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Bad Schwalbach will Prädikat „Kneippkurort“ im Marketing einsetzen

Konzeption liegt jetzt vor - Kooperationen zwischen den Bädern ausbauen - Die kneippsche Infrastruktur soll optimiert werden

15.08.14 || altBAD SCHWALBACH (15. August 2014) - Der Stadt Bad Schwalbach wurde in diesem Jahr das Prädikat „Kneippkurort" verliehen. Die Zertifizierung markiert den Abschluss des mehrjährigen Antragsverfahrens und den Anfang für die Nutzung des Prädikats. Sich Kneippkurort nennen zu dürfen, ist für den Ort ein weiteres Qualitätssiegel, welches das noch höherrangige Prädikat „Heilbad" auf das Beste ergänzt. Es gilt nun, das neue Prädikat in die Marketingaktivitäten der Stadt zu implementieren. Gemeinsam mit dem Kneipp-Verein Bad Schwalbach haben die Stadt und der Eigenbetrieb Staatsbad unter Beteiligung der Staatsbad Schlangenbad GmbH eine Konzeption erarbeitet, die zunächst als - jährlich fortzuschreibende - Richtschnur und gemeinsamer Nenner der Akteure dienen wird. Als Zeichen ihrer Zusammenarbeit haben heute Bürgermeister Martin Hußmann, Roswitha Röber für die Staatsbad Schlangenbad GmbH und den Eigenbetrieb Staatsbad Bad Schwalbach sowie Andreas Ott, 1. Vorsitzender des Kneipp-Vereins Bad Schwalbach die Konzeption unterzeichnet.

altDie Zusammenarbeit besiegelten heute mit ihrer Untrschrift unter die gemeinsame Marketingkonzeption Bürgermeister Martin Hußmann (li.), Roswitha Röber und Andreas Ott. Foto: Magistrat der Stadt Bad Schwalbach

BM Hußmann: "Es geht um die Zukunftssicherung des Gesundheits-, Tourismus-, Wirtschafts- und Wohnstandortes" - Image aufwerten


Bürgermeister Martin Hußmann wies darauf hin, dass „die gemeinsamen Anstrengungen auf eine Aufwertung des Gesamtimages von Bad Schwalbach gerichtet sind". Dabei sei Image kein Selbstzweck, sondern diene dazu, attraktiv zu sein für Besucher, Gäste und Rehapatienten, für die Ansiedlung von Unternehmen sowie auch für die Stabilisierung bzw. den Zuwachs an Einwohnern. Es gehe, so Hußmann, um einen Beitrag zur Zukunftssicherung des Gesundheits- und Tourismusstandortes sowie auch des Wirtschafts- und Wohnstandortes Bad Schwalbach.

Kooperationen und die Marke „Die Bäder im Taunus" entwickeln


Roswitha Röber legt besonderes Augenmerk darauf, für die Erfüllung der formulierten Aufgaben die Kooperationen mit Beherbergungsbetrieben und Gastronomie, Gewerbetreibenden, Kliniken und Therapeuten auszubauen. Die Zusammenarbeit in der Region und insbesondere mit Schlangenbad will Röber als Marke „Die Bäder im Taunus" weiter entwickeln. Perspektivisch könne sie sich auch eine Kooperation mit dem Kneipp-Heilbad Bad Camberg vorstellen.

Kompetenz des Kneipp-Vereins nutzen


Zufrieden mit der gemeinsamen Konzeption zeigt sich auch Andreas Ott, weil sie „in bester Manier mit den Zielen des Kneipp-Vereins übereinstimmt" und dessen bereits vorhandenen Aktivitäten und Einrichtungen in den Focus rücke, wie zum Beispiel das sehr umfangreiche Kurs-, Workshop- und Vortragsprogramm, die aktiven Kneipp-Gesundheitstrainer und ausgebildeten Kneipp-Hydrotherapeuten des Kneipp-Vereins und die intensiven Bemühungen um „Kneipp in der Pflege". Ott betonte: „Der Kneipp-Verein bringt sehr gern seine Kompetenz ein und wirkt mit an der Umsetzung der Konzeption. Wir sehen darin auch die Möglichkeit, die Ausstrahlung und das Wirkungsfeld des Kneipp-Vereins zu erweitern."

Was der Maßnahmenkatalog vorsieht


Der Maßnahmenkatalog enthält kurz-, mittel- und langfristige Aufgaben, um Bad Schwalbach als Heilbad und Kneippkurort bekannter zu machen und den Kneippkurort Bad Schwalbach auf allen Ebenen zu implementieren. Die vorhandenen Einrichtungen und Angebote sollen weitergeführt und ausgebaut werden. Die kneippsche Infrastruktur soll optimiert werden, was bedeutet, die fehlenden Einrichtungen mittelfristig zu schaffen bzw. durch Kooperationen bereitzuhalten. Insgesamt soll die Servicequalität für Gäste, Besucher und Nutzer der Einrichtungen und Angebote verbessert werden.

Eröffnung der Kneipp-Saison alljährlich am Geburtstag von Sebastian Kneipp


Der Maßnahmenkatalog enthält beispielsweise, jährlich um den 17. Mai, dem Geburtstag von Sebastian Kneipp, ein Ankneippen als Eröffnung der Kneipp-Saison zu veranstalten, halbjährlich ein Kneipp-Informationsblatt für Vermieter und andere Interessenten herauszugeben, mit einem Schulungsangebot an Vermieter und andere Gewerbetreibende heranzutreten und eine Kindertagesstätte in Bad Schwalbach als Kneipp zertifiziert einzurichten und auszuweisen.

Daneben soll schon bald ein touristisches Pauschalangebot, ein Paket aus Übernachtung, Gastronomie und Kneipp-Anwendungen vorliegen und auch ein Angebot „Tagesausflug zum Kneippkurort Bad Schwalbach" zusammengestellt werden. Alle gedruckten Werbemittel werden bei Neudruck einen Eintrag mit Hinweis auf den Kneippkurort erhalten. Der Stadtbücherei wollen die Marketingpartner Bücher über die Kneippsche Gesundheitspflege zur Verfügung stellen.

Auch ein langfristiges Datum haben die Akteure bereits im Blick, nämlich zum 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp im Jahr 2021 ein großes Fest zu veranstalten.

Wassertretanlage und Armbecken in der Kernstadt errichten


Die geplanten Maßnahmen sind überwiegend mit geringem Kostenaufwand verbunden, so dass sie aus den vorhandenen Budgets getragen werden können. Einzig die Investitionen für eine Wassertretanlage und ein Kneippsches Armbecken erfordern sorgfältige Planung. Hier liegen bereits Ideen auf dem Tisch, und es wird geprüft, ob die Anlagen im Rahmen der Landesgartenschau errichtet werden können. Einig ist man darüber, dass das Thema Kneipp-Gesundheitspflege in die Landesgartenschau zu integrieren ist. Möglicherweise kann dann auch der schon länger diskutierte Kneipp-Weg realisiert werden. (em/stbschwab)

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