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Saubere Stadt: Müllsammelaktionen sensibilisieren für Abfallvermeidung und Ressourcenschutz

Umweltstaatssekretärin Dr. Tappeser besuchte Schwalbach am Taunus wo über 100 Mülleinsammler zum „Sauberen Herbstputz" zusammen kamen - Zur Abfallvermeidung den BecherBonus annehmen          von Ralph Delhees

27.10.16 || SCHWALBACH am TAUNUS/HESSEN (27. Oktober 2016) - In diesen Tagen läuft noch bis 30. Oktober in ganz Hessen die Kampagne „Sauberhaften Herbstputz", die gestern vom „Sauberhaften Geschäftstag" getragen wurde und Wochenende von Bürgern, Vereinen und Organisationen weitergeführt wird. Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Tappeser besucht gestern aus Anlass der Kampagne „Sauberhaften Herbstputz" Schwalbach am Taunus, und gemeinsam mit Bürgermeisterin Christiane Augsburger präsentierte sie das Ergebnis der Müllsammelaktion in Schwalbach. Zusammengefunden hatten sich mehr als 100 Müllsammlerinnen und -sammler aus den Unternehmen Procter & Gamble, Continental und Samsung, aus der Stadtverwaltung, dem Evangelische Kindergarten und der Georg-Kerscher-Schule, die mit roten Mülltüten und Greifzangen unterwegs waren. Sie alle hatten sich an der Donnerstagaktion beteiligt für eine „saubere Stadt". Mit der hessenweiten Kampagne „Sauberhaftes Hessen" soll die Bürgerschaft hessenweit sensibilisiert werden für Abfallvermeidung und Ressourcenschutz.

altRund 100 kamen zur Müllsammelaktion, die unter dem Motto "Sauberhafter Geschäftstag" stand. Einen Teil der beteiligten Firmenmitarbeiter, Schüler und Kindergartenkinder zeigt unser Bild aus der Vogelperspektive

„Mit Ihrem Engagement sind Sie alle Vorbilder und Botschafter für mehr Achtsamkeit und Umweltbewusstsein", honorierte die Staatssekretärin den Einsatz der Teilnehmer beim „Sauberhaften Herbstputz" in Schwalbach am Taunus gestern auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. „Gemeinsam mit tausenden anderen hessischen Sammlerinnen und Sammlern zeigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Schwalbach am Taunus, dass man mit Bürgerengagement viel bewegen kann", so die Staatssekretärin.

Bürgermeisterin Christiane Augsburger, dankte allen Teilnehmern und den Organisatorinnen aus dem eigenen Haus, und erinnerte daran, dass mit der „heutigen Aktion „Sauberhafter Geschäftstag", wie sie es nannte, ein Zeichen gesetzt werde: „Wir sind uns nicht zu schade aktiv am Umweltschutz mitzuwirken, damit es vor unserer Haustür sauber ist". Um eine saubere Stadt, so Augsburger, sei man Tag täglich bemüht, es sei „eine Sisyphusarbeit", die nur mit einem aktiven Umfeld bewältigt werden könne.

altUmweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser während ihrer Ansprache

„Jede und jeder kann sich für Abfallvermeidung und Ressourcenschutz einsetzen. Das zeigt unsere Kampagne ‚Sauberhaftes Hessen‘ auf beeindruckende Weise", sagte gestern Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser bei ihrem Besuch. Ob Freiwillige Feuerwehr, lokale Naturschutzgruppe, Unternehmensbelegschaft, Schulen, Kindergärten oder Familien -ganz unterschiedliche Gruppen sind in der diesjährigen Herbstputzwoche unterwegs, um in zahlreichen Kommunen Straßen, Plätze und Grünflächen von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien.

Insgesamt haben Vereine, Schulen, Kommunen oder Unternehmen mehr als 30 Aktionen in ganz Hessen beim Sauberhaften Herbstputz registriert. Neben den seit Jahren bewährten Sammelaktionen wurden in diesem Jahr auch nachahmenswerte Beispiele zu Abfallvermeidung wie Repair-Cafés oder Secondhand-Warenhäuser gesucht und auf der Homepage der Kampagne als Best-Practice Beispiele vorgestellt.

altBis zum Abschluss der Aktion am Donnerstag war der Wagen mehr als vollgeladen

Ziel der Kampagne „Sauberhaftes Hessen" ist es, das Bewusstsein für eine intakte Umwelt, den Wert von Ressourcen und die Wichtigkeit von Abfallvermeidung zu schärfen. „Müll in den Mülleimer statt auf die Straße zu werfen, einen wiederverwendbaren statt einen Wegwerfbecher zu nutzen, alte Handys abzugeben statt sie in der Schublade zu horten und den Jutebeutel zum Einkauf mitzunehmen statt die hundertste Plastiktüte zu verbrauchen: Das sind einfache Dinge, die wir jeden Tag umsetzen können. Ich bin froh, dass wir beim Herbstputz gemeinsam dafür werben", erklärte Dr. Tappeser abschließend.

Umweltschutz fängt mit den „Kleinen" an


altSchwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger mit dem zuvor überreichten "BecherBonus" durch Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser. Fotos (4): Ralph Delhees

Getränkedose, Kunststoffflaschen, Papp- und Kunststoffkartonagen von Fast Food, Zigarettenstummel, Coffee to go Becher und andres mehr gehören in die Tonne und nicht an den Straßenrand bzw. auf öffentliche Freiflächen und in den Wald. Die Umwelt zu schützen ist weltweit eines der größten Anliegen der Menschheit, doch der Schutz der Umwelt fängt in den eigenen Vierwänden und vor der Haustür an. Seit Jahren führt die Hessische Landesregierung durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz landesweit die Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen" mit verschiedenen Aktionen durch. Hierzuzählt auch die im Frühjahr von Umweltministerin Priska Hinz gestartete Aktion „BecherBonus" bei dem der Apell ausgegeben wurde: „Bringen Sie Ihren eigenen Becher mit und sprechen Sie in Bäckereien und Cafés den BecherBonus an" (mehr hierzu nachfolgend). Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser wies u.a. auch auf den BecherBonus hin und überreichte Bürgermeisterin Christiane Augsburger einen Becher.

Unterwegs waren als Umweltschützer in diesem Jahr bei der Kampagne „Sauberhafter Schulweg" rund 17.000 hessische Schülerinnen und Schüler von über 130 Schulen. Landesweit bringen die jungen Umweltschützer dabei jedes Jahr rund 20 Tonnen auf die Waage - ein „schwerer" Erfolg für ein Sauberhaftes Hessen.

Von Aarbergen bis Wiesbaden beteiligten sich am diesjährigen Sauberhaften Kindertag im Juni knapp 100 Kitas mit über 2.600 Kindergartenkindern in ganz Hessen. Beim Aufsammeln von leichtfertig weggeworfenen Abfällen machten die 3 bis 6-jährigen Kinder dabei erste Erfahrungen im Naturschutz. Sie lernten dabei, dass jeder - und wenn er noch so klein ist - einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten kann.

Beim „BecherBonus" engagieren sich 22 Firmen mit mehr als 700 Filialen bundesweit


altGrafik: © Hess. Umweltministerium

„Die Resonanz auf die hessische BecherBonus-Initiative ist gut. 22 Unternehmen mit mehr als 700 Filialen in Deutschland nehmen mittlerweile teil", resümierte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser nach rund acht Monaten nach dem Start der Initiative. Ziel sei es, die Initiative weiter zu verbreiten und für die Problematik zu sensibilisieren. Die Sensibilisierung hat gewirkt wie heute zu hören war mit 22 Unternehmen und weiteren Anwärtern in den kommenden Monaten.

Mitmachen und Umwelt und Ressourcen schützen"


Schätzungen zufolge werden bundesweit derzeit insgesamt ca. 2,8 Milliarden Coffee to go-Becher pro Jahr verbraucht, das sind 320.000 Becher pro Stunde. Allein durch diese Einwegbecher entstehen in jedem Jahr in Deutschland ca. 40.000 Tonnen Müll. „Mit dem BecherBonus wollen wir diesen Becher-Müll reduzieren", so begründete es kürzlich Umweltministerin Priska Hinz. Deshalb habe sie im Frühjahr dieses Jahres die Initiative BecherBonus ins Leben gerufen. Bäckereien oder Cafés, die sich anschließen, gewähren einen Preisnachlass von mindestens zehn Cent, wenn ein eigener, wiederverwendbarer Becher mitgebracht wird und machen dies Kundinnen und Kunden kenntlich.

Unternehmen werden unterstützt


„Wir unterstützen die Unternehmen durch Informationsmaterialien und eine Handlungshilfe zu hygienischen Fragestellungen", erklärte die Ministerin. „Die Idee ist, dass alle profitieren: Die Kundinnen und Kunden durch den Preisnachlass, die Unternehmer durch Materialeinsparung und Imagegewinn und die Umwelt durch Müllvermeidung und Ressourcenschutz", so Priska Hinz.

Um die Initiative bekannter zu machen, spricht das Umweltministerium weiterhin Unternehmen an und stelle u.a. die Initiative erfolgreich beim 4. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit am 22. September vor. „Wir brauchen gemeinsames Engagement. Deshalb mein Appell: Bringen Sie Ihren eigenen Becher mit und sprechen Sie in Bäckereien und Cafés den BecherBonus an", sagte die Umweltministerin.