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Kunst & KulturMusik › Ein exklusives, spannendes Programm, das mit Händels dreiaktigem Dramma per musica, „ Ariodante“ beginnt

Ein exklusives, spannendes Programm, das mit Händels dreiaktigem Dramma per musica, „ Ariodante“ beginnt

Händel-Festspiele Karlsruhe eine Vorschau - Eine „Mögliche Begegnung der Herren Bach und Händel im Jahr 1747" findet als erdachte szenische Lesung   statt     - von Britta Steiner-Rinneberg

28.01.10 || altKARLSRUHE (28. Januar 2010) - Händels sich dem Ende zuneigendes Opernschaffen, das mit dem 1735 erfolgten Umzug seiner Akademie ins neu erbaute große Theater noch einmal kurzen Auftrieb bekam, hinterließ mit den Opern "Ariodante und „Alcina" der Nachwelt zwei Werke, die zu seinen vollendetsten zählen. Spätestens seit der 1920 durch den Göttinger Forscher O. Hagen ins Leben gerufenen Händel-Renaissance, der drei Jahre später die in Leipzig gegründete „Neue Händel-Gesellschaft" folgte, sind sie aus den Spielplänen der großen Häuser nicht mehr wegzudenken. Nach dem erfolgreichen Göttinger Versuch einer Neuvorstellung der Opern des Komponisten wurde auch Halle/Saale aktiv, startete im Juni1935 seinen ersten Händel-Zyklus und entwickelte sich bald schon zum Zentrum der Wiederbelebung seiner herrlichen Werke. 30 Jahre später schloss sich Karlsruhe dem Festspielreigen an. Wer die weiteren Reisen nach Niedersachsen und an die Saale scheut, hat also beste Gelegenheit, in der näher gelegenen badischen Landeshauptstadt eine ganze Woche lang Musik des Komponisten zu genießen, dessen 250. Todestages im vergangenen Jahr auf der ganzen Welt in zahllosen Veranstaltungen gedacht wurde.

Die 33. Karlsruher Händel-Festspiele präsentieren bis zum 1. März auch in diesem Jahr wieder ein exklusives, spannendes Programm, das am 19. Februar mit Händels von Peer Boysen inszeniertem dreiaktigem Dramma per musica, „ Ariodante", beginnt: Der dramatischen Geschichte Ginevras, der Tochter eines Schottenkönigs und Verlobten des Ritters Ariodante, die von einem abgeblitzten, rachsüchtigen Freier der Untreue bezichtigt wird und viel zu erleiden hat, ehe sich - wie in der Barockzeit blich - am Ende für das Paar doch alles zum Guten wendet. Der Besucher erlebt ein von Michael Hofstetter dirigiertes, wahres Meisterwerk der einschlägigen Opernliteratur, dem der gefeierte Countertenor Franco Fagioli seine begnadete Stimme leiht.

Danach gibt es an vier Abenden eine Wiederbegegnung mit der fast exakt am Original entlang inszenierten Erfolgsproduktion „ Radamisto", die - von zauberhaften Balletteinlagen unterbrochen - in herrlichen Barockkostümen bei Kerzenschein über die Bühne geht. - Die Deutschen Händel-Solisten warten am 22. Februar unter Leitung Nicol Matts mit dem Oratorium „ L`Allegro, il Pensieroso ed il Moderato" (Frohsinn, Schwermut und Gelassenheit" auf, und einen Tag später findet unter Mitwirkung Peter Sodanns, Hilmar Eichhorns und Reinhard Straubes eine erdachte szenische Lesung statt, die eine „Mögliche Begegnung der Herren Bach und Händel im Jahr 1747" zum Inhalt hat und sehr interessant zu werden verspricht.

Am 23. Februar hofft ein Händel-Gerurtstags-Dinner als musikalisch-kulinarische Soiree auf viele Feinschmecker und Genießer. - Einen Tag später ist die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt mit Händels reizvollem Frühwerk „Rinaldo" im Opernhaus zu Gast. - Am1. März findet die Karlsruher Händelwoche dann mit einem Festkonzert der Deutschen Händel - Solisten unter Leitung Ruben Dubrovskys ihren krönenden Abschluss.

Weitere Infos über die Homepage des Hauses: www.staatstheater.karlsruhe.de - Kartenvorverkauf über Telefon 0721/933333.