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Küchenzauber mit Lady Winsor und Koch-Debütanten

Von der Dinner-for-one-Suppe bis zum Apfel- Himbeer-Grumble - „Lisbets kulinarische Weltreise" weilt weiter im Interconti           von Karl-Heinz Stier

27.02.18 || FRANKFURT (26. Februar 2018) - Die Gäste in der Halle des Intercontinental Hotels Frankfurt staunten nicht schlecht, als Lady Windsor II im roten wallenden Gewand, mit breitrandigem Hut („den habe ich in Ascot erworben") und der obligatorischen Lisbet-Handtasche mit ihrem 16- köpfigen Hofstaat bei eigenem zusammengebrauten Blim-Windsor-Cocktail Audienz hielt und in einem Small Talk über ihre jüngste Vergangenheit plauderte. Anschließend verschwand sie mit ihrem Gefolge in der Catering - Küche der Nobelherberge.

Die Interconti-Küchencrew (v.l.n.r.) Chefkoch Bramkamp, Patissier Yoki, Kreativ-Koch Justin Lezek, stellvertretender Küchenchef Philippe Sonaro und Lady Windsor

Was die Geladenen dort erwartete, war „Lisbets kulinarische Weltreise", ihre Kochkurs-Sensation hatte Premiere. Nicht nur, dass Lisbet ihre Rezepturen gleich schriftlich eigenhändig mitgebracht hatte, nicht nur, dass ihre Gefolgschaft, des Kochens meist ungeübt - auch noch bei der Zubereitung englischer Speisen selbst Hand anlegen musste, nicht nur, dass die Küchenanleiter unter der Löffelführung von Chefkoch Klaus Bramkamp und seinen Spitzenköchen Regie führten und mit Rat und vorbildlicher Hilfe zur Seite -oder besser im Vordergrund - standen, nein! In die Paraderolle der korpulenten Lisbet Windsor war Bäppi La Belle geschlüpft, der renommierte Komödiant, Sänger und Theatrallalla-Direktor im Frankfurter Nordend. Und damit die Rezeptfolge zum britischen Imperiums passte, kamen die kulinarischen Gewohnheiten nicht nur aus England, sondern aus den Ländern des britischen Commonwealth mit seinen speziellen Gewürz - und Gemüse-Ingredienzien u.a. aus Indien, Australien und Südafrika.

„Der Hofstaat" beim Gemüseschnippeln für die Suppe

Bramkamps Spitzenköche gaben deutliche Hilfestellungen


Mit Kochschürzen, Messern und Löffeln und einem Glas Wein bewaffnet, konnte sich jeder werdende, wollende Hobby-Koch dahin gesellen, wohin es ihm beliebte - zur Suppengruppe, zur Hauptspeisen-Elite, oder zu den Süßmäulchen, die mit dem Patissier ein Dessert zauberten.

Freilich durfte nicht jeder so drauf los werkeln, schnippeln und würzen wie er wollte, Bramkamps Spitzenköche gaben deutlich Hinweise zum Ge- und Verbrauch der Zutaten für die Helfer „des Hofstaates". Und wirklich vorbereiten, kochen, abschmecken wurde auch nicht unbedingt erwartet, denn vieles lag schon küchenfertig bereit. Es galt einzig, Äpfel zu schälen und klein zu schneiden, Bohnen zu schnippeln, Ingwer zu raspeln, Sellerie in Würfel zu schneiden und die unglaublich vielen exotischen Gewürze zu bestaunen.

Die „Dinner-for-one-Suppe" zum Verspeisen

Exotisches und mehr waren der Weg zur Suppe


Das war beim ersten Menü-Gericht, der „Dinner-for-one-Suppe" natürlich besonders interessant und spannend. Hier jonglierte der Franzose Philippe Sonaro, als Bankett- und Catering Spezialist mit Vorliebe für indische und asiatische Küche, so flugs mit verschiedenen Curry-Pulver, Koriander, geschälten Tomaten, gehackten Zwiebeln, Knoblauch, Currybaum-Blättern, Linsen, Hähnchenfleisch, und...und... und..., dass einem schnell die Orientierung verloren ging. Zum Schluss wussten seine Teilnehmer gar nicht mehr, mit welchen exotischen Gewürzen er herumhantierte, bis als letztes die Rinderbrühe in den Riesentopf auf dem Herd eingefüllt wurde. Das Ergebnis allerdings duftete dann so verführerisch, dass die braven Schüler und Schülerinnen sehr gespannt auf die Verkostung waren.

Die Dessertgruppe hatte es drauf


Mehr Überblick hatten die Koch-Debütanten beim Hauptgang „Boeuf Wellington". Hierfür hatte Chefkoch Bramkamp Justin Lezek abgestellt. Er ist für die Kreativ-Part-Küche des Interconti zuständig. Wenn neue Ideen - auch auf schnelle Art - vonnöten sind, ist er der bevorzugte Ratgeber. Erstklassiges Rinderfilet wurde zu einem nicht ganz stilechten Boeuf Wellington verwendet. Die sonst übliche Blätterteighülle um das Fleisch gab es nicht, der Blätterteig wurde als knusprige Stange zum butterzarten Filet gelegt. Möhrchen, Böhnchen und gedünsteter Minikürbis und Sellerie-Püree rundeten den Gaumenschmaus ab.

Serviertes Boeuf Wellington

Am schnellsten fertig war die Dessertgruppe mit ihrem „Apfel-Himbeer-Grumble". Auflaufförmchen, Apfelstückchen, frische Himbeeren mit karamellisiertem Zucker und Crumble obendrauf. Die Förmchen kamen dann für etwa 20 Minuten in den Backofen. Anschließend zeigte der Japaner Haraoke Yoki, der schon 18 Jahre im Interconti für Süßes, Obstgeschmacksrichtungen und die gesamte Patisserie zuständig ist, ein paar Tricks seines umfangreichen Könnens. Er zauberte mit seinem Messer mit verblüffend einfacher Technik ganz zauberhafte Apfel- und Kiwi-Kreationen, die als Dekoration eines jeden Süßspeisen-Buffets eine Zierde wären.

Der Nachtisch: Apfel-Himbeer-Crumble. Fotos (5): Karl-Heinz Stier

Kochurkunde für den „Küchenhofstaat"


Nach zweiundeinhalb Stunden Küchenarbeit konnte dann all das verspeist werden, was der „Küchenhofstaat" als willige Helfer zusammen mit den Interconti-Küchenspezialisten getüffelt, gekocht und dekoriert hatte. Das Ergebnis war wahrlich ein Gala-Diner. Man lobte sich gemeinsam für die Eigenproduktionen und als Dank dafür verteilte Lisbet Windsor an jeden eine Koch-Urkunde, worauf sie als

„Lisbet Windsor II
von Gottes Gnaden
Königin des Vereinigten Königreichs
von Frankfurt und Nordend
und der angrenzenden Apfelweingebiete
Oberhaupt des Kommichoderkommichnet
Verteidigerin des Glaubens"


die Teilnahme jedes Einzelnen der Koch-Debütanten-Crew „gnädigst bestätigte".

Das Angebot des Intercontinental Hotel Frankfurt und Bäppi la Belle, einen solch vergnüglichen Kochkurs mit anschließender Verkostung zu besuchen, wendet sich auch künftig an alle fröhlichen Feinschmecker, die Spaß am Kochen haben und gerne einmal einen Blick hinter die Kulissen der Küche eines First-Class-Restaurants werfen möchten.

Diesen sei eine Teilnahme sehr empfohlen. Kostenpunkt pro Person 109 € pro Person, einschließlich typisch3em Windsor Cockteil und ein drei Gänge Menü. Korrespondierende Getränke inklusive. Die nächsten Termine: 24.4./ 26.6./ 18.10./ 11.12.