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Kunst & KulturMusik › Spielzeitauftakt der Oper Frankfurter mit Verdis „Il trovatore“

Spielzeitauftakt der Oper Frankfurter mit Verdis „Il trovatore“

Opernintendant Bernd Loebe stellt neues Programm 2017/16 vor - Mehr als 500 Veranstaltungen           von Karl-Heinz Stier

08.05.17 || altFRANKFURT (07. Mai 2017) - Die Oper Frankfurt bleibt auch in der kommenden Spielzeit ihrem Prinzip treu: „Oper ist nicht von gestern, Oper von heute ist Bespiegelung gesellschaftlicher Prozesse, ein Biotop der Gefühle und der Ängste" - wie Bernd Loebe, Intendant und Geschäftsführer der Oper Frankfurt nachdrücklich auch seine 16. Frankfurter Spielzeit und die Vorlage des Programms 2017/18 beschreibt.

Und die Besucherzahlen geben dem Intendanten Recht: knapp 90 Prozent war die Auslastung im abgelaufenen Opernjahr, ein Beleg für seine Arbeit, die in seiner Zielsetzung gipfelt, „dass Ensemble- und Repertoiretheater nicht einhergehen darf mit der Routine, mit der Wiederholung des Gestrigen. Vielleicht ist es das, was unser Publikum spürt: die ganz besonderen Momente, die sich nur im Live-Erlebnis einstellen".

Intendant Bernd Loebe bei der Pressekonferenz Foto: Oper Frankfurt/Wolfgang Runkel

Der Spielplan der Oper Frankfurt in der neuen Saison bietet mehr als 500 Veranstaltungen insgesamt, davon 180 Musiktheatervorstellungen. Auf dem Programm stehen zwölf Premieren mit 93 Vorstellungen im Opernhaus sowie drei Premieren mit 23 Vorstellungen im Bockenheimer Depot. Darüber hinaus sind 15 Wiederaufnahmen sowie 8 Liederabende im Opernhaus geplant.

Den Spielzeit-Auftakt macht am 10. September 2017 Giuseppe Verdis Il trovatore. Als Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden London unter der Inszenierung von David Bösch. Die musikalische Leitung hat Jader Bignamini, die Premierenbesetzung besteht u.a. aus Piero Pretti (Manrico), Elza von den Heever (Leonora), Brian Mulligan (Conte di Luna) und Tanja Ariane Baumgartner (Azucena). Obwohl die Protagonisten als Opfer von Wahn, Hass, Eifersucht, Liebe und Rachegelüsten agieren, hält sich Il trovatore als eine der populären Verdi-Opern auf den Spielplänen.

Mit Händels „Rinaldo" eröffnet das Bockenheimer Depot


Die Spielzeit im Bockenheimer Depot wird am 16.September 2017 mit der Frankfurter Erstaufführung von Georg Friedrich Händels „Rinaldo" eröffnet. Am Pult steht der „frischgebackene" Frankfurter Kapellmeister Simone Di Felice, während der amerikanische Regisseur Ted Huffman sein Hausdebüt gibt. Dem damals erst 26jährigen Händel gelang 1711 in London mit „ Rinald"o ein sensationeller Einstand. Der szenische Aufwand dieser Zauberoper erschöpft sich nicht in eindrücklichen Kulissen, sondern bot mit Flugmaschinerie, Blitz, Donner und Feuerwerk sowie lebendige Spatzen erstaunliche Theatereffekte.
Die erste Neuproduktion mit Generalmusikdirektor Sebastian Weigle kommt am 8. Oktober mit Benjamin Brittens Peter Grimes im Opernhaus heraus. Am 12.November folgt das Auftragswerk der Oper Frankfurt die Uraufführung von „Der Mieter" und als erste Neuproduktion steht in 2018 Richard Strauss‘ Capriccio unter dem Dirigat von Weigle am 14. Januar als Premiere auf dem Programm.

Auch die Operetten kommen nicht zu kurz - Premiere mit Lehars „Die lustige Witwe"


Auch der Operette zollt der Oper Frankfurt Tribut: Franz Lehars „Die lustige Witwe" feiert am 13. Mai Premiere. Es singen Marlis Petersen (Hanna) und Iurii Samoilov (Danilo). Wieder aufgenommen werden beliebte Produktionen wie Die Entführung aus dem Serail (27. August), Mozarts Cosi fan tutte (17.November), Verdis Rigoletto (3.Februar) und Wagners Rheingold (13.April).

300 Sonderveranstaltungen ergänzen das umfangreiche Angebot u.a. das erfolgreiche Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene unter dem Titel Jetzt ! Oper für dich oder die Einführungsveranstaltungen Oper extra im Holzfoyer.

Freuen konnte sich Intendant Loebe nicht nur über die gute Auslastungsquote. Auch die Zahl der Abonnements beliefen sich 2016/17 auf 12 563 (plus 572 Oper für Kinder-Abonnements. Gerechnet auf alle fünfzehn Spielzeiten der Intendanz Loebes ergibt es eine Steigerung im Abonnement von 54 Prozent.

Weitere Infos unter www.oper-frankfurt.de