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150 Jahre städtische Realschule für Knaben – und weitere Jubiläen in 2012

Vor 150 Jahren verstarb der Dichter Aloys Henninger der Oberursels erste moderne Zeitung, den „Taunuswächter", gründete - Freibad besteht seit 75 Jahren

03.01.12 || altOBERURSEL (02. Januar 2012) Guter Tradition folgend, hat das Stadtarchiv auch in diesem Jahr in seinen Unterlagen nach „runden" Jubiläen gesucht. Für Ergänzungen zu 25-, 50-, 75-, 100-jährigen Jubiläen usw. ist das Stadtarchiv dankbar.

Absoluter „Alterspräsident" ist das heutige Gymnasium, das sich aus der Realschule für Knaben entwickelte. Am 3. November 1862 erhielt Oberursel nach rund 40 Jahren Vakanz wieder eine höhere Schule, die „städtische Realschule für Knaben". Die Schule wurde 1876 mit der Volksschule vereinigt. Der „Vereinigten Volks- und Realschule" blieb zunächst sowohl eine Anerkennung der Realschule als Höhere Schule als auch die Trennung beider Schulen und Gründung eines Realprogymnasiums oder Realgymnasiums verwehrt. Erst 1910 wurde die ministerielle Genehmigung für die Einrichtung einer Realschule nach preußischem Muster mit Wirkung vom 1.04.1911 erteilt. Erst 1916 folgte die lang ersehnte Anerkennung als Oberrealschule. 1956 führte die Schule den Namen „Gymnasium Oberursel (Taunus)" und als Gymnasium Oberursel firmiert sie auch heutzutage wieder.

Kennen Sie das alte Postamt in der Oberhöchstadter Straße Nr. 5? Es ist 100 Jahre alt und wurde am 1. Oktober 1912 eingeweiht. Die Grundsteinlegung für das neben dem damaligen Lyzeum (heute: Polizeistation) gelegene Gebäude fand am 26. Juli 1911 statt. Noch heute ziert das Haus die Inschrift „Kaiserliches Postamt". Mit dem Umzug wechselte die Post vom Haus Lindenstraße/Oberhöchstädter Straße in das gegenüberliegende, neu errichtete Gebäude. Eine Bronzetafel am, seit 1987 von der VHS genutzten, Gebäude erinnert an Wilhelm Wollenberg, den Mitbegründer des damaligen „Bund für Volksbildung". Die Gedenktafel wurde am 19. Dezember 1987 enthüllt.

Vor 75 Jahren, und zwar am 6. Juni 1937, wurde das städtische „Frei-, Licht- und Luftbad" einge¬weiht. Seit 1903 befand sich ein Stadtbad in der heutigen Grundschule Mitte mit 6 Brause- und 2 Wannenbädern. Doch schwimmen konnte man dort nicht 1926/ 28 plante man, ein Freibad auf dem Gelände an der Straßenbahnhaltestelle Hohemark zu errichten unter Einbeziehung leerstehender Gebäude der ehemaligen Spinnerei Hohemark für Aus- und Ankleideräume. Bekanntlich scheiterte das Projekt. 1934 begannen schließlich die Planierungsarbeiten am Borkenberg. Von 1945 bis 1953 war das Freibad für die Besatzungsmacht beschlag¬nahmt. Das Freibad war in seinem baulichen Bestand und der Technik ständiger Veränderung unterworfen. 1966 musste z.B. der 10-Meter-Springturm wegen Korrosion demontiert werden. Am 1.12.1973 eröffnete das Hallenbad. Und heutzutage? Hallen- und Freibad sind zu einem Politikum geworden.

Der Marktplatzbrunnen mit der Figur der Heiligen Ursula wurde am 17. November 1962 eingeweiht, also vor 50 Jahren. Er war eine Stiftung des Bürger- und Verkehrsvereins Oberursel an die Stadt. Der eiserne Vorgängerbrunnen war 1955 schwer beschädigt worden. Zwar stellte der Künstlerbund Taunus schon 1959 Entwürfe für einen neuen Brunnen vor, doch fand die Grundsteinlegung erst am 1. Juli 1962 statt. Der Bildhauer Harold Winter entwarf das Modell, das unter Mitwirkung des Grafikers Paul Dick verwirklicht wurde.

Und auch vor 25 Jahren waren bemerkenswerte Geschehnisse zu verzeichnen


Eine Gedenktafel wurde am 26. April 1987 auf dem jüdischen Friedhof an der Altkönigstraße enthüllt. Die von Georg Hieronymi geschaffene Gedenktafel erinnert an die Oberurseler jüdische Gemeinde, die von 1862 bis zu ihrer gewaltsamen Auflösung während der nationalsozialistischen Herrschaft existierte.

Seit 1970 veranstaltete der Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberursel e.V. in loser Form Ausstellungen im ehemaligen Amtshaus am Marktplatz. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde dort am 3. Juni 1987 das Vortaunusmuseum als modernes Regionalmuseum neu eröffnet.

Mehrere Persönlichkeiten der Stadtgeschichte könnten ihren runden Geburtstag im Jahr 2012 feiern - wenn sie nicht schon verstorben wären


150 Jahre

August Korf, der Stammvater des Stadtarchivs und der Stadtbücherei, wurde am 8. Juni 1862 in Dünsche/ Westfalen geboren. Er verstarb am 6. März 1936 in Oberursel.

125 Jahre
Der Bildhauer Harold Winter wurde am 9. Dezember 1887 in Frankfurt am Main geboren. Er verstarb am 14. Oktober 1969 in Bad Homburg.

Der nachfolgenden Persönlichkeiten mit runden Sterbedaten sei an dieser Stelle ebenfalls gedacht:


25 Jahre

Der ehemalige Bürgermeister von Oberstedten, Hans Meß, verstarb am 7. Oktober 1987. Geboren wurde er in Darmstadt am 7. Dezember 1909.

150 Jahre

In Heddernheim verstarb der Lehrer und Dichter Aloys Henninger am 30. Juni 1862. Der am 14. Oktober 1814 in Stierstadt gebürtige Dichter gründete unter anderem Oberursels erste moderne Zeitung, den „Taunuswächter".

Einige Vereine können auf runde Gründungsdaten zurückblicken, so z. B.:


125 Jahre Turnverein Oberstedten 1887 e.V.
100 Jahre Sportverein 1912 Oberursel-Bommersheim e.V.
75 Jahre Deutsche Lebens-Rettungs-
Ge¬sellschaft Oberursel e.V. (DLRG)
50 Jahre Verein für Geschichte und Heimat-kunde Oberursel (Taunus) e.V.
25 Jahre Bommersheimer Carneval Verein 1987 e.V.
25 Jahre Guttemplergemeinschaft „Altkönig"
25 Jahre Guttemplergemeinschaft „Taunus-tor"

Mitarbeiter des Stadtarchivs freuen sich über Kontakte jeder Art aus der Bürgerschaft


Haben Sie Anregungen oder Fragen? Die Mitarbei-terinnen des Stadtarchivs freuen sich auf Ihren Besuch, Telefonanruf oder Briefkontakt. Das Stadtarchiv ist zu erreichen in der Schulstraße 32

Montag 8:00-12:00 und 14:00-17:30 Uhr
Mittwoch 8:00-12:00 und 13:00-16:.00 Uhr
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