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Der Energiepass ebz gibt Tipps

„Ausweispflicht" für Wohnungseigentümer

16.01.09 || KRIFTEL (16. Januar 2009) - Seit Anfang des Jahres müssen alle Haus- und Wohnungseigentümer Mietern oder Kaufinteressenten auf Nachfrage einen sogenannten Energiepass vorlegen können. Das Dokument zeigt den Energiebedarf eines Gebäudes und gibt Anhaltspunkte für die zu erwartenden Heizkosten. Bisher galt die Ausweispflicht nur für Wohngebäude, die bis Ende 1965 erbaut wurden. Liegt kein gültiges Dokument vor, drohen Strafzahlungen. Laut der Deutschen Energie-Agentur kann ein fehlender oder nicht vollständiger Ausweis mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro geahndet werden.

Die Gemeinde bzw. die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau) haben ihre „Hausaufgaben" für ihre Mietwohnungen längst gemacht. Da die Ausweispflicht ab 1. Juli 2009 auch für Gebäude gilt, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden, müssen für die öffentlichen Einrichtungen ebenfalls entsprechende Berechnungen erfolgen. Die übernimmt das Energieberatungszentrum Main-Taunus (ebz), mit dem die Gemeinde seit vielen Jahren zusammenarbeitet, besonders auch im Hinblick auf mögliche Energieeinsparungen.

Private Haus- und Wohnungseigentümern können unter zahlreichen Firmen wählen, die die Ausstellung von Energieausweisen anbieten. Das Energieberatungszentrum (ebz) bietet Interessenten in diesem Zusammenhang u.a. in seinen Rathaus-Sprechstunden eine kostenfreie und anbieterunabhängige Initialberatung an und gibt auch Tipps zum Energiesparen. Die nächste Sprechstunde im Krifteler Bürgerhaus findet statt am Mittwoch, 11. Februar von 14 bis 16 Uhr statt. Eine Anmeldung unter der Telefon (06190) 3450 des Energieberatungszentrums Main-Taunus e.V. (ebz) ist in jedem Falle erforderlich. Die Beratungen finden im Erdgeschoss im Raum 3 statt.

Im Rahmen seines seit Mai 2008 bestehenden Angebotes „Online-Ernergieausweis" hat der Energieversorger Mainova nach eigenen Angaben allein schon über 2000 Ausweise ausgestellt, darunter waren gut 1.900 verbrauchsorientierte sowie rund 100 bedarfsorientierte Ausweise. Beim verbrauchsorientierten Ausweis muss der Eigentümer lediglich Angaben zum Gebäude und beispielsweise zum Heizenergie- und Warmwasserverbrauch der vergangenen drei Jahre machen. Die aussagekräftigere, aber auch teurere Version ist der bedarfsorientierte Ausweis, weil er unabhängig vom individuellen Verbrauch auf Basis des Ist-Zustandes des Hauses erstellt wird. Dabei werden auch Heizung, Fenster oder Türen einbezogen. (pkk)

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