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Kunst & KulturFilm › Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises lässt Alte Oper erstrahlen

Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises lässt Alte Oper erstrahlen

Minister Rhein: „Wir sind stolz" - Ulrich Tukur erhält Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten - Jasna Fritzi Bauer gewinnt neuen Newcomerpreis           von Christoph Schlein*

14.10.17 || altFRANKFURT/WIESBADEN (13. Oktober 2017) - Kunst- und Kulturminister Boris Rhein gratuliert den Preisträgerinnen und Preisträgern des Hessischen Film- und Kinopreises 2017. Die Auszeichnung wurde heute Abend in acht Kategorien verliehen - unter anderem in der neuen Kategorie Newcomerpreis. Zahlreiche Film- und Fernsehstars wie Josefine Preuß, Jörg Schüttauf, Corinna Harfouch sowie August Zirner folgten der Einladung zur festlichen Gala in der Alten Oper in Frankfurt. Auch ehemalige Preisträger wie Margarita Broich und die Jurymitglieder Nina Kronjäger und Florian Bartholomäi feierten mit.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Eine glänzende Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises hat die Alte Oper zum Strahlen gebracht. Ich beglückwünsche alle Gewinnerinnen und Gewinner zu ihrem Erfolg und freue mich über eine sehr gelungene Veranstaltung. Der Hessische Film- und Kinopreis ist zu einem festen Bestanteil der deutschen Filmszene geworden. Darauf sind wir stolz."

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Frankfurts Alte Oper von oben gesehen mit dem davorgelagerten Opernplatz. Foto: RMTOM-Archiv/Ralph Delhees

In diesem Jahr wurde erstmals durch Kunst- und Kulturminister Boris Rhein der mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis vergeben. Er ging an Jasna Fritzi Bauer. Sie wurde 1989 in Wiesbaden geboren und gehörte zuerst dem Jugendclub und später dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters an. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch". Von 2012 bis 2015 stand sie am Wiener Burgtheater auf der Bühne. Im Jahr 2013 war sie für ihre Rolle in Bettina Blümners Drama „Scherbenpark" als „Beste Schauspielerin" für den Hessischen Fernsehpreis nominiert.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Jasna Fritzi Bauer ist eine der ausdrucksstärksten und begehrtesten Jungschauspielerinnen ihrer Generation. Ihre Darstellung von problematischen Jugendlichen sucht ihresgleichen. Mit großer Spielfreude und mitreißender Energie weckt sie Empathie beim Zuschauer und überzeugt sofort mit ihrem Spiel. Ich freue mich, eine so talentierte junge Schauspielerin mit unserem neuen Newcomerpreis auszeichnen zu können."

Den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten 2017 erhielt Ulrich Tukur. Der 60 Jahre alte, im hessischen Viernheim geborene Schauspieler ist dem Publikum aus vielfach preisgekrönten Kino- und Fernsehfilmen bekannt. Er gilt als einer der renommiertesten Filmschauspieler seiner Generation in Deutschland.

Weitere Gewinner des Hessischen Film- und Kinopreises


In der Kategorie Hessischer Filmpreis - Spielfilm (25.000 Euro) gewann „Nur Gott kann mich richten" (Regie: Özgür Yildirim).

In der Kategorie Hessischer Filmpreis - Dokumentarfilm (15.000 Euro) gewann „Wunder der Wirklichkeit" (Regie: Thomas Frickel).

In der Kategorie Hessischer Filmpreis - Kurzfilm (5.000 Euro) gewann „Familienzuwachs"(Regie Teresa Hoerl).

Den Hessischen Drehbuchpreis (7.500 Euro) gewann „Schneegestöber" (Autor: David Ungureit, Bearbeitung: Rolf Silber).

Den Hessischen Hochschulfilmpreis (7.500 Euro) gewann „Ink of Yam" (Tom Froehlich).

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis - Beste Schauspielerin (undotiert) gewann Corinna Harfouch für ihre Leistung im Fernsehfilm „Viel zu nah" (ARD) 2017, Regie: Petra K. Wagner.

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis - Bester Schauspieler (undotiert) gewann Jens Harzer für seine Leistung im Fernsehfilm „Tatort - Amour fou" (ARD) 2017, Regie: Vanessa Jopp.

Kulturpreis für gewerbliche Kinos und zehn nichtgewerbliche Film-Abspielstätten


Mit den Hessischen Kinokulturpreisen werden gewerbliche und nichtgewerbliche Kinos in Hessen ausgezeichnet. Die Preise werden für eine besondere Programmgestaltung verliehen, welches das kulturelle Engagement der Kinos würdigt.

Für gewerbliche Kinos wurden Preisgelder von insgesamt 75.000 Euro verliehen. Sie gingen an das Mal Seh'n Kino in Frankfurt, die BALI-Kinos in Kassel, den Filmladen in Kassel, Orfeo's Erben in Frankfurt, die Harmonie Kinos in Frankfurt, das Capitol Kino in Witzenhausen, das Kino Traumstern in Lich, das Programmkino Rex in Darmstadt, das Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach und das Kammer-Palette-Atelier in Marburg.

Nichtgewerbliche Kinos, Kommunale Kinos und Abspielstätten erhielten insgesamt 20.000 Euro. Ausgezeichnet wurden das Kommunale Kino Eschborn, das Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis - Das Unikino in Darmstadt, das Kino Pupille in Frankfurt, das Kommunale Kino Weiterstadt, das naxos.Kino in Frankfurt, das TraumKino im G-Werk in Marburg, das Filmforum Höchst in Frankfurt, das Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und die Caligari FilmBühne in Wiesbaden.

„Eine Preisverleihung wie heute Abend zeigt nicht nur die Bandbreite schauspielerischen Könnens und herausragende Regie-Arbeit. Sie demonstriert gleichzeitig den Erfolg guter Förderung, die zu außergewöhnlichen Projekten führt. Gerade im vergangenen Jahr hat die Hessische Landesregierung entscheidende Schritte unternommen, um Hessen als Filmstandort weiter auszubauen. So wurden die Förderbedingungen angepasst, die Aufnahme Hessens im Länderverbund der großen Filmförderer ‚Focus Germany‘ ist gelungen, eine besondere Nachwuchsförderung wurde eingeführt und schließlich wurden auch mehr Filmfördermittel zur Verfügung gestellt. Die Filmförderung liegt in Hessen somit inzwischen bei rund 10 Millionen Euro", so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

Christoph Schlein* - Pressereferat: i.V. im Hessisches Ministeriumn für Wissenschaft und Kunst