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Schon am Beginn der Zubereitung isst das Auge mit

Von Lachs mit Rührei bis Apfelpfannenkuchen - Adventsküchenparty im Interconti           von Karl-Heinz Stier

07.12.17 || FRANKFURT (6. Dezember 2017) - Die Top-Gastronomie im Ballungsraum Rhein-Main hat sich in letzter Zeit etwas Neues einfallen lassen, um ihre Gäste zu verwöhnen oder andere hinzugewinnen. „Küchenparty" heißt das Zauberwort, mit dem man meist gegen Ende des Jahres noch einmal alle Register des eigenen kulinarischen Rezeptoriums ziehen will. Es wird ein Einblick in die Küchenkunst samt Küchengeheimnissen gegeben, wozu die Küchencrew bereit ist - und das alles hinter den Kulissen, in den eigenen „Werkstätten". Die Gäste sind sozusagen in einem außergewöhnlichen Ambiente live dabei und können miterleben, was und wie an allerhand köstlichen Leckereien in Pfannen gewendet und gebrutzelt, in Töpfen gekocht und in verschiedenen Schneidetechniken mit Messern und Küchenbeilen Fleisch, Fisch und andere Meeresfrüchte bearbeitet werden. Hier isst das Auge schon am Beginn der Zubereitung mit.

Chefkoch Klaus Bramkamp bestimmt seit über 20 Jahren die kulinarische Richtung der Interkonti-Küche

Nach den Küchen-Party Menüs im chinesischen „Four Seasons Chamber" des New Century Hotels in Offenbach/Frankfurt, bei der Küchenchef Ong Liang Wang nicht nur als Meister am Wok brillierte, war unsere nächste Station die Advents-Küchenparty im Intercontinental In Frankfurt, die zweite. Hier führe Chefkoch Klaus Bramkamp, auch als Fernsehkoch des hr bekannt, die Regie über fünf Live-Stationen in der Catering -Küche des Hotels. Sein anspruchsvolles Entree hieß: „Warmes Cevice vom Lachs, mit Krabbenrührei, marinierten Passe Pierre und ToastMelba".

1. Entree: Warmes Cecive vom Lachs, mit Krabbenrührei, marinierte Passe Pierre und Toast Melba

Je später es wurde, desto enger ist es geworden in den Küchenräumlichkeiten, die Sitzplätze wurden rar. Dafür gab es als Getränke ausreichend Kiedricher Spätburgunder und Rheinhessischen Riesling. Bramkamps ,Köche und seine Mitstreiter und - innen vereint nicht nur Tradition mit Kreativität, sie kombinieren völlig neue Geschmackserlebnisse und bereiten auch internationale Gerichte authentisch zu. So konnte man am Stand zwei probieren: „Aus dem US Beefer Striplpoin (Wagyu). Sauce Foyot mit Tripple Pfeffer"

1. Aus dem US Beefer Striplpoin (Wagyu), Sauce Foyot mit Tripple Pfeffer

Wenn ich mir auch unter dem Titel wenig vorstellen konnte, so war das, was über Zunge und Gaumen rutschte, eine Delikatesse.

Chefkoch Bramkamp blickt auf eine jahrzehntelange Profession in InterContinental Hotels europaweit zurück. Mit viel Leidenschaft und Sinn für Innovationen führt er seit mehr als 20 Jahren das Küchenteam in Frankfurt und begeistert seine Kollegen, aber auch sein Publikum mit kulinarischer Finesse. Das beweist er auch am Stand drei: „ Die Papilotte vom vergessenen Gemüse"

Bild in Publikum

Das Gericht mundete nicht nur gut, sondern der Meisterkoch ist versessen in die Liebe zum Detail. Seine Speisen werden nicht nur virtuos kombiniert und veredelt, sondern auch mit lokalen Ingredienzien inspiriert und raffiniert zubereitet. Das wird auch am Stand vier deutlich, wo man - alles war in Selbstbedienung - die: „Marokkanische Linsensuppe mit Merquez" abholen und verkosten konnte. Sie war fein püriert mit leichtem Knoblauchgeschmack und Merquez (3 Lammwürstchen).

1. Marokkanische Linsensuppe mit Merquez

Kein Geheimnis macht Bramkamp aus seiner Leidenschaft, die ihn zum gelernten Konditor führte. In seiner hauseigenen Interconti-Patisserie entstehen süße Desserts, offenfrische Kuchen und erfrischende Eisspezialitäten. So zeigt er seine ganze Vorliebe dem Dessert, der 5. Station mit „karamelisierte Apfelpfannkuchen mit Sauerrahmeis"

1. Karamelisierter Apfelkuchen mit Sauerrahmeis Fotos: Karl-Heinz Stier

Ein Gaumenschmaus, bei dem es nicht nur beim einmaligen Zugreifen verbleibt.

Doch was kann man aus seiner Küche a la carte noch empfehlen? Natürlich viele Gerichte aus seiner Speisekarte im Signatures Veranda Restaurant. Und: jeden Donnerstag, ab 18 Uhr, die „Steakbörse", bei der man sich das Fleisch selbst aussuchen kann und vor den Köchen zubereiten lässt. Dazu eine reichhaltige Live - Salatstation, eine große Auswahl an herzhaften Beilagen, hausgemachten Broten und Saucen, sowie ein Dessert aus der hauseigenen Patisserie sind inklusive. Es gibt zum Beispiel Dry Aged Roastbeef von deutschen Rindern, vier Wochen am Knochen gereift, unglaublich zart und saftig mit aromatischem Geschmack, Kotelette vom Iberico-Schwein, zartes Fleisch von freilaufenden Schweinen aus Spanien mit unverwechselbarem nussigen Aroma oder U.S. Flank Steak, saftiger und zarter Eigengeschmack.

Das Ganze zum Preis von 38 Euro - so viel man essen kann, Getränke gehen extra. Zweifellos eine Empfehlung, wenn man donnerstags in der Vorweihnachtszeit etwas Besonderes lukullischer Art erleben möchte oder Freunde dazu einladen will.