Banner
 

RheinMainTaunus

OnlineMagazin

Kunst & KulturMusik › Aufbruchsstimmung und Neugier im Rheingau

Aufbruchsstimmung und Neugier im Rheingau

Das Musik Festival feiert seinen 30. Geburtstag mit dem Eröffungskonzert des hr-Sinfonieorchester - Es gibt noch viele musikalische Highlights, aber wenige Karten - Teil I           von Britta Steiner-Rinneberg

27.06.17 || altOESTRICH-WINKEL (26. Juni 2017) - Das Rheingau Musik Festival (RMF), das Jahr für Jahr Tausende Musikbeflissener nach Kloster Eberbach, nach Johannisberg, ins Wiesbadener Kurhaus und weitere Veranstaltungsorte zieht, feiert dies Jahr seinen 3o. Geburtstag, den es mit dem hr-Sinfonieorchester unter Leitung seines Chefdirigenten Andrea Orozko-Estrada in der Basilika von Kloster Eberbach festlich begann. Alle Musikinteressierten kamen und waren begeistert, weil sie der glühenden Hitze im Rheintal auf höchst angenehme Weise entgehen und das Jubiläum im abgeschiedenen Waldtal und kühlen Gemäuer des ehrwürdigen Klosters feiern und genießen konnten.

Für Aufbruchsstimmung und Neugier auf das 156 Abende zählende, reichhaltige Programm in einmaliger Landschaft sorgte schon der Beginn des Festivals mit Wagners Vorspiel aus „Lohengrin", den Ouvertüren zu „Rienzi" und dem „Fliegenden Holländer" und Berlioz „Symphonie fantastique". Sie führten mitten hinein in die wunderbare Klangwelt des 19. Jahrhunderts..

alt Das hr-Sinfonieorchester unter Leitung seines Chefdirigenten Andrea Orozko-Estrada eröffnete  in der Basilika von Kloster Eberbach die diesjährigen , die 30sten Rheingau Musik Festival.Das Bild entstand bei de festlichen Eröffnung 2016.Foto:rmf/Archiv rmtom

Michael Herrmanns zu den größten Musikveranstaltungen Europas zählendes Festival mobilisierte wiederum Tausende Begeisterter aus der gesamten Region, die sich in Kloster Eberbach, in Schloss Johannisberg, im Wiesbadener Kurhaus und in lauschigen Weingütern an der Kunst hochkarätiger Interpreten erfreuen wollen. Als Artist in Residence stellte sich in diesem Jahr der Pianist Igor Levit vor, der in Konzerten, die von Beethoven bis zu Rzewski reichen, sein Können unter Beweis stellen wird. Mit der Sängerin Anna Lucia Richter kann man demnächst eine Sängerin erleben, die mit ihrer Stimme bezaubert und mit Michael Wollny einen erstklassigen deutschen Jazz-Pianisten, der die Fans begeistert. Einen markanten Schwerpunkt des Festes werden die unvergessenen „Erinnerungen an Prades" bilden.

Der Rhein- und Weingau wird also wieder voll erklingen und seine Musik über viele Wochen hinweg Tausende in Schlösser und Säle, in Kirchen, Gutshöfe oder ins Freigelände lotsen, um sie zwischen Rhein und Reben unvergessliche Abende erleben zu lassen. Das mit großem Bedacht zusammen gestellte reichhaltige Programm hat mit Sicherheit für jeden etwas bereit und lässt ihn in vielen Fällen die Wahl zwischen gleichermaßen interessierenden Abenden sogar verdammt schwer fallen!

Nach dem vom hr. Sinfonieorchester wie immer in Kloster Eberbach bestrittenen festlichen Auftakt werden 354 weitere genussvolle Konzerte folgen, die fast für jeden etwas bereit halten. Eine Auswahl aus dem bereits vorgestellten Mammutangebot, an dessen Beginn am 27.06. das Bundesjugendballett seht, das unter künstlerischer Leitung Kevin Haigens den „Kleinen Prinzen" als poetisches Musik- und Tanztheater aufführt, mag viele animiert haben, sich möglichst schnell noch Karten für weitere Abende zu besorgen, ehe die besten Plätze vergeben sind. Einen Tag danach wird Igor Levit als Artist in Residence auf Bachs Spuren wandeln und die Hörer mit einem Klavierkosmos nach Johannisberg locken.

Der Cellst Claudio Bohorquez und die Colombian Youth Philharmonie, auf die viele gespannt sind, locken am 30.Juni unter Orozco-Estradas Dirigat ins Wiesbadener Kurhaus, wo sie mit jugendlicher Meisterschaft und tönender Ekstase die Hörer mit Werken von Lopez, Tschaikowski und Strawinski bezaubern werden. Einen Tag später lädt eine „Südamerikanische Nacht" als großes Sommerfest nach Schloss Johannesberg ein, wo ein Riesenfeuerwerk, das sich niemand entgehen lassen sollte, alle erwartet.

Über die weit mehr als 100 Veranstaltungen, für die es heute noch Karten gibt, berichtete das RheinMainTaunus-Onlinemagazin an dieser Stelle bereits. Wer noch mehr und Genaueres wissen möchte, sei auf den umfangreichen Festspiel-Katalog verwiesen, den genau zu studieren jedem zu empfehlen ist. Ebenso der Tipp, rechtzeitig an Karten zu denken und nicht bis zum letzten Augenblick damit zu warten.

Karten- und Infoline 06723 / 60 21 70; https://www.rheingau-msuik-festival.de