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IMF: Wagner-Gala mit Sängerglanz im Staatstheater

Orchester unter eindrucksstarker Leitung des künftigen GMD Patrick Lange - Festspielpublikum war gefesselt           von Britta Steiner-Rinneberg

06.05.17 || altWIESBADEN (05. Mai 2017) - Pünktlich zum 1. Mai wurden im Wiesbadener Staatstheater die unter Leitung Intendant Uwe Eric Laufenbergs stehenden Internationalen Maifestspiele eröffnet, als deren dominanter Teil der in diesem Jahr zweimal komplett gegebene Zyklus „Der Ring des Nibelungen" im Zentrum steht. Dem „Ring" ging ein Gala-Konzert mit Bayreuth erfahrenen Sängern unter der Leitung von Patrick Lange voraus, der ab Herbst dem Theater als Chefdirigent vorstehen wird und sozusagen seine „Visitenkarte" abgab.

Patrick Lange, die hervorragenden Sänger und das Staatsorchester fesselten das Festspielpublikum. Ein gutes Omen, das hoffnungsvoll in die nahe Zukunft blicken lässt: Der Dirigent, der mit Gefühl und erkennbarer Gestaltungsfreude das Orchester führte und mit großer Intensität die Ausschnitte aus verschiedenen Opern Richard Wagners gestaltete, wurde zu Recht mit jubelndem Applaus bedacht.

Das Porträtbild zeigt den Dirigenten und künftige Generalmusikdirektor des Wiesbadener Staatstheater Patrick Lange. Foto (1): Staatstheater Wiesbaden/Neda Nevee

Dem Beginn des dritten Aufzugs von „Parsifal" (Klaus Florian Vogt und Rene Pape waren hier als Parsifal und Gurnemanz herausragend) und dem Vorspiel zu "Lohengrin" folgte der zweite Teil des Abends, der mit „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg" begann und mit Catherine Foster, die mit der Arie der Elisabeth" Dich. teure Halle grüß´ ich wieder" beglückte.. Stärker noch konnten die Zuhörer sie in Sentas Ballade aus dem „Fliegenden Holländer" erleben und ganz vorzüglich in Isoldes „Liebestod" aus „Tristan und Isolde", bei dem der frenetische Beifall für die Sängerin kaum enden wollte.

Der Bassist Rene Pape brachte mit dem „Fliedergesang" des Hans Sachs und dem grandiosen Monolog König Markes (Tristan) schon fast ein Stück Bayreuth in die Heiligen Hallen des Staatstheaters, desgleichen der Heldentenor Klaus Florian Vogt, der in der Gralserzählung des „Lohengrin" dem Orchester allerdings zuweilen etwas die „Sporen zu geben" schien.

Die festlich gekleideten Zuhörer genossen den Abend mit Solisten und Staatsorchester in vollen Zügen. Ihr großer Dank galt jedoch nicht zuletzt Patrick Lange, dem sich mächtig engagierenden Dirigenten.

Die nächsten Festspielabende werden das Publikum neben dem Ring-Zyklus und dem Ballettabend „Nijinski" zu der Tanzschau „Light", zu einer „Faust"-Version aus Peking, der Oper „Siroe" und den Wiederaufnahmen von „Figaros Hochzeit" und „Zauberflöte" einladen.

Karten gibt es über Telefon 0 61 21/ 13 23 25