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Die erste Biokartoffel der Sorte „Anuschka“ gelesen

Bio-Produkte aus Betrieben in Bruchköbel - Ministerin in Fleischerei und auf dem Feld- Gute Kartoffelernte erwartet - Vermarktung von „Echt Hessisch"            von Karl-Heinz Stier

26.08.17 || altaltBRUCHKÖBEL (25. August 2017) - Die bessere Vermarktung regionaler und ökologisch erzeugter Produkte hat sich das Landwirtschaftsministerium in Wiesbaden zum Ziel weiterer Aktionen gesetzt. In Zusammenarbeit mit der Aktionsgemeinschaft „Echt hessisch" und „Gutes aus Hessen" sollen die hessischen Verbraucher verstärkt erfahren, woher die Lebensmittel kommen und ob deren Produktion auf natürlichen Lebensgrundlagen beruht. Ein Anlass dazu war die Eröffnung der Kartoffelsaison auf dem Biobetrieb Ackerlei in Bruchköbel durch Landwirtschaftsministerin Priska Hinz. „Wir wollen eine multifunktional ausgerichtete Landwirtschaft, die weiterhin bäuerlich, verbrauchernah, wettbewerbsfähig und umweltschonend ist", sagte die Ministerin beim Lesen der ersten Biokartoffel der Sorte „Anuschka" der Familie Zell. Der Betrieb ist mit dem Biosiegel „Hessen" zertifiziert und vermarktet seine Produkte in Hofläden, auf Wochenmärkten und im Lebensmitteleinzelhandel.

Bio-Kartoffelsaisoneröffnung mit v.l.n.r.: Thomas Zell von Ackerlei Bruchköbel, Thomas Kunz Bauernverbands-Vize in Hessen, Ministerin Hinz und Kartoffelkönigin Lisa I. Foto: Gutes aus Hessen

Zugleich nahm sie die Eröffnung der diesjährigen Kartoffelsaison zum Anlass, von einem „guten Jahr für die Kartoffel" zu sprechen. Der Regen sei meist zur richtigen Zeit gekommen, die Verluste seien insgesamt gering gewesen. Die Knolle wird in Hessen von 2.150 Betrieben auf rund 4.000 Hektar angebaut, bei den Ökobetrieben sind es gerade mal zehn Prozent der Betriebe und der Anbaufläche. Zurückgegangen ist in den vergangenen Jahrzehnten der Verbrauch des nährreichen Nahrungsmittels. Die Odenwälder Kartoffelkönigin Lisa I. wies auf die Vielfalt der Kartoffel mit ihren 5.000 verschiedenen Sorten in allen möglichen Farben hin. Sie enthielten reichlich Vitamine und Mineralstoffe. „Man kann sogar aus den Sorten „Violetta", „Rote Emmalie" und „Mayan Gold" einen schwarz-rot-goldenen Kartoffelsalat zaubern".

Vermarktung regionaler Produkte: Frankfurter Bio-Würstchen und hessisches Lammfleisch


altaltLammhaltung in der Wetterau und Frankfurter Würstchen mit Bio-Siegel

Zuvor steuerte Ministerin Hinz mit ihrer Ministeriumsequipe einen weiteren Betrieb in Bruckköbel an: Die Fleischerei Eidmann. Das Familienunternehmen in der fünften Generation (gegründet 1913) produziert „feinste Wurst- und Fleischprodukte" und legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und den Umgang mit natürlichen Ressourcen. Wichtig ist Seniorchef Karl Eidmann eine regionale Wertschöpfungskette von der Landwirtschaft bis zum Handel. Seine Besonderheit: das Lammfleisch kommt frisch von Schäfern aus dem Vogelsberg und der Wetterau. Die Weidelämmer ernähren sich neben Muttermilch auch von zahlreichen Wildkräutern. Das Lammfleisch wird auch in Rewe-Märkten verkauft.

altDie Fleischerei Eidmann in Bruchköbel Fotos (3): Karl-Heinz Stier

Als reiner Produktionsbetrieb ist der Betrieb Eidmann an einem weiteren Vermarktungsprojekt von „Echt Hessisch" und Gutes aus Hessen" beteiligt. Er verkauft die ersten Frankfurter Bio-Würstchen und die original Frankfurter Rindswurst bundesweit - auch beim Discounter ALDI, ob als Glaskonserve oder Bio-Glaskonserve oder im Einzelhandel auch frisch. Das Fleisch kommt von Schweinen des Naturlandbetrieb Hofgut Marienborn. Seine Geschäftsphilosophie scheint ihm recht zu geben: „Wir wachsen jährlich in zweistelligem Bereich und haben für den Export auch die Japanzulassung für Konserven".