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Kunst & KulturBühne › Wagners „Ring“ als Zugpferd der neuen Saison des Staatstheaters Wiesbaden

Wagners „Ring“ als Zugpferd der neuen Saison des Staatstheaters Wiesbaden

In der Wartburg wird „Home sweet Home" als Uraufführung unter Carolyn Wirth kommen und im Kleinen Haus das Projekts von Thomas Jonigk unter dem Arbeitstitel „Das neue Testament" - Eine Vorschau auf die Spielzeit 2016/17            von Britta Steiner-Rinneberg

03.09.16 || altWIESBADEN (02. September 2016) - Die neue Spielzeit des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden wird vor allem im Zeichen von Richard Wagner und seinem „Ring" stehen, dem uralten Mythen entnommenen Stoff, den Intendant Laufenberg in Szene setzen und auf die Bühne bringen wird. Am 13.November findet im Großen Haus die Premiere von „Rheingold" statt. Die musikalische Leitung liegt in Händen Alexander Joels, Gerd Grochowski singt die Partie des Wotan, Thomas de Vries den Alberich, Benedikt Nawrath den Mime, Margarete Joswig die Fricka und Betsy Horne die Freia. Die „Walküre" folgt am 5. Januar 2017, „Siegfried" am 2. April und die „ Götterdämmerung" am 23. April.

altEingangsbereich in den Theater-Kolonaden

Am 10. September wird die Spielzeit mit der Wiederaufnahme von „La Traviata" eröffnet, die Daniela Musca dirigiert. Die Inszenierung liegt in Händen Nicolas Briegers. - Am 18.9. folgt die Neuinszenierung der „Fledermaus", die Gabriele Rech besorgt. Unter musikalischer Leitung singen und spielen Peter Bording als Eisenstein, Netta Or als Rosalinde und Romina Boscolo als Prinz Orlowsky. - Für den 25.9. steht als weitere Wiederaufnahme die „Frau ohne Schatten" auf dem Spielplan, für den 14.10., eine Neuinszenierung von Mozarts „Zauberflöte", die Konrad Junghänel leitet. Den Sarastro singt Young Doo Park, den Tamino Joan Hotea, Gloria Rehm die Königin der Nacht und Katharina Konradi die Pamina. Regie führt Carsten Kochan.

„La Giudetta" ,"Peter Grimes" und „Eugen Onegin" machen gespannt


Für den 21.Januar ist als Wiederaufnahme die „Entführung aus dem Serail" vorgesehen, für den 28. Alessandro Scarlattis Oratorium für drei Stimmen „La Giudetta", das unter musikalischer Leitung Christian Rohrbachs junge Sänger der Mainzer Hochschule für Musik darbieten. - Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes" wird am 4.Februar als Neuinszenierung unter Albert Hornes Leitung ins Große Haus locken, Die Einstudierung besorgt Philipp Krenn. In der Hauptpartie ist Lance Ryan zu erleben, als Ellen Oxford Johanna van Oostrum und als Estrade Thomas de Vries. Neu werden Tschaikowskis Lyrische Szenen „Eugen Onegin" sein, die Vasily Barkhatov am 11. März dirigiert und Daniela Musca einstudiert. In den Hauptrollen sind Christopher Bolduc (Eugen),Asmil Rogorian (Tatjana) und Thomas Blondelle als Lenski zu hören (Gesungen wird in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln).

altGesamtansicht des Theatergebäudes vom Warmen Damm aus. Foto: Ralph Delhees

Zwei weitere Wiederaufnahmen folgen: „Die Hochzeit des Figaro", die am 9. März über die Bühne geht und Puccinis „Tosca", die am 11. Juni kommt. „Carmen" mit Tamara Gura in der Hauptrolle ist als Austauschgastspiel aus Darmstadt zu erwarten. Außerdem gibt es Liederabende mit den Baritonen Christopher Bolduc, Alexander Knight und Benjamin Russell, mit der Sopranistin Stella An´und der Mezzosopranistin Silvia Hauer. Zur Eröffnung der Maifestspiele 2017 findet außerdem ein Gala-Abend mit Catherine Foster, Klaus Florian Vogt und Rene Pape statt, den Patrick Lange dirigieren wird und dabei Ausschnitte aus „Parsifal", „Lohengrin", „Tannhäuser" und „ „Tristan und Isolde" zu Gehör bringt. Opernabende, die viele Besucher ins Große Haus locken werden und solle

Viel versprechende Titel im Schauspiel: „Egmont", „Der Spieler", „Terror", „Mein Kampf" und „Judas"


Die neue Saison beginnt mit „Egmont" (nach Goethe und Heiner Müllers „Leben Gundlings"). Johanna Wehner wird die Kontroverse um Herrschaft und Freiheit am 1o, September im Kleinen Haus inszenieren.

Am 8. Oktober folgt in Laufenbergs Einstudierung Schillers familiäre Tragödie „Don Karlos", für die Gisbert Jäckel die Bühnenbilder entwirft. Nach dem Musical „Shockheaded Peter" unter Regie Thilo Nests ist am 29. Oktober in der Wartburg „Home sweet Home" als Uraufführung unter Carolyn Wirth zu erleben und am 19. November die deutschsprachige Erstaufführung „Hangmen" von Martin McDonagh, die Ingo Kerkhoff einstudiert.

Im neuen Jahr steht als erstes Stück Ayckbournes Komödie „Ab jetzt" auf dem Spielplan des Kleinen Hauses und feiert unter Leitung Ulrike Arnolds am 10. Januar ihre Premiere. Vier Tage später können sich die Schauspielfans auf die Vorstellung von „Auerhaus" freuen, die in Barbara Haucks Einstudierung als Bühnenfassung des Hessischen Staatstheaters in der Wartburg Premiere hat.

Das neobarocke Foyer von 1902. Fotos (2): Staatstheater/Sven-Helge Czichy

Als Uraufführung kommt am 15. Januar im Kurhaus „Der Spieler" heraus: Ein Theaterprojekt von Christian Franke, das auf zeitgenössischen Dokumenten, Briefen und biographischem Material basiert. - Mit „Terror", Ferdinand von Schirachs erstem Theaterstück, wird Beka Savic am 10. Februar bekannt machen und Clemens Bechtel am 1. März im Kleinen Haus mit „Judas", einem nach Amos Oz` Roman entstanStück, das in der Bühnenfassung des Hessischen Staatstheaters aufgeführt wird.

Am 1. April folgt Arthur Schnitzlers „Reigen" in Felicitas Brauns Einstudierung. am 13. April Kleists „Käthchen von Heilbronn" in der Ausdeutung Philippe Glogers und am 2. Mai „Mein Kampf", eine Farce von George Tabori in der Übersetzung von Ursula Grützner-Tabori, die Bernd Mottl einstudiert.

Den Schlusspunkt der Spielzeit wird im Kleinen Haus die Uraufführung eines Projekts von Thomas Jonigk setzen, das unter dem Arbeitstitel „Das neue Testament" läuft und am 17. Juni im Kleinen Haus zur Uraufführung kommt.

Als Wiederaufnahmen finden sich im Spielplan „Die Ungeduld des Herzens" (Stefan Zweig), Dr.med. Hiob Praetorius (Kurt Goetz), „Mutter Courage" (Bert Brecht), Hedda Gabler (H. Ibsen) „ Puppenstube" (Lillian Hellmann) und die „Buddenbrooks" (Thomas Mann): Allesamt interessante Stücke, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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