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Kunst & KulturMusik › Saisoneröffnung mit Ravel, Mozart und Schumann

Saisoneröffnung mit Ravel, Mozart und Schumann

Wiesbadener Mozart-Gesellschaft: Rückblick und Vorschau - „Mozart-Treff gibt es künftig                                                                                          von Britta Steiner-Rinneberg

24.02.10 || WIESBADEN (24. Februar 2010) - Die Wiesbadener Mozart-Gesellschaft ist aus dem Kulturleben der Landeshauptstadt nicht mehr wegzudenken! Was 1962 dank Initiative ihres Präsidenten Kurt Breuer mit einem vergleichsweise kleinen Mitgliederstamm begann, wuchs sich inzwischen zur zahlenmäßig größten kulturellen Vereinigung der Stadt aus: Einem Zusammenschluss Mozartbegeisterter, die sich kontinuierlich der Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Komponisten widmen und darüber hinaus für viel versprechende junge Nachwuchstalente einsetzen.

Dass es angesichts der Vielfalt speziell musikalischer Einrichtungen und Initiativen für Vorstand wie Geschäftsleitung nicht eben einfach ist, den bisherigen Mitgliederstand zu halten und - trotz starker Veränderung der Zeiten - neue, insonderheit jüngere Musik- und Mozartfans für eine Mitgliedschaft zu gewinnen, liegt auf der Hand. Ein Problem, das in Anbetracht der zunehmenden Überalterung fast allen Gesellschaften und Vereinen nur zu gut bekannt ist! Die Verantwortlichen müssen sich heute schon einiges einfallen lassen, um ihr hoch qualifiziertes Angebot stärker als bisher im kulturell teilweise überfrachteten Rhein-Main-Gebiet (und darüber hinaus!)bekannt zu machen, wozu vorrangig verstärktes Marketing gehört.

Ein neues Verkaufssystem für die Spielzeit 2010/11 ist derzeit in Vorbereitung. Beim nächsten Konzert im Kurhaus wird im Foyer am Stand der „Mozart" mehr und Genaueres darüber zu erfahren sein. Die beste Weise, neue Mitglieder zu gewinnen, ist freilich nach wie vor Mundpropaganda, von der mehr Gebrauch gemacht werden sollte: Das direkte Ansprechen nicht nur der Verwandten und Freunde, sondern auch der Nachbarn und Bekannten , von denen man annimmt oder weiß, dass sie für Mozarts Musik offene Ohren haben, wird , weil es persönlich ist, immer am wirkungsvollsten sein und kann für die Gesellschaft vielleicht eine Bereicherung bedeuten.

Neu ist beispielsweise auch der „Mozart-Treff", der künftig vor jedem Orchesterkonzert in einem der Salons des Kurhauses stattfindet und zwar jeweils schon um 15.30 Uhr: Den Mitgliedern soll -was gerade die älteren sehr begrüßen - Gelegenheit zu besserem persönlichem Kennenlernen gegeben werden, zu zwanglosen Gesprächen, intensiverem Gedankenaustausch und dem Knüpfen neuer Kontakte. Auf großes Interesse stößt auch die Einrichtung von Einführungsvorträgen vor Beginn der Konzerte, wie viele Teilnehmer sie seit Jahren von den Sinfoniekonzerten des Theaters her kennen und zu schätzen wissen. Besonders interessierte Mozartianer haben überdies die Möglichkeit zur Einsicht in das stattliche „Breuer/ Fuhr- Archiv," in dem das von beiden hinterlassene umfangreiche Tonträger- und Schriftenmaterial gesammelt ist, das auf Wunsch auch ausgeliehen werden kann!-

Nach dem erfolgreichen Verlauf des ersten Familienkonzerts (im Museum) ,bei dem acht hoch talentierte junge Solisten und sechs Promis aus Mainz musizierten, nach dem Konzert des freundschaftlich verbundenen Mainzer Kammerorchesters und einem (zusätzlichen) Abend mit dem Suk- Kammerorchester Prag und der Klaviervirtuosin Elena Nesterenko, fand im Friedrich-von-Thiersch-Saal als vorletzte Veranstaltung der Spielzeit und erste im neuen Jahr eine Begegnung mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern statt. Am Pult stand der zu den prominentesten Dirigenten seiner Generation zählende Engländer Paul Goodwin, der Mozarts Sinfonie G-Dur und die „Posthorn-Sinfonie" in ebenso präziser und klangschöner wie leichtflüssiger, unterhaltsamer Interpretation erklingen ließ. Solist des mit starkem Beifall bedachten Abends war der auf Wettbewerben mehrfach ausgezeichnete, hochbegabte junge Schweizer Pianist Francesco Piemontesi, der auch auf internationalen Festivals schon erfolgreich hervortrat.

Das 5. und letzte Konzert findet unter Leitung Georg Marks am 2.Mai mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und Herbert Schuch als neuem Star der Klavierszene statt und bringt Mozart, Beethoven und Haydn zu Gehör.

Auf das mit Freude erwartete erste Konzert der neuen Saison am19. September soll heute schon hingewiesen werden: Am Pult steht kein geringerer als der langjährige GMD des Staatstheaters und spätere Hofkapellmeister der schwedischen Oper, Prof. Siegfried Köhler! Der Ehrenvorsitzende der Mozartianer wird die Nürnberger Sinfoniker dirigieren und das Auditorium mit Ravel, Mozart und Schumann erfreuen, dessen 200. Geburtstages in enger Zusammenarbeit mit der Frankfurter Schumann-Gesellschaft dabei in besonderer Weise gedacht werden soll.

Weitere Infos und Karten über die Geschäftsstelle, Telefon 0611/ 9016979 oder 305022.