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Kunst & KulturMusik › Eröffnung mir Antonio Zingarellis Barockoper „Giuletta e Romeo“

Eröffnung mir Antonio Zingarellis Barockoper „Giuletta e Romeo“

Heidelberger Theater lädt zum „Winter in Schwetzingen" ein - Die Reihe verschollener Meisterwerke wird mit der „opera napoletana" fortgesetzt           von Britta Steiner-Rinneberg

21.11.16 || altSCHWETZINGEN (21. November 2016) - Am 25.November öffnet das Schwetzinger Schloss wieder seine Pforten für das traditionelle Barockfest, das vom Theater und Orchester Heidelberg veranstaltet wird. In diesem Jahr können sich die Besucher wieder auf Unbekanntes freuen: Niccolo Antonio Zingarellis Tragedia per musica „Giulietta e Romeo", die in italienischer Sprache gesungen wird (Deutsche Übertitel). Shakespeares berühmtestes Liebespaar, das unbeirrt gegen das Verbot der verfeindeten Väter rebelliert und schließlich in den Tod getrieben wird, ist weltbekannt. Eine dieser unendlich vielen Nacherzählungen findet sich in Zingarellis Oper wieder, die zu seinen Lebzeiten als sein bedeutendstes Bühnenwerk galt.

In dieser Fassung lässt Julia die bereits laufende Hochzeit platzen, und der Librettist schenkt den jungen Liebenden noch wenige Minuten ihres Glücks, um das sie sich bei Shakespeare ja verpassen. Der bereits vergiftete Romeo erkennt bei Julias Erwachen, dass er umsonst deren vermeintlichen Tod betrauert und stirbt sinnlos. Der Stofff erfuhr mit der Zeit eine ungewöhnliche Metamorphose, doch in der Schwetzinger Aufführung wird ausschließlich Zingarellis eigene Musik erklingen.

Mit „ Giulietta e Romeo" stellt Operndirektor in der Reihe verschollener Meisterwerke der opera napoletana das sechste Werk vor mit dem er das Publikum im „Winter in Schwetzingen" bekannt macht. Zingarellis vergessenes Meisterwerk stand vermutlich 1829 zum letzten Mal auf dem Spielplan und wurde dann erstmals bei den Salzburger Pfingsfestspielen 2016 konzertant aufgeführt.

Schloss und Schlossgarten in Schwetzingen. Foto: Staatstheater

In Schwetzinger Schloss wird die Oper nun in einer eigens dafür erstellten Edition gegeben. Die musikalische Leitung liegt in Händen Felice Venanzonis, und Regie führt Nadja Löschky. In der Romeo-Partie wird man dem Countertenor Kangmin Justin Kim begegnen, der für die Darstellung des Pym in Kalitzkes gleichnamiger Oper den Theaterpreis FAUST 2016 bekam und in der „Opernwelt" als bester Sänger der Saison bezeichnet wurde. In der Hauptrolle des Everardo begegnet man Zachary Wilder. Beide Sänger sind Mitglieder des Monteverdi 450 Projekts von J. Eliot Gardiner und werden 2017 bei den Salzburger Festspielen debütieren. Als Giulietta wird man Emilie Renard begegnen, in der Partie des Gilberto dem Countertenor Terry Wey.

Der Kartenverkauf für die Oper wie das gesamte Programm des „Schwetzinger Winters" läuft bereits; doch für Spätentschlossene gibt es immer noch Möglichkeiten, Karten für die Veranstaltungen zu bekommen www.winter-in-schwetzingen.de