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2018 das Jahr des italienischen Essens

Italienisches Ministerium läutet für 2018 das „Jahr des Essens" ein - Kulinarik ist Identität und Kultur des Landes und so wurde auch die Pizza zum immateriellem Kulturerbe           von Ralph Delhees

06.01.18 || altSCHWALBACH am TAUNUS (05. Januar 2018) - Es kommt nicht von ungefähr, dass Italien 2018 als das „Jahr des Essens" ausgerufen hat. Wer denkt da nicht zuerst an Spaghetti und Pizza, doch wieso sind die beiden Speisebegriffe in Deutschland so präsent? Italien ist mit eines der beliebtesten Reiseländer Europas und die „Teutonen" haben es in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Reisebus, Kleinwagen und Motorrad für sich entdeckt. Im Sommer wurde an den Stränden nur noch Deutsch gesprochen, ebenso im deutschsprachigen Südtirol. Spaghetti, Pizza, Rotwein und weiteres kulinarische wurde entdeckt und die sogenannten „Gastarbeiter" ab Anfang der 1960er brachten noch so manches andere den Regionen ihrer Küchen mit. Gewachsen aus der reichhaltigen Geschichte und Kultur des Landes ist die italienische Küche, die in ihren verschiedenen Landstrichen vohat Italien das Jahrm Norden bis in den Süden immer wieder neue Gaumenfreuden erfahren lässt.

Foto: Essen und Trinken ist Lebensgefühl und so hat Italien das Jahr "des italienischen Essens ausgerufen. Foto: ENIT/Alberobello c Regione Puglio

Das italienische Ministerium für Landwirtschafts-, Ernährungs- und Forstpolitik sowie das Ministerium für Kultur und Tourismus haben 2018 zum Jahr des italienischen Essens erklärt. Der italienische Kultur- und Tourismusminister Dario Franceschini erklärt: „Wie das Jahr 2016 das Jahr der Wanderwege war, 2017 das Jahr der Borghi, so ist 2018 das Jahr des italienischen Essens. Es bietet die Möglichkeit, die einzigartigen italienischen Besonderheiten der Küche hervorzuheben und in das Image unseres Landes in der Welt zu investieren. Italien muss sich im Ausland als Ganzes promoten: die Verbindung von Essen, Kultur und Landschaft ist dafür sicher sehr nützlich".

Die Kunst der Pizzabäcker Neapels führt zum immateriellem Kulturerbe der Menschheit


Im Vorgriff auf das „Jahr des Essens" dürfte der 7. Dezember 2017 den rund 3.000 Pizzabäckern in Neapel noch lange in guter Erinnerung bleiben: an diesem Tag erklärte die UNESCO bei ihrer Tagung die Kunst der „Pizzaiuoli" in der Hauptstadt der Region Kampanien zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. In ihrer Begründung hielt die Kulturorganisation der UNO fest, dass „das mit der Herstellung der Pizza verbundene kulinarische Knowhow, welches Gesten, Lieder, Mienenspiele, lokale Fachsprache, das richtige Kneten des Pizzateigs, ein sich präsentieren und ein mit anderen teilen beinhaltet, ein unbestrittenes kulturelles Erbe ist". Außerdem fördere die Tradition soziale Zusammenkünfte und den Austausch zwischen den Generationen.

Foto: Blick in den Pizzaofen. Foto: ENIT

Hocherfreut zeigte sich auch der italienische Kultur- und Tourismusminister Dario Franceschini, der von einer „bedeutenden Auszeichnung für Neapel und ganz Italien kurz vor Beginn des Jahres 2018, das zum Jahr der italienischen Gastronomie erklärt wurde", sprach. Jahrelang hatte sich eine breite Plattform von Unterstützern für die Aufnahme der Pizzabäcker in die Liste eingesetzt und über 2 Millionen Unterschriften bei einer entsprechenden Petition gesammelt.

Mehr unter: ich.unesco.org/en/RL/art-of-neapolitan-pizzaiuolo-00722

Skilaufen und Schlemmen auf den Skihütten


Die Wintersaison ist in vollem Gange und die Pisten in den italienischen Alpen sind geöffnet. Viele Skigebiete haben in neue Infrastruktur und touristische Angebote investiert und bieten wieser großes Wintersportvergnügen. Ob die beeindruckenden Berge des Aostatals mit den Viertausendern, die Skigebiete der ehemaligen Olympischen Winterspiele im Piemont, die Wintersportorte der Lombardei oder die „Klassiker" in Südtirol und Trentino, Italien ist auch im Winter ein ideales Reiseziel für alle die die Berge und den Schnee lieben und dabei nicht auf beste regionale Küche und Weine verzichten möchten.

Foto: Die Berge locken zum Skilaufen und auf den Almen erwartet die regionale Küche den Skiläufer

Viele Skihütten, allen voran jene in Alta Badia, sind berühmt für ihre exzellente Küche, die nicht nur Skifahrer schätzen. Nicht nur in Südtirol, auch im Trentino findet man Hütten, die kulinarische Gaummenfreuden bieten und mit ihrer lokalen Bergküche begeistern

Mehr Information untedr: www.visittrentino.info/de

Ein Geheimtipp im Aostatal: Lukullisches der besonderen Art


Die kleine Region Aostatal ist noch ein Geheimtipp für alle, die Wintersport und urige Gemütlichkeit lieben. Auch hier wird Kulinarik großgeschrieben und beim Festival „Mountain Gourmet Ski Experience" in Courmayeur zeigen Sterne Köche - 2017 waren es der britische Sternekoch Heston Blumenthal zusammen mit weiteren drei Kollegen, die in perfekter Synergie mit den lokalen Gastgeberköchen in einer wahren Alchemie des Stils zusammenkamen - vom 20. - 23. März 2018 wieder eine weitere Reise voller Freundschaft, Essen, erlesenen Weinen und dem besten Spaß am Berg.

Foto?

Das Mountain Gourmet Ski Experience ist eine Geschichte von Freundschaften, die von einer Gruppe gleichgesinnter Gäste die nach Courmayeur geflogen werden, um unvergessliche Momente des Skifahrens, Hundeschlittenfahrens, Wanderns auf dem Mont Banc Gletscher und vor allem der hervorragenden Küche und Weine auf und abseits der Pisten von Courmayeur.zu erleben.

Was Freunde der gehobenen Küche 2018 erwartet erfahren sie unter http://momentumski.com/gourmet-ski und www.lovevda.it. Hier wird geschildert wie es im März 2017 auf der Reise voller Freundschaft, Essen, erlesenen Weinen und dem besten Spaß am Berg zuging.

Rom hat seinen Bauernmarkt „San Teodoro"


Der bei Römern und Touristen gleichermaßen beliebte Bauernmarkt in der Via San Teodoro nahe des Zirkus Maximus wurde nach Monate langer Schließung nun wieder eröffnet. Der Markt, der von der Stiftung Campagna Amica des Landwirtschaftsverbands Coldiretti geleitet wird, vereint unter seinem Dach 68 Betriebe, die hier ihre enogastronomischen Produkte direkt an die Verbraucher verkaufen.

Foto:Reichhaltig ist der römische Bauernmarkt „San Teodoro" bestückt. Foto: ENIT

Der Farmers Market legt besonderes Augenmerk auf Bio-Produkte, die von den Bauern aus der Umgebung kultiviert werden. Dass es sich dabei um lokale Erzeugnisse der regionalen Küche handelt, die oft geschützten Ursprungs sind (DOP & IGP), versteht sich von selbst.
Allerdings bieten auch andere Regionen ihre lokalen Produkte an. Besucher unterstützen mit dem Kauf der Erzeugnisse die betroffenen Gebiete.

Der Markt ist im Winter (1.11. - 30.4.) samstags und sonntags von 8 Uhr bis 15 Uhr und im Sommer (1.5.-31.10.) von 8 Uhr bis 19 Uhr geöffnet

Mehr Informationen unter: https://circusmaximumfarmersmarket.wordpress.com

Italiens Küche ist wichtige Botschafterin des „Made in Italy" - Viele Initiativen 2019 geplant


Das Jahr des italienischen Essens gehört zum Dreijahresplan der Tourismusstrategie und setzt den Fokus auf Food&Wine sowie die Verbindung von enogastronomischen Produkten und ihren Anbaugebieten. Das Thema Kulinarik spielt in Italien eine sehr große Rolle und ist untrennbar mit der Identität und Kultur des Landes verbunden. Italiens Küche ist zudem eine wichtige Botschafterin des „Made in Italy" in der Welt.

Unter den zahlreichen Initiativen im Rahmen des "Jahres des Essens" sind diverse touristische Routen zur Food Industrie geplant, die die Orte und typischen Produkte der Italienischen Tradition bewerben.

Die Italienische Zentrale für Tourismus ENIT unterstützt im Rahmen ihres Strategieplans das Jahr des Essens mit zahlreichen Kampagnen, u. a. in den Sozialen Medien unter dem Hashtag #2018YearofItalianFood und während der 3. Ausgabe der Italienischen Küche in der Welt, die dieses Jahr wieder im November weltweit stattfinden wird. „ENIT glaubt fest an die Bedeutung der Enogastronomie als Motor für den Tourismus", so der ENIT-Executive Director Giovanni Bastianelli. „Unser Ziel es, die Verbindung von Küche, Produkten und Territorium aufzuzeigen und die Einheit von Kultur, Aromen und Landschaften bekannt zu machen, die Italien ausmacht."