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Tiere gehören nicht in die Manege - Zirkus ohne Affen, Elefanten und Bären

MTK und Hofheim starten Pilotprojekt zum Schutz von wildlebenden Tieren - Erster Kreisbeigeordneter Hielscher fordert "deutschlandweite Verbotsordnung"

30.11.11 || altaltMAIN-TAUNUS-KREIS/HOFHEIM (30. November 2011) - Der Main-Taunus-Kreis und die Stadt Hofheim unterstützen die Entschließung des Bundesrates, wildlebende Tiere in reisenden Zirkusunternehmen zu verbieten. „Eine deutschlandweite Verbotsordnung ist dringend erforderlich und muss möglichst bald von der Bundesregierung beschlossen werden", fordert der Erste Kreisbeigeordnete Hielscher.

Der Kreis und die Stadt hätten daher bereits eine Initiative gestartet, um bestimmte wildlebende Arten zu schützen. Seit Juli 2011 würde der für die Platzvergabe zuständige Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Hofheim keine Zirkusgastspiele auf städtischen Grundstücken gestatten, wenn der Zirkus mit Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörnern oder Flusspferden reist. „Diese Tiere gehören nicht in die Manege, wir setzen daher als erste Kommune in Hessen ein Zeichen gegen diese Art der Tierhaltung", so der Erste Stadtrat Wolfgang Exner.

Nachdem der Bundesrat am Freitag über das Verbot abgestimmt hat, muss die Bundesregierung entscheiden, ob Wildtiere in Zirkussen zulässig sind oder verboten werden sollen. „Bis der Bund eine rechtliche Grundlage geschaffen hat, kann der Kreis Zirkustiere leider nicht ausreichend schützen", so Hielscher.

Die Verantwortlichen der Stadt Hofheim und des Kreises sowie die Landestierschutzbeauftragte hätten daher einen Gestattungsvertrag erarbeitet, in dem eine Vertragsstrafe von 5000 Euro für Verstösse gegen das Mitführ- und Auftrittsverbot von Wildtieren verankert ist. „Damit soll eine nicht artgerechte Haltung der Wildtiere verhindert werden", so Exner.

Wie der Kreisveterinär, Axel Detels, erläutert, ist das viele Reisen mit langen Fahr-, Aufbau- und Abbauzeiten für die Tiere stark belastend. Insbesondere ausreichend große und artgerecht ausgestattete Gehege würden aufgrund der Mobilität nicht zur Verfügung stehen, weshalb sich die Tiere nicht genug bewegen könnten. Allein die Trainingszeiten im Zelt stellten keine ausreichende und vor allem keine selbstbestimmte Betätigung dar. Hierdurch würden die Tiere oft krank, zeigten Verhaltensstörungen oder würden früh sterben. (jw/lkmtk)

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