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Erfolgreicher Abschluss der Schwetzinger Festspiele

Die „Klanginstallation" waren eine der Publikumsmagnete - Vorschau auf das Konzept für den Mai 2018           von Britta Steiner-Rinneberg

31.05.17 || altSCHWETZINGEN (30. Mai 2017) - Die 66. Schwetzinger Festspiele fanden mit attraktivem Programm und rund 18.500 Besuchern in 52 ausverkauften Veranstaltungen und einer großartigen Schlossparkbeleuchtung ihren erfolgreichen Abschluss. Heike Hoffmann, die neue künstlerische Leiterin, war mit dem Verlauf der überwiegend ausverkauften Veranstaltungen sehr zufrieden. Unter dem Motto „Leidenschaft" boten sie den oft von weither anreisenden Besuchern ein attraktives Programm, in dessen Zentrum die Musik Monteverdis stand. Unter den 350 renommierten Künstlern und Ensembles waren diesmal viele internationale Stars und Gruppen zu entdecken, die das Publikum ins Rokokotheater, in diverse Konzertsäle und in den Dom zu Speyer lockten und bannten.

Außer in den genannten Veranstaltungen wurden die Besucher dies Jahr erstmals mit neu installierten „Reihen" bekannt gemacht, die allgemein positiv aufgenommen wurden. Die Streichquartett-Matineen im Schloss, die „Grenzgänge" in der Orangerie, der „Klangspaziergang" durch den Park fanden unschwer ihre Interessenten und auch die kleineren Darbietungen in einigen Geschäften der Stadt fanden Anklang. Die „Klanginstallation", über deren positive Beurteilung der Zuhörer die neue Leiterin sehr glücklich war, erwies sich mit zirka 4.500 Besuchern fast als Publikumsmagnet und dürfte aufgrund dieses Erfolges im nächsten Jahr wohl fortgesetzt, vielleicht sogar erweitert, werden.

Heike Hoffmann sieht in der erstmals von ihr verantworteten Saison und der kritischen Beurteilung der Festspielbesucher einen „glücklichen Start", weil er die ganze Umgebung bewegte und „in Trab versetzte". Sämtliche Veranstaltungen in Schloss und Park Carl Theodors waren aufwändige Festlichkeiten, wie sie damals an den großen Höfen üblich und vor allem illustren Gästen vorbehalten waren. Doch der joviale Herrscher gewährte nicht nur ihnen, sondern auch den „von außer her" zuschauenden. neugierigen Arbeitern der Siedlung und ihren Angehörigen immerhin die Möglichkeit, von Zaun und Hecken aus winzige Einblicke in ein ihnen verborgenes, unbekanntes Leben und Treiben in Schloss und Park nehmen zu können..

Die Festspiele 2017 wurden genau aufgezeichnet und konnten so von allen, die nicht in Schwetzingen waren, in SWR 2 gehört werden und wenigstens einen kleinen Eindruck von den alle begeisternden musikalischen Genüssen bekommen. Die meisten Besucher werden hoffen, im nächsten Mai wieder „dabei" sein zu können und den Startschuss am 27. April nicht zu versäumen. Er wird mit einer Musiktheaterproduktion von Jose Sancho beginnen und die Besucher einladen, in märchenhafter Umgebung eine Premiere zu erleben, die ihnen der SWR, die Stadt Schwetzingen und der Landkreis Rhein-Neckar bescheren.

Das seit 1952 zu festlichen Ereignissen in Carl Theodors alter Residenz einladende Festival, das im Auftrag des SWRE, der Stadt Schwetzingen und des Landkreises Rhein-Neckar in jedem Mai veranstaltet wird und die Besucher darüber hinaus auch zu kulinarischen Genüssen einlädt, wird am 27. April 2o18 eröffnet. Bis dahin ist zwar noch viel Zeit, in der ja auch noch andere Genüsse auf ihre Genießer warten. An frühzeitige Reservierung der Plätze sollte man der zu erwartenden Nachfrage wegen beizeiten denken!