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Frankfurt und Offenbach leuchten bei der neunten Luminale

Internationale Lichtkunst, bezieht Position zu Aspekten der Stadtgestaltung und zeigt die größte Popcorn-Maschine der Welt - Was geschieht bei der Luminale 2018?           von Ralph Delhees

16.03.18 || altFRANKFURT/OFFENBACH (15. März 2018) - Zum neunten Mal wird Frankfurt und Offenbach die „Luminale" von Sonntag, 18. bis zum 23. März, ihre Besucher besonders in den Abendstunden anziehen, wenn u.a. auf einer Länge von sechs Kilometern in der Stadt ein Light Walk Frankfurt in ein Lichterspektakel versetzt. Zeitgleich zur internationalen Fachmesse Light + Building nimmt die Luminale als beliebte Publikumsveranstaltung in Frankfurt und Offenbach die Anwesenheit von Fachexperten und Künstlern aus dem In- und Ausland zum Anlass für einen interdisziplinären Diskurs über Stadt und Zukunft, der gesellschaftliche, soziale, ökologische, technologische und künstlerische Aspekte einbezieht.

altOB Feldmann und Schirmherr (links ) und Videokünstler Philipp Geist bei der Vorstellung des Luminale-Programm. Foto: Karl-Heinz Stier

Die Luminale 2018 befindet sich jetzt wenige Tage vor der Eröffnung auf der Zielgeraden. Die letzten Monate haben gezeigt, dass die neue inhaltliche Ausrichtung als Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung bei Mitwirkenden und in der Öffentlichkeit auf große Resonanz gestoßen ist. Aktuell stehen 149 Projekte und Lichtkunstwerke in den Startlöchern. Darüber hinaus wird die Luminale mit einem umfangreichen Talk-Programm im Festivalzentrum auch wichtige Impulse für eine moderne und nachhaltige urbane Entwicklung setzen.

Über Kunst, Künstler, Konferenzprogramm und weitere Luminale-Höhepunkte informieren jetzt Oberbürgermeister und Luminale-Schirmherr Peter Feldmann, Iris Jeglitza-Moshage, Chief of Communications, Geschäftsleitung der Messe Frankfurt GmbH, Isa Rekkab, Festivaldirektorin, Philipp Geist, Lichtkünstler und Luminale-Teilnehmer.

altDie Luminale 2018 in Zahlen

149 Projekte stehen in den fünf Festivalkategorien ART, COMMUNITY, STUDY, SOLUTIONS und BETTER CITY auf dem Programm. Allein die Kategorie ART, in der ein siebenköpfiges Experten-Kuratorium das Programmteam unterstützt, vereint 30 herausragende Lichtkunst-Projekte und künstlerische Arbeiten im Spannungsfeld von Licht und Stadt. Darüber hinaus wird die Luminale aber auch wichtige Impulse für eine moderne und nachhaltige Stadtgestaltung setzen. Schirmherr Oberbürgermeister PeterFeldmann, zeigte sich über das Konzept überzeugt: „Das neue Konzept hat dem Festival eine neue Qualität beschert. Die Luminale 2018 verknüpft nachhaltig künstlerische Inszenierungen, technologische Entwicklung und sinnvollegesellschaftliche Ziele miteinander und schärft das Profil unserer Stadt als Vorreiter moderner Stadtentwicklung".

Zur Eröffnung bitte Lichtspektakel mitbringen und eine filmische Deutschland-Premiere Sonntagabend


Für Sonntag, 18. Marz, sind alle Frankfurter und Gäste um 19.30 Uhr auf den Römerberg zur Eröffnung der Luminale, die von einem Grußwort des Schirmherrn der Luminale, OB Peter Feldmann eröffnet wird, eingeladen. Die Hessenschau ist live dabei, wenn der Videokünstler Philipp Geist am Römer das Licht anschaltet. Alle Besucher sind eingeladen, mit Lichtobjekten aller Art - Lampions, Taschenlampen, leuchtenden Schnürsenkel, LEDSpielzeug, Kerzen, Knicklichtern usw. - zahlreich zu erscheinen.

Am Eröffnungsabend steht eine Deutschland-Premiere auf dem Programm. Im Rahmen der Kinoreihe MOVIE ART N EAT präsentiert das Kulturhaus Frankfurt die Dokumentation „NEON - FEEL THE GLOW", eine Liebeserklärung an die schlanken, matten Leuchtstoffröhren. Die Kategorie SOLUTIONS wird maßgeblich von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main unterstützt.


Donnerstagabend, 22. März, stehen dann alle Kinder und Schüler mit ihren Eltern bei dem Lichterumzug „Mobile Lichtcluster" im Mittelpunkt. Treffpunkt ist 19.45 Uhr am Eisernen Steg, Sachsenhäuser Seite. Der Umzug geht ca. eine Stunde.

Alten Oper erstmals Spielstätte der Luminale


Mit dem Römer, der Alten Oper, der Europäischen Zentralbank, der St. Katharinenkirche und dem Eisernen Steg werden gleich fünf der wichtigsten Frankfurter Sehenswürdigkeiten zum Ort künstlerischer Auseinandersetzung mit Licht und Stadt in vielfältiger Form. Philipp Geist inszeniert den Römer als begehbare Lichtinstallation, das italienische Künstlerkollektiv Karmachina beleuchtet in einer Videomapping-Show die Geschichte der Alten Oper, die erstmalig Spielstätte der Luminale ist. Die Bremer Kreativschmiede Urbanscreen wird mit dem Illustrator Andreas Preis die Fassade der Europäischen Zentralbank in eine animierte Street-Art-Galerie verwandeln.

altDie Alte Oper erstmals dabei. Foto: Ernst Ludwig Kirchner

Die Wiener Künstlerin Victoria Coeln schafft in der St. Katharinenkirche einen polychromen Lichtraum mit analogen Mitteln. Fabian Thiele nimmt den Baubeginn des Eisernen Stegs vor 150 Jahren zum Anlass für eine Typo-Installation mit einem Gedicht des Frankfurter Mundartdichters Friedrich Stoltze.

Light Walk als innerstädtische Galerie


Neu ist u.a. ein Light Walk, der 35 künstlerische Arbeiten aus allen Kategorien zu einer innerstädtischen Galerie der Lichtkunst zusammenfasst, und Wahrzeichen sowie Denkmäler mit unentdeckten und abseitigen Orten verbindet.

Interessierte können den Light Walk in zahlreichen Führungen erkunden. Die kompakten Spaziergänge verbinden Stadtgeschichte mit aufregender Lichtkunst. Selbst alteingesessene Frankfurter erhalten so einen völlig neuen Blick auf ihre Stadt. Gäste aus dem In- und Ausland können Frankfurt abseits der üblichen Reiseführer-Tipps entdecken.

Dem neuen inhaltlichen Konzept der Luminale als „Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung" folgend, beziehen viele der eingereichten Arbeiten Position zu stadtgestalterischen Themen.

Das URBAN CLIMATE CANOPY wurde in Zusammenarbeit mit Masterstudenten der TU Münch en an der Schnittstelle von Lehre und Forschung entwickelt, und greift als Installation, Überdachung oder Stadtmöbel raumbildend und Klima modulierend in den öffentlichen Raum ein. Im Projekt „Licht an" erhellt Jens Schader neun als unsicher wahrgenommene „Dunkelorte" inmitten der früher als Problemviertel bekannten Hochhaussiedlung am Ben-Gurion-Ring durch unterschiedlichste leuchtende Elemente.

altDie Katharinenkirche wird zum Lichtraum. Foto: Atelier Coeln

COMMUNITY mit insgesamt 89 Projekten


Die Kategorie COMMUNITY bündelt das vielfältige Luminale-Programm der Frankfurter und Offenbacher Kreativszene und lässt Raum für Innovationen, Experimente und Improvisationen. Museen, Ateliers, Szenetreffs, Stadtteilinitiativen, Religionsgemeinschaften und Vereine organisieren Ausstellungen, Veranstaltungen und Kunstprojekte. „Diese tiefe Verwurzelung der Luminale in der Stadtgesellschaft ist wirklich einzigartig", sagt Luminale-Leiterin Isa Rekkab. Das beweisen nicht nur die 89 Projekte in diesem damit umfangreichsten Luminale-Segment.

altDer Römer ganz im Farbenspiel, mit vielen Grafiken und Schriften (im Nachtrag). Foto: Ralph Delhees

Allein im ATELIERFRANKFURT werden rund 1.000 Quadratmeter Fläche mit neun Installationen,Performances, Lichtskulpturen und Videoarbeiten bespielt. Das Atelier- und Ausstellungshaus beherbergt rund 130 Ateliers und bietet flexible Freiräume für künstlerische Projekte, Veranstaltungen und (Denk-) Experimente.

Eine interaktive Fassadenprojektion mit hohem Spaßfaktor ist das Projekt „Popcorn" von Wirz & Hafner in Kooperation mit Meso, Frankfurt: Die größte Popcornmaschine der Welt! Die Besucher klatschen in die Hände und produzieren damit Popcorn. Je mehr sie klatschen, umso mehr Popcorn wird auf der Fassade „produziert". Viele Menschen bringen die Maschine zum Überkochen.

SOLUTIONS: Impulse für Stadtgestaltung


Um Stadt und Zukunft geht es im SOLUTIONS-Programm im Luminale-Festivalzentrum im Instituto Cervantes.Schwerpunkte der fünf Themenabende sind Umwelt, Architektur, Sicherheit, Menschen und Licht. Der Spannungsbogen reicht vom Globalen zum Lokalen, von wissenschaftlicher Theorie zur Praxis des täglichen Lebens, von der Vergangenheit in die Zukunft.

altDie Frankfurter Dom-Römer-Fassade im Lichterglanz und Wortsammlung noch vor der Eröffnung  der Luminale. Foto: Philipp Geist VG BILD Kunst

Wissenschaftler, Visionäre, Künstler und Regisseure treten mit Frankfurter Stadt-Engagierten in einen spannenden Diskurs zum jeweiligen Thema. Zum international hochkarätig besetzten Symposium Stadtlicht in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences werden u.a. Mark Major (Speirs+Major), Charles Stone (Fisher Marantz Stone) und Roger Narboni (Concepto) erwartet.

Mehr unter: www.luminale-frankfurt.de

Luminale in den Frankfurter Stadtteilen

Luminale 2018 in Frankfurt-Niederursel soll Menschen Mut machen


„Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug" Dieses Zitat der Schriftstellerin Hilde Domin ist der Leitspruch, der über dem Luminale-Projekt vom 18.-23.März in der evangelischen Kirche Niederursel steht. Abseits der City-Skyline soll ein Zusammenspiel aus Bild, Licht und Ton den achteckigen Gottesraum füllen und Impulse für den Alltag geben, den Menschen Mut machen, die hier zwischen Niederurseler Fachwerk und Nordweststadt-Hochhäusern leben.

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Farbenspektakel am Römer (im Nachtrag). Foto: Ralph Delhees

An zwei Abenden, am 18. und 23. März, erleben die Besucher in der einzigartigen Niederurseler Kirche das Wirken der Exilantin und Jüdin Hilde Domin sowie des polnischen Arztes und Kinderbuchautors Janusz Korczak. Neben diesen historischen Persönlichkeiten sind Frankfurter Menschen der Gegenwart mit ihren Geschichten und Gefühlen Teil der Installation, sowie die von Martin Elsässer erbaute Kirche selbst. Sie wurde gerade erst in ihren ursprünglichen Bauhaus-Zustand zurückversetzt und steht ebenfalls für Aufbruch und Mut.

An den übrigen Abenden wird eine Aufzeichnung als 20minütige Installations-Schleife in der Kirche abgespielt, die von den Besuchern selbst gestartet werden kann.

„Mit der Installation in Niederursel wird die Luminale 2018 nicht ein Lichtermeer in der City, sondern mehr als Lichter in der City." Die Organisatoren wollen abseits der angestrahlten City-Skyline in Niederursel für Vertrauen werben, ein Kunstprojekt dicht an die Menschen bringen und Mehrwert bieten.
Das Organisations-Team um Lichtkünstler Ralf Tjabben, Pfarrer Michael Stichling, Historikerin Nora Hilgert und Journalist Jörg Hartema steht für Details und Interviews gerne zur Verfügung.

Termine Luminale 2018 in der Kirche Niederursel 18.- 23.März in der Übersicht:


18. März - 19.30 Uhr Konzert (Eintritt 10 Euro) und 21-24.00 Uhr Installation
19. bis 22. März - 20-24 Uhr offene Installation alle 20 Minuten, kostenfrei
23. März - 20 Uhr Konzert (Eintritt 10 Euro) und 21-24.00 Uhr Installation

altFreitag, 23.03.2018, 20 + 21 Uhr: Ensemble Sound of Spirit(unser nebenstehendes Bild) singt Folk, Film & FantasyAbschluss-Konzert im Rahmen der Luminale 2018 - „Licht an! Der Bügel - heller als ihr denkt"
Katholische Kirche St. Lioba, Ben-Gurion-Ring 16 A, 60437 Frankfurt-Bonames

Zum Abschluss der Luminale 2018 im Frankfurter Stadtteil Bonames „Licht an! Der Bügel - heller
als ihr denkt" findet am Freitag, 23.03.2018, 20 + 21 Uhr, ein Konzert mit den Ensemble „Sound of
Spirit" in der Katholischen Kirche St. Lioba, Ben-Gurion-Ring 16 A, 60437 Frankfurt am Main, statt.

So wie die neun „Dunkelorte" in und um den Park im Stadtteil Bonames mit einer Lichtinstallationen vom 18.3. - 23.3.18 erhellt werden, so möchten die fünf Musikerinnen und Musiker Mayumi Nakano, Sabine Rupp und Karl-Heinz Krause (Gesang), Lucia Ahn (Violine) und Hanna Yang (Klavier) mit ihrer Stückauswahl aus dem Bereich Folk, Film und Fantasy zeigen, dass Licht und Dunkelheit keine Gegensätze sind, die einander ausschließen.

Denn wenn sich die Dämmerung über die Stadt und die Natur legt und die Hektik des Tages langsam
verebbt, können wir oft erst zu uns selbst kommen und unser inneres Licht beginnt wieder zu
leuchten. Deshalb lässt gerade diese magische Zeit zwischen Tag und Nacht unsere Gedanken
fliegen, wie kleine Lichter am Himmel. Nicht selten finden sich Lösungen für scheinbar Unlösbares
und die langen Schatten, die so manchen Tag begleiten, verschwinden.

Auf dem Programm stehen u.a. "Come in from the Firefly Darkness", "Eisblumen", "At Twilight",
„The Voice" (Celtic Woman), „The last Unicorn" (America), „Dark Night of The Soul" (Loreena
McKennitt) und "Nella Fantasia" (Ennio Morricone). Instrumentalstücke wie „Windancer" (Secret
Garden) und „Kiss the Rain" (Yiruma) ergänzen das Programm.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos unter www.sound-of-spirit-frankfurt.de und
http://luminale-frankfurt.de/projekte/licht-an/