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Chancen für einen Bürgermeister“ Westedt nicht schlecht

Sonntag Stihwahl Dirk Westedt:Gerrit Hohmannn „ in der Wein- und Sektstadt gegenüber von Wilhelm Frankfurt

23.05.14 || altHOCHHEIM (22. Mai 2014) - Kelkheims Erster Stadtrat Dirk Westedt, FDP, in der Weinstadt Hochheim am Main jetzt zur Bürgermeisterwahl als „Unabhängiger" angetreten, hat nach dem ersten Wahlgang auf den ersten Blick die besten Chancen, in der Stichwahl am kommenden Sonntag, 25. Mai, neuer Rathauschef zu werden. Im ersten Wahlgang am 11. Mai schaffte er mit weitem Vorsprung den Sprung in die Stichwahl: Er bekam über 42 Prozent der Wählerstimmen. Gerrit Hohmann, Bündnis 90/Die Grünen, liegt nach seinem Sprung in die Stichwahl um rund 15 Prozent zurück.

altZwei, die sich gratulieren können? Im März 2014 gratulierte Erster Stadtrat Dirk Westedt (links) dem neuen Ersten Kreisbeigeordneten Wolfgang Kollmeier (rechts) zum Amtsantritt. Kann nun Kollmeier am 25. Mai Westedt zum Wahlsieg als Bürgermeister in Hochheim gratulieren? Foto: wf

Beide müssen also für sich kräftig hinzugewinnen, damit einer 50 + Prozent schafft. Wahlkenner im Kreis stufen als Wahlchance zum Sieg in der Stichwahl aus dem ersten Wahlgang „mindestens 40 Prozent und mehr" ein. Demnach kann man Westedt als „Favorit" einschätzen. Aber Vorsicht! In Wiesbaden schaffte es OB Dr. Müller in der Stichwahl nicht, seinen Stimmenanteil von rund 48 Prozent aus dem ersten Wahlgang auf 50 + im zweiten zu erhöhen. Er verlor.

Spielt die Europawahl eine Rolle beim Bürgermeister Votum?


Die Betrachtung Wahltag 25. Mai empfiehlt sich: An dem Tag findet auch die Wahl zum Europa-Parlament in der BRD statt. Könnte der in der BRD verbreitete „EU-Verdruss" in Hochheim zu einer geringen Wahlbeteiligung (im bürgerlichen Lager) führen? Oder zieht er die Wahlbeteiligung hoch? Immerhin gingen die Bürger auch an „Muttertag" in Hochheim wählen.

Bürgermeisterin Angelika Munck, FWG, die nach zwei Wahlperioden nicht mehr zur Wiederwahl antrat, wollte und konnte vielleicht auch zuvor nichts über den Ausgang des ersten Wahltags sagen.
Die Lage war zwar mit vier Kandidaten noch übersichtlich, aber der CDU-Kandidat hatte eine Chance und Sympathie, zumindest auch als „Übergangskandidat" für den Wahlerfolg in Betracht zu kommen. Dass er gleich rausfiel, hat überrascht. Damit hat die CDU im Kreis nach der verlorenen Bürgermeisterwahl in Eschborn im Oktober 2013 erneut eine empfindliche Schlappe hinnehmen müssen.

Verteilung der Bürgermeister im Kreis ist bei CDU und SPD jeweils bei fünf


Sollte Westedt gewinnen, ist er zwar als „Unabhängiger" gewählt worden, aber er bleibt seiner Partei FDP erhalten. Wie auch Bürgermeister Mathias Geiger in Eschborn. Damit gewönne die FDP im MTK gleich zweimal hintereinander eine Bürgermeisterwahl mit - und auch noch in zwei großen und bedeutenden Städten des Main-Taunus-Kreises: Im „reichen" Eschborn und in der bedeutenden „Wein- und Sektstadt" des Rheingaus, Hochheim mit 16.800 Einwohnern, die zusätzlich mit ihrem jährlichen „Hochheimer Markt" im Spätherbst nicht nur das Umland anzieht, sondern auch aus Mainz und Rheinland-Pflanz beträchtlich Besucher, Kundschaft und Kaufkraft anzieht.

Die FDP stünde bei einem Wahlsieg Westedt‘s mit in der Reihe der beiden Großparteien, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in den Kreiskommunen zu stellen: Die CDU hält 5 Bürgermeisteren im Kreis in Kelkheim, Liederbach, Bad Soden, Eppstein und Kriftel. Die SPD stellt die fünf Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in der Kreisstadt Hofheim, Hattersheim, Sulzbach, Flörsheim und Schwalbach. Die FDP hätte dann Anteil von Bürgermeisterei in Eschborn und Hochheim. Mit der Kreisstadt hält die SPD das „Flaggschiff" der Städte und Kommunen im Kreis. Mit Eschborn hält die FDP den „Geldsack" des Kreises. Die CDU stellt immerhin den „Landrat". Die Schwergewichte scheinen also auf drei Parteien verteilt im MTK.

Für Kelkheim hätte die Wahl Westedts zum Bürgermeister in Hochheim ebenfalls eine Besonderheit: Bürgermeister Thomas Horn, CDU, durfte nicht Landrat werden, aber er bot mit der Position Erster Stadtrat in Kelkheim zwei Persönlichkeiten (der FDP) beachtlichen Aufstieg: Johannes Baron zum (ehemaligen) Regierungspräsidenten und danach neugewählten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten und Westedt zum Rathauschef in Hochheim. Kreis und Kommunen in ihm behalten ihre Aufstiegswertigkeit. Fast wie eh, als der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Roland Koch, zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt, Landrat Jochen Riebel zum Minister ernannt, Dirk Metz (Wallau) Staatssekretär wurde (alle 1999-2010).

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