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Kunst & KulturMusik › „Ein Traum aus Lust und Freude“

„Ein Traum aus Lust und Freude“

Vorschau auf den Festspiel-Mai des Wiesbadener Staatstheaters           von Britta Steiner-Rinneberg

07.03.18 || altIESBADEN (06. März 2018) - Vom 30. April bis zum 31.Mai wird das Hessische Staatstheater Wiesbaden wieder im Zeichen der „Internationalen Maifestspiele" stehen. Kein Theaterfreund möchte sie missen, auch wenn das Angebot diesmal nicht durchweg dem entspricht, was er sich unter festlichen Aufführungen so vorstellt.

Das Gesamtprogramm steht unter dem Motto „Ein Traum aus Lust und Freude". Als Gäste sind unter anderen vier weltbekannte Sänger, Sängerinnen, Schauspieler und zwei Tanz-Ensembles geladen: Die Künstler Adina Aaron (Amelie), Marie Nicole Lemieux (Ulrica), Arnold Ruthowski (Ricardo ) und Vladislav Sulminski (Renato) werden den Besuchern im Mai Abend für Abend in tragenden Rollen begegnen und sie hoffentlich begeistern.

Wagner, Strauß, Donizetti und Verdi


Der weltweit bekannte Startenor Klaus Florian Vogt übernimmt in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung des „Tannhäuser" die Titelpartie. Die musikalische Leitung hat GMD Patrick Langer. In Donizettis „Liebestrank" ist als Dulcamara wieder Patrick Carfizzi zu erleben. In „Arabella", dem letzten großen Publikumserfolg von Richard Strauß, wird man Marie Bengtsson in der Starrolle und Titelpartie und Ryan McKinny als Mandryka begegnen.
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In Verdis „Un Ballo in Maschera" als diesjähriger Eröffnungsproduktion wird man Marie Nicole Lemieux als Ulrica und Arnold Rutkowski als Ricardo erleben und Vladislav Sulimsky aus St. Petersburg als Renato. Gregory Kunder übernimmt die Titelpartie in der Verdi-Oper „Otello". Unter musikalischer Leitung Daniela Muscas wird Olesya Golovneva die Desdemona singen und der Bariton Aleksei Isaev den Jago. In Wagners „Fliegendem Holländer", einem Spitzenwerk der deutschen Romantik, lernt das Publikum den lettischen Bassbarion Egils Silins kennen, desgleichen die Sopranistin Erika Sunnegärdh als Senta und als Daland Albert Pesendorfer.

In der „Götterdämmerung", Wiesbadens großem Finale des Ring-Weltdramas, wird man Lance Ryan (Siegfried); Catherine Foster (Brünnhilde), Albert Pesendorfer (Hagen) und Martin Kränzle (Gunter) sehen und hören .-In Donizettis „Liebestrank" lernt man die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende als Adiba kennen, als Nemorino alternierend Kevy Sekgapane und Johan Hotea sowie als Dulcamara den schon erwähnten Patrick Carfizzi. In „Arabella". dem letzten Publikumserfolg von Richard Strauss, wird das Publikum in der Titelpartie Maria Bengtsson bewundern können..

Vom „Ende der Unschuld" thematisiert zeitlose Aktualität und handelt von Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen. Michiel Dijkemas Oper ist eine Kooperation mit dem Wiesbadener Schlachthof und der Camerata Nuova. Michael Quast singt, spielt und tanzt „Orpheus in der Unterwelt" als komplette Operette.- Die preisgekrönte Mezzosopranistin Joyce DiDoinati wird man mit einem bewegenden Galakonzert in den Festspielen erleben.

Lieder, Tänze und Schauspiele


Neben den Opern stehen große Gesangsstücke, in denen Maria Bengtsson außer Liedern von Richard Strauß und Hugo Wolff auch mit Werken der nordischen Romantik bekannt machen wird. - Die Altistin Maria Lemieux und der Bassbariton Florian Boesch gestalten ihre Abende mit Musik aus der Früh- und Spätromantik, beispielsweise mit Liedern von Schubert und Brahms. Das „Ensemble aus Wien" wird drei Konzertabende präsentieren, die ein wahrer Schmaus für die Ohren werden dürften. - Burgtheater-Schauspieler Peter Simonischek bringt Texte von Satie und Ernst Jandl zu Gehör, und das Berliner .Ensemble wird drei Konzertabende mit Werken von Vivaldi gestalten. - Die Schauspielerin Chris Pichler und Instrumentalisten des Staatstheaters wollen Quellen nachspüren, die erkennen lassen, wie Shakespeare einstmals zu „Romeo und Julia" gekommen ist.
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Im Bereich Schauspiel wird eine provokante Inszenierung Kirtil Serebrennitkos (Gogol-Theater Moskau) auf die Bühne bringen, die ein Märchen als melancholische Parabel zeichnet und gleichzeitig ein Bild vom heutigen Russland vermittelt (Thalia- Theater Hamburg). In eigener Bühnenfassung und Regie Henriette Steckels wird Arthur Millers Tragödie „Tod eines Handlungsreisenden" aufgeführt, in der Ulrich Matthes die Titelpartie gestaltet. Nach Arthur Millers Schauspiel wird in „Glückliche Tage" auch wieder die prominente Schauspielerin Dagmar Manzel auf der Bühne stehen, und das Schauspielerpaar Lambrecht wird danach aus Werken von Literaturpreisträger Luigi Pirandello lesen. Sam Shephards Stück für Stimme und Percussion macht hier erstmals mit einer Dramatik bekannt, die vollständig auf das Lautliche reduziert ist: Der Wiesbadener Schauspieler Uwe Kraus wird vorlesen und dabei von dem Percussionisten Edzart Locher begleitet werden.

Neben diesen anspruchsvollen Aufführungen für die „Großen" wartet auf die Jüngeren noch ein besonders fröhlicher Abschluss: Puppentheater, das besonders die Allerjüngsten und ihre Begleiter ins Haus locken und hoffentlich begeistern wird.

Karten und Programme an der Theaterkasse oder unter Telefon 0 61 31 - 13 23 25