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"Präsenz zeigen, Beobachten, Melden, Bürgergespräche führen“

Landkreis und Polizeidirektion werben neue Freiwillige Polizeihelferinnen und Polizeihelfer

16.03.12 || altaltHOCHTAUNUSKREIS (16. März 2012) - Mit einem Aufruf an die Adresse interessierter Bürgerinnen und Bürger, starten Landrat Ulrich Krebs und Kriminaldirektor Gerhard Budecker die Werbung um neue Polizeihelferinnen und Polizeihelfer. Der Hochtaunuskreis war Ende 2003 der erste Landkreis in Hessen, der mit dem Land einen Kooperationsvertrag zur Organisation des Freiwilligen Polizeidienstes abgeschlossen hat. „Derzeit sind 15 Polizeihelferinnen und Polizeihelfer im Dienst. Wir haben Bedarf für weitere zehn", so Krebs und Budecker.

„Der Freiwillige Polizeidienst hat sich aus Sicht des Landkreises bewährt", bilanziert der Landrat. Von der Präsenz der Freiwilligen Polizeihelferinnen und Polizeihelfer verspricht sich Krebs auch künftig vor allem eine Verbesserung der objektiven Sicherheitslage im Hochtaunuskreis und des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. „Unsere Erfahrungen mit dem Freiwilligen Polizeidienst sind sehr positiv. Aus diesem Grunde wollen wir hierfür wieder verstärkt werben. Durch ihre Präsenz leisten diese Bürgerinnen und Bürger einen besonderen und wichtigen Beitrag, sie unterstützen die Vollzugspolizei und ermöglichen es ihr sich verstärkt auf ihre Aufgaben der Straftatenverhinderung und -bekämpfung zu konzentrieren", ergänzt Kriminaldirektor Budecker.

Der Freiwillige Polizeidienst soll die Polizeibehörden bei der vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten, bei der Überwachung des Straßenverkehrs, auf Präventivstreife und im Ermittlungsdienst sowie beim Schutz von öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden unterstützen. Das Motto lautet dabei „Präsenz zeigen, Beobachten und Melden, Bürgergespräche führen".

Eingesetzt wurden die Polizeihelferinnen und Polizeihelfer in den letzten Jahren vor allem bei Veranstaltungen wie dem Laternenfest in Bad Homburg, dem Brunnenfest in Oberursel, dem Burgfest in Königstein, dem Laurentiusmarkt in Usingen und dem Hessentag 2011 in Oberursel oder aber auch zur Verkehrslenkung rund um den Feldberg. Durch seine sichtbare Präsenz in den Innenstädten, Wohngebieten und Parkanlagen hat der Freiwillige Polizeidienst das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger erhöht. Gleichzeitig erhielten die Einwohner damit weitere Ansprechpartner. Darüber hinaus haben die ehrenamtlichen Polizeihelferinnen und Polizeihelfer mitgeholfen, die Schulwege insbesondere für die Verkehrsanfänger sicherer zu machen.

Bewerbungen können bis 13. April formlos an die Polizeidirektion Hochtaunus, Saalburgstraße 116, 61350 Bad Homburg, geschickt werden. Stichwort: Freiwilliger Polizeidienst. Jede Bewerberin, jeder Bewerber erhält einen ausführlichen Fragebogen zugesandt, der ausgefüllt an die Polizeidirektion zurückgeschickt werden muss. Geeignete Bewerberinnen und Bewerber werden zu einem Gespräch eingeladen. Während der Bewerbungsfrist schaltet die Polizeidirektion Hochtaunus zu den üblichen Bürozeiten (8.00 - 16.00 Uhr) eine telefonische Info-Hotline unter der Nummer 06172 / 120-222.

Hintergrund Freiwilliger Polizeidienst


Der von der Landesregierung seinerzeit eingeführte Freiwillige Polizeidienst (nicht mit den Hilfspolizisten der Städte und Gemeinden zu verwechseln) bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ehrenamtlich einen aktiven Beitrag zur Stärkung der Inneren Sicherheit zu leisten. Grundlage für den Freiwilligen Polizeidienst ist das vom Landtag im Juni 2000 beschlossene Gesetz für die aktive Bürgerbeteiligung zur Stärkung der Inneren Sicherheit (Hessisches Freiwilligen-Polizeidienst-Gesetz - HFPG). Danach können freiwillige Polizeihelferinnen und Polizeihelfer zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten, zur Überwachung des Straßenverkehrs, für den Streifendienst und zur Sicherung von Gebäuden und öffentlichen Anlagen eingesetzt werden. Der Einsatz des Freiwilligen Polizeidienstes erfolgt auf Veranlassung der Polizeibehörden. Zum Eigenschutz sind die Polizeihelferinnen und Polizeihelfer mit Pfefferspray sowie einem Handy ausgerüstet und werden für ihr Ehrenamt entsprechend ausgebildet.

Die Auswahl der Personen, ihre Ausbildung und Ausstattung obliegen ausschließlich der Polizei. Auch ihr Einsatz kann nur von der Polizeidirektion angeordnet werden - und auch nur dann, wenn keine Gefahr für Leib und Leben besteht. Die Polizeihelferinnen und Polizeihelfer tragen keine Waffen.

Interessierte Personen sollten mindestens 18 und höchstens 65 Jahre alt, körperlich und psychisch gesund sein und einen Schulabschluss und/oder eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen können. Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind eine weitere Voraussetzung. Das Strafregister sollte makellos sein, zumindest keine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen enthalten. Die Ausbildung dauert mindestens 50 Stunden und findet nur innerhalb der arbeitsfreien Zeit der Bewerberin bzw. des Bewerbers statt. Die Aufwandsentschädigung von 7 Euro je Stunde ist steuer- und sozialabgabenfrei. Der Einsatz würde maximal 20 Stunden im Monat betragen. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.polizei.hessen.de oder bei jeder Polizeistation.

Nach dem Gesetz finanzieren die Städte und Gemeinden die Ausbildung (50 Stunden) und den Einsatz (7 Euro je Stunde). Dienstkleidung einschließlich Krawatte und Warnweste und Ausstattung (u.a. Taschenlampe, Pfefferspray, Signalpfeife und Mobiltelefon) bezahlt und stellt das Land.

Die ehrenamtlichen Sicherheitskräfte werden den vier Polizeistationen des Landkreises in Bad Homburg, Oberursel, Königstein und Usingen zugewiesen. Diese setzen die Polizeihelferinnen und Polizeihelfer flächendeckend in Absprache mit den Kommunen, im Rahmen ihrer zugewiesenen Aufgaben, ein. (pr/lkhtk)

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