu stellen. In der Regel bleibt der Erfolg nicht aus, und die Chance, ihren Opern in absehbarer Zeit im Rhein-Main- oder Ruhrgebiet, im süd- oder norddeutschen Raum als Zweitaufführungen begegnen zu können, ist nicht zu verachten! (Das nebenstehende Bild ist vor dem Jagdsaal von Schloss Schwetzingen entstanden. (Foto: swr/ Mandy Dziubanek)

Delnon:" Landes- und Sprachkultur Franreichs zum Schwerpunkt meiner Arbeit zu machen, ist mir ein ganz besonderes Anliegen." So steht für die Eröffnung der Festspielzeit 2010 am 23.April Andre Ernest-Modeste Gretrys 1780 nach dem gleichnamigen Drama von Racine entstandene tragedie lyrique „Andromache" auf dem Spielplan und als zeitgenössischer Kontrapunkt am Juni die Oper „Le Pere" von Michael Jarrell auf einen Text Heiner Müllers.(Der Kartenverkauf beginnt am 7.Dezember- Telefon 07221/ 300200)