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Kunst & KulturLiteratur › Pulitzerpreis und jede Menge Kritik

Pulitzerpreis und jede Menge Kritik

Ole Frahm spricht im Jüdischen Museum über Spiegelmans "Maus"

16.02.09 || FRANKFURT (16. Februar 2009) - Art Spiegelmans "Maus" ist einer der bekanntesten und umstrittensten Comics, der jüdische Geschichte thematisiert. Der Comic wurde mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet; trotzdem wurde Spiegelman vorgeworfen, den Holocaust allzu schematisch darzustellen, indem er die Juden als Mäuse und die Deutschen als Katzen zeigt.

Ole Frahm stellt den Comic und die Kontroverse im Jüdischen Museum (Untermainkai 14/15) vor. "Mäuse, Mickey und Maus. Zur Ästhetik von Art Spiegelmans Darstellung des Holocaust" heißt sein Vortrag am Mittwoch, 18. Februar, der um 18.30 Uhr beginnt. Der Eintritt hierzu ist frei.

Der Vortrag zeigt, wie vielschichtig die Erzählung in "Maus" tatsächlich ist. Nicht nur die Rahmenhandlung, in der der Vorgang der Geschichtsüberlieferung - nämlich das Erzählen der eigenen Erlebnisse - thematisiert wird, sondern auch die ikonongrafischen und ästhetischen Bezugssysteme von Spiegelmans "Maus" sind ausgesprochen komplex und anspielungsreich.

Ole Frahm ist Mitarbeiter der Arbeitsstelle für Graphische Literatur in Hamburg. Er beteiligt sich an experimentellen Medienprojekten und verfasste mehrere Publikationen zu Comics, darunter: Genealogie des Holocaust. Art Spiegelmans MAUS - A Survivor's Tale (2006). (pia)