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Limeswanderweg als Motor für Regionalentwicklung

Landrat Albers und Dezernent Juhnke sehen Zertifizierung der Route auf einem guten Weg

19.08.09 || RHEINGAU-TAUNUS-KREIS (19. August 2009) - Landrat Burkhard Albers und der Dezernent für das Welterbe Limes, Heinz Juhnke, sehen die Zertifizierung des Limes Wanderweges auf einem guten Weg. Albers: „Der Limeswanderweg kann zu einem Motor für eine zukunftsweisende Regionalentwicklung im Untertaunus werden. Wir wollen auch den landschaftlichen Reiz und die touristischen Attraktionen des Untertaunus offensiv bewerben."

Der Obergermanisch-Raetische Limes wurde im Juli 2005 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Von der damit verbundenen weltweiten Beachtung will auch der Rheingau-Taunus-Kreis profitieren. Der Limes durchzieht den Rheingau-Taunus-Kreis ab der Hessischen Landesgrenze bei Heidenrod-Kemel bis zur Kreisgrenze zum Hochtaunuskreis bei Idstein-Heftrich/Glashütten auf einer Länge von 41,7 Kilometern. Römische Spuren finden sich in den Gemarkungen der Städte und Gemeinden Heidenrod, Bad Schwalbach, Hohenstein, Taunusstein, Hünstetten, Idstein und Niedernhausen. „Es ist schon bemerkenswert, dass wir im Rheingau-Taunus gleich zwei Weltkulturerbestätten in unseren Kreisgrenzen präsentieren können. In ganz Deutschland gibt es nur dreiunddreißig", weiß Landrat Albers zu berichten.

Nun gehe es verstärkt darum, den Limeswanderweg auch touristisch zu erschließen: „Ein Schlüsselprojekt der touristischen Entwicklung der Region Untertaunus ist dafür die angestrebte Zertifizierung des Limeswanderweges nach den Kriterien ‚Wanderbares Deutschland'". In diesem Sinne weist Landrat Albers darauf hin, dass die Entwicklung des Welterbes Limes als eines der Leuchtturmprojekte in das Regionale Entwicklungskonzept Untertaunus aufgenommen wurde. Es sind eine Reihe von Projekten zur Visualisierung des Limes vorgesehen, ergänzt der zuständige Kreisbeigeordnete Juhnke.
Im Rahmen der Zertifizierung werden Wanderwege nach neun Kernkriterien - zum Beispiel Wegebeschaffenheit, Art und Lage der Wege, Markierung der Wegstrecke, Abwechslungsreichtum, Erlebnispotential oder Nutzung des Umfeldes und 23 Wahlkriterien zum Beispiel Wegeformat, Wanderleitsystem / Besucherlenkung, Natur und Landschaft, kulturelle Belange / Sehenswürdigkeiten, Gastronomie / Rastmöglichkeiten oder Erreichbarkeit mit ÖPNV / PKW, analysiert und bewertet. Für eine erfolgreiche Zertifizierung, die durch den „Deutschen Wanderverband" erfolgt, müssen die Kernkriterien über die Gesamtstrecke komplett erfüllt werden.

Die Entwicklung eines Qualitätswanderweges entlang des Limes erfolgt gemeinsam mit Partnern aus Rheinland-Pfalz und dem Hochtaunus-Kreis. Geplant ist ein Qualitätswanderweg vom Rhein über den Untertaunus bis über die Saalburg hinaus, der das Natur- und Kulturerlebnis mit dem Wandererlebnis vereint, so Kreisbeigeordneter Juhnke. Zurzeit wird eine Bestandsaufnahme nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes erstellt, die die Grundlage für die weitere konzeptionelle Entwicklung des Qualitätswanderweges bildet.

Landrat Albers betont, dass die Zertifizierung des Limeswanderweges ein zentraler Beitrag zur Profilierung des Untertaunus als Wander- und Naherholungsregion im Einzugsbereich des Ballungsraumes Frankfurt RheinMain ist. Die Zertifizierung schaffe die Grundlage für weitere Projekte für den Ausbau des Tourismus, zum Beispiel im gastronomischen Bereich; gemeint sind Apfelweinausschanke ähnlich der Straußwirtschaften im Rheingau. Darüber hinaus sind Verknüpfungen mit anderen touristischen Angeboten, wie die historischen Fachwerkortskerne, die Streuobstroute im Nassauer Land oder andere kulturelle Sehenswürdigkeiten vorgesehen.

Im Rahmen der Entstehung eines Netzwerkes von touristischen Angeboten soll die regionale Wertschöpfung im Untertaunus erhöht, die Lebensqualität verbessert und zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen - insbesondere im ländlichen Raum - beigetragen werden, berichten Landrat Burkhard Albers und Kreisbeigeordneter Juhnke übereinstimmend. (cz/lkrtk)

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