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Marktbericht belegt für Bad Homburg steigende Preise bei Immobilien

Neubauwohnungen sind seit  2009 um 7 Prozent gestiegen und liegen im Durchschnitt bei 3.700 Euro/m² und beim Wiederverkauf  bei 1.860 Euro/m²

20.09.11 || altBAD HOMBURG (20. September 2011) - Erstmalig stellt der zuständige Gutachterausschuss für den Bereich der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe eine Auswertung aller vorliegenden Grundstücks-Kaufverträge vor. Der Vorsitzende des Ausschusses, Dr.-Ing. Werner Frohwein, stellte die grundlegende Übersicht über den Grundstücksmarkt gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Korwisi in einer Pressekonferenz vor. „Der Immobilienmarktbericht 2011 fördert die Transparenz auf dem Grundstücksmarkt und liefert wertrelevante Daten", erläuterte Frohwein.

Korwisi wies auf die durch den Bericht bestätigte Tendenz zu höheren Preisen für Immobilien in der Stadt hin. „Der Immobilienmarktbericht belegt den Trend nach oben. Die ausgewerteten Daten bestätigen deshalb auch, wie richtig die Stadt liegt, wenn sie preiswerten Wohnraum in Bad Homburg möglich macht", so Korwisi und wies auf Überlegungen zur Nutzung des Lilly-Geländes hin.

Grundlage für den Bericht ist eine seit mehreren Jahren digital geführte Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses. Neben der bereits regelmäßig veröffentlichten Bodenrichtwertkarte (seit 2011 kostenfrei unter www.bad-homburg.de) werden damit Umsatzzahlen, durchschnittlich gezahlte Bodenpreise für bebaute und unbebaute Grundstücke sowie durchschnittliche Kaufpreise für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und weitere Objekte bekannt gegeben.

So lag in den sechs Stadtteilen der Geldumsatz in 2010 bei 163,1 Millionen Euro. Dabei wurden rund 144.000 Quadratmeter unbebaute und rund 149.000 Quadratmeter bebaute Grundstücke in der Fläche veräußert. Insgesamt lagen für 2010 dem Gutachterausschuss 529 Kaufverträge zur Auswertung vor.

Davon entfielen alleine 290 Kauffälle auf den Eigentumswechsel im Wohnungseigentum, was gegenüber 2009 eine Zunahme von 17 Prozent bedeutet. Eine Differenzierung der Eigentumswohnungen nach Baujahr zeigt eine überwiegend altersabhängige Abstufung der Kaufpreise, ohne dass zwischen Erstbezug und Wiederverkauf starke Wertverluste erkennbar wären. Auffällig ist auch, dass mit zunehmender Wohnungsgröße der durchschnittliche Quadratmeter-Preis einer Eigentumswohnung stetig steigt. Demzufolge besteht Nachfrage seitens kaufkräftiger Kunden nach hochwertig ausgestatteten Wohnungen in bevorzugter Wohnlage.

Im Durchschnitt wurden für Neubauwohnungen 3.700 Euro/m² und bei Wiederverkaufsobjekten 1.860 Euro/m² gezahlt. Die mittlere Wohnungsgröße im Neubau lag bei 112,6 Quadratmeter. Gegenüber 2009 haben sich Neubauwohnungen um 7,0 Prozent verteuert, während der Wiederverkauf leicht rückläufig war.

Bei 66 Kauffällen wurde das klassische freistehende Einfamilienhaus im Mittel (734 Quadratmeter Grundstücksgröße / 173 Quadratmeter Wohnfläche) zu 631.000 Euro gehandelt. Bei Reihenmittelhäusern (300 Quadratmeter Grundstücksgröße / 122 Quadratmeter Wohnfläche) betrug der mittlere Kaufpreis 337.000 Euro. Reihenendhäuser erzielten 10,4 Prozent höhere Preise als Reihenmittelhäuser. Insgesamt haben sich Einfamilienhäuser (113 Kauffälle) gegenüber 2009 um 5,6 Prozent verteuert.

Möchte jemand sein eigenes Wohnhaus errichten, zahlt er derzeit 610 Euro/m² und somit einen um 20 Prozent gestiegenen Preis gegenüber 2009 für erschlossenes Wohnbauland. Ein Blick auf die Bodenrichtwerte zum Stichtag: 1. Januar 2010 zeigt, dass in mittleren Lagen Bad Homburgs im Durchschnitt rund 550 Euro/m² und in sehr guten Lagen rund 800 Euro/m² für Wohnbauflächen gezahlt werden. Da derartige Flächen in der Regel bebaut sind, beruhen die Bodenrichtwerte auf der Fiktion eines unbebauten Grundstückes.

Alles in allem zeigt die Preisentwicklung bei Wohnbauland, Erstbezug im Wohnungseigentum und bei Einfamilienhäusern nach Jahren weitgehender Stagnation wieder erkennbar nach oben.

Für landwirtschaftliche Nutzung werden seit Jahren rund 7 Euro/m² (2010: 7,9 Euro/m²) und für Gartenland in 2010 sogar 28 Euro/m² gezahlt.

Im gewerblichen Bereich ist die Zahl der Kauffälle eher gering und aufgrund der Individualität der Objekte keine verlässliche Tendenz für Bad Homburg anzugeben.

Im Einzelfall wird Interessierten empfohlen, die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses zu kontaktieren. Auskunft gibt deren Leiter Ralf Gehrsitz: telefonisch unter 06172/100-1500 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

In der Geschäftsstelle kann eine Druckausgabe des Marktberichtes 2011 für 30 Euro und im pdf-Format für 25 Euro erworben werden.

Die Geschäftsstelle erteilt zudem Auskünfte über Bodenrichtwerte oder Auszüge aus der Kaufpreissammlung. Ebenso kann die Erstellung von Verkehrswertgutachten in Auftrag gegeben werden. Die dafür zuständigen Gutachter des Ausschusses verfügen über originär ausgewertete Kaufpreise und sind als hochqualifiziertes Gremium gutachterlich unabhängig. (ps/ksbhg)

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