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Aufräumarbeiten werden noch Wochen andauern

BM Hußmann: „Zusammenhalt und Wir-Gefühl in der Stadt, wie jetzt von den Gewerbetreibenden demonstriert, können uns optimistisch stimmen"

13.08.14 || altBAD SCHWALBACH (13. August 2014) - Auch am dritten Tag nachdem Tornado, der im gesamten Stadtgebiet schwere Schäden und besonders im Kurpark angerichtet hat, gehen die Aufräumarbeiten konzentriert weiter. Ein erster Fortschritt war gestern, dass gegen 15 Uhr die Rheinstraße wieder für den Straßenverkehr freigegeben wurde. Die Schwerpunkte sind jetzt der Badweg und die Reitallee. In der Reitallee sind mehrere hundert Meter bedeckt mit umgestürzten Bäumen und Ästen. Die Verkehrssicherheit hier wieder herzustellen, bedeutet nicht nur die Straße freizuräumen, sondern auch die Randbereiche zu kontrollieren und zu sichern.

Aktuell wird eingeschätzt, dass die Arbeiten in der Reitallee noch mindestens zwei bis drei Wochen dauern werden. Ein Termin der Fertigstellung und Freigabe für den Verkehr kann heute noch nicht genannt werden.

Auch wenn die Sicherungsmaßnahmen im Stadtgebiet mit Vorrang durchgeführt werden, kommen auch die Aufräumarbeiten im Kurpark voran. Derzeit werden Baumkronen im Stahlbrunnental untersucht und gegebenenfalls lockere Äste herausgeschnitten.

Appel an die Vernunft: Bitte die Absperrungen akzeptieren!


Die eingesetzten Kräfte des städtischen Bauhofs und des Staatsbads, des Forsts und der hinzugezogenen Unternehmen beklagen, dass ein Teil des Personals immer wieder abgestellt werden musste, um uneinsichtige Passanten, die Absperrungen missachteten, von den gefährdeten Bereichen fern zu halten. Sie appellieren an die Vernunft von Einwohnern und Besuchern, die Arbeiten zu unterstützen, indem sie die abgesperrten Bereiche meiden und dadurch auch im Sinne ihrer eigenen Sicherheit handeln. Damit die Arbeiter ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen können, wird jetzt zusätzliches Personal zur Absicherung der Arbeitsbereiche eingesetzt.

Hußmann: „Sammelaktion der Gewerbetreibenden zeigt Zusammenhalt und Wir-Gefühl"


„Absolut einverstanden" zeigt sich Bürgermeister Martin Hußmann damit, dass die Geschäfts- und Gaststätteninhaber seinen Gewinn aus der Stadtwette vom 5. Juli nun statt für Blumen zu Gunsten der Kurparksanierung eingesetzt sehen möchten. Zustimmung und Freude äußerst Hußmann auch zu der Sammelaktion der Einzelhändler und Gastronomen, die bis zu ihrem Sommerschlussfest am 14. September ihre Kunden und Gäste um Spenden bitten und zehn Prozent von den Tageseinnahmen des Sommerschlussfestes spenden wollen. Hußmann: „Das Unwetter hat uns schwer getroffen, und wir werden Kraft und Geld und gute Ideen brauchen, um die Schäden zu beseitigen und unseren Kurpark in neuer Schönheit herzurichten. Zusammenhalt und Wir-Gefühl in der Stadt, wie jetzt von den Gewerbetreibenden demonstriert, können uns optimistisch stimmen."

Spenden für die Sanierung des Kurparks


Zahlreiche Einwohner der Kreis- und Kurstadt, aber auch Unternehmen zeigen sich bereit, die Sanierung des Kurparks durch Spenden zu unterstützen. Die Stadt hat hierfür ein Spendenkonto eingerichtet bei der Naspa mit BLZ 510 500 15, Kontonummer 277 006 607, IBAN DE03 5105 0015 0277 0066 07.
Als Verwendungszweck möchten die Spender bitte eintragen: „Sanierung Kurpark Bad Schwalbach".

Dieses Spendenkonto ist ausschließlich und zweckgebunden für die Sanierung des am 10.August durch einen Tornado schwer beschädigten Kurparks bestimmt. In den kommenden Tagen und Wochen sind hier umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste herauszunehmen, unsicher stehende Bäume nachzufällen und angebrochene Äste herauszuschneiden. Wenn dann ein Überblick über den Zustand des Kurparks besteht, wird die Stadt zusammen mit den Landschaftsarchitekten der Landesgartenschau die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen planen. Derzeit schätzen die Fachleute, dass 40 bis 50 Prozent des Baumbestandes beschädigt wurden.

Die Sicherungs- und Aufräumarbeiten erfordern beträchtlichen Aufwand und werden Kosten zur Folge haben, die die Stadt auf das Äußerste belasten werden. Spenden sind deshalb sehr willkommen. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass sie auf Wunsch Spendenquittungen ausstellt.

Stadt beauftragt keine Firmen für Privateigentümer


Offenbar ist angesichts der Unwetterschäden in Bad Schwalbach nicht nur übergroße Hilfsbereitschaft, sondern auch Geschäftstüchtigkeit aktiviert worden. Jedenfalls berichten bereits Betroffene von Firmen, die ungefragt an sie herantraten, um Schäden an ihren Häusern oder auf ihren Grundstücken zu begutachten und dann mit einem Angebot tätig zu werden bzw. auf einen Auftrag zu setzen. Die Eigentümer wollen nicht behaupten, dass es tatsächlich so ausgesprochen wurde, hatten aber das Empfinden, die Firmenvertreter seien von der Stadt geschickt oder empfohlen worden.

Deshalb macht die Stadt darauf aufmerksam, dass sie keine Firmen beauftragt, Schäden bei Privateigentümern zu begutachten oder zu beseitigen.(em/stbschwab)

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