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Chinesisches Neujahrsfest mit Tanzen und Singen begonnen

Ein buntes Kulturprogramm der Provinz Sichuan faszinierte die Besucher in der Stadthalle           von Iris und Gert Schmidt

02.03.15 || altOBERURSEL (01. Februar 2015) - Zur Feier des Chinesischen Neujahrs hatte der Generalkonsul der Volksrepublik China in Frankfurt, Liang Jianquan, zu einem Empfang und Kulturprogramm in die Oberurseler Stadthalle eingeladen und hieß seine Landsleute und internationalen Gäste herzlich willkommen. Er wünschte allen Anwesenden ein erfolgreiches Jahr und brachte gleichzeitig seine Freude über eine in naher Zukunft geplante Partnerschaft mit Oberursel zum Ausdruck. Auch Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum fand lobende Worte hinsichtlich der gemeinsamen freundschaftlichen Verbindungen.

altaltBürgermeister Hans-Georg Brum und Generalkonsul Liang Jianquan und mit Liedern aus der Provinz Sichuan wurde das chinesische Neujahrsfest eröffnetmit

Eine Künstlergruppe entführte das Publikum mit einem bunten Kulturprogramm der Provinz Sichuan auf der Bühne der Oberurseler Stadthalle in eine ferne Welt. Die Vielfalt der Traditionen und Bräuche ließen durch anmutige Tänze und stimmgewaltige Gesänge vor wunderschöner Landschaftskulisse, die Schönheit und Freundlichkeit der dort vielschichtigen friedlich nebeneinander lebenden Völker erahnen. Das ausführlich und charmant moderierte Programm des Künstlerteams in der Heimatsprache für das chinesische Publikum und deutschsprachig übersetzt, stand unter dem Motto: "Tanzen und Singen für das Glück im neuen Jahr". Die Künstler brachten das durch ihre Darbietung gekonnt zum Ausdruck und wurden mit entsprechend begeistertem Beifall belohnt.

Während wir den Beginn des neuen Jahrs bereits im Januar feierten, wird das Neujahrsfest in China bekanntlich einige Wochen später an mehreren aufeinander folgenden Tagen ausgiebig und fröhlich gefeiert.

Mit Gesang ins neue Jahr und Tanz für Glück im Jahr des Schafs

Am 28. Februar 2015 Jahres rückt das friedliebende "Schaf" (manchmal auch als Ziege bezeichnet) in den Fokus des chinesischen Jahreswechsels und löst damit das vergangene Jahr des stürmischen Pferdes ab. Der Legende nach hatte Buddha einst alle Tiere zu einer großen Feier des Jahresanfangs eingeladen aber nur 12 von ihnen folgten der Einladung. Zur Belohnung für ihre Treue übertrug Buddha jedem von ihnen die Herrschaft für ein Jahr und zwar genau in der Reihenfolge, wie sie tatsächlich erschienen. Daraus entstand das bis heute über 5.000 Jahre alte chinesische Sternzeichensystem.

altTanz der Liebe in Sichuan. Fotos: Iris Schmidt

Jedes Tierkreiszeichen deutet angeblich auf verschiedene Charaktereigenschaften, bestimmte Talente, Neigungen Stärken und Schwächen der darin geborenen Menschen hin. Personen, die im Zeichen des "Schafes" geboren sind, zeichnen sich der Überlieferung zufolge als Menschen mit besonders edlem Moralanspruch aus, gepaart mit Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Bodenständigkeit. Gibt es einmal Streit, bemüht sich das "Schaf" die zankenden Parteien an einen Tisch zu bekommen und um Auseinandersetzungen zu schlichten. Außerdem spielen gesellschaftliche Verpflichtungen in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Wie gut passen diese Eigenschaften wohl gerade jetzt in unsere teilweise konfliktbeladene Zeit!

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