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Mittwoch ist es soweit: DVB-T2 HD startet

Sender Großer Feldberg/Taunus, Frankfurt Fernmeldeturm, Hohe Wurzel, Würzberg und Rimberg werden umgestellt - Privatfernsehen kostet jetzt           von Ralph Delhees

24.03.17 || altRHEINMAINTAUNUS (24. März 2017) - Täglich wird der Fernsehzuschauer mit Untertiteln und Einblendungen schon seit Wochen auf die Umstellung auf die Ausstrahlung des neuen TV-Standards DVB-T2 HD über Antenne hingewiesen, dass gestochen scharfe Bilder und mehr Programme für den Betrachter liefern wird. Nur noch fünf Tage bis die Umstellung am 29. März beginnen und dann bleibt das TV-Bild für all jene schwarz, die sich nicht auf die Umstellung vorbereitet haben. Kein neues TV-Gerät wird für die Umstellung benötigt sondern ein Receiver (externe Set-Top-Box), der (die) DVB-T2 HD empfängt. Betroffen sind alle Haushalte, die in Deutschland und Hessen Antennenfernsehen DVB-T schauen. Bei Kabel-, Satelliten - oder Internetfernsehnutzern ändert sich nichts. Die Umstellung erfolgt schrittweise in der Bundesrepublik, jetzt werden die TV-Angebote von ARD und ZDF im Rhein-Main-Gebiet, in Südhessen und am Sender Rimberg in besserer Bildqualität als erste ausgestattet und mehr Programme verbreiten. Die kommerziellen Anbieter werden im Rhein-Main-Gebiet ebenso vertreten sein, allerdings wird es künftig kostenpflichtig angeboten.

Damit der Fernseher nicht schwarz bleibt - Die Umstellung auf DVB-T2 HD in Hessen wird beim Antennenfernsehen auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgestellt - am 29. März ist es soweit. Doch nicht nur neue Receiver (im rechten Bild oben Vorderseite und unten die Rückseite mit den Anschlüssen) sind notwendig, auch kostet Privatfernsehen jetzt. Wer betroffen ist und wie das Fernsehgerät umgerüstet werden kann ist unter Telefon 69 - 66 77 78 855 gibt es montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 21 Beratung zum Thema bzw unter www.empfang.hr.de zu erfahren. Alle Fotos (6): © Screenshot-hr-rd

Was benötige ich für die Umstellung? - Auf das grüne Logo achten


Fernseher, die seit Mitte 2016 auf dem Markt sind, haben größtenteils schon einen DVB-T2 -HD Receiver integriert. Ältere Modelle müssen mit neuen Receivern ausgestattet werden. Kosten: ab rund 60 Euro. Je nach Zusatzfunktion, wie beispielsweise die Möglichkeit, Fernsehprogramme aufzunehmen, können sie teurer werden. Wichtig beim Kauf: Auf das DVB-T2 HD Logo achten. Dieses grüne Markenzeichen ist besonders wichtig, da bei diesen Geräten die wichtigsten Eigenschaften für Bild und Ton des neuen Formats hinterlegt sind. Eine neue Antenne braucht man dafür nicht. Für das neue DVB-T2-HD kann man die bisherige Außenantenne oder Zimmerantenne weiter verwenden.

Alle Beteiligte die am DVB-T2-Projekt mitwirken standen: als Gesprächspartner zur Verfügung, darunter Jörg-Peter Jost (Hessischer Rundfunk), Eckhard Matzel (ZDF) sowie für die privaten Sender Stefan Schinzel (Media Broadcast). Die getroffenen Ausführungen des Gespräches versuchen wir verständlich nachstehend wieder zu geben.

Die Karte zeigt den Umstellungsbereich am 29. März

DVB-T2 HD ist in Deutschland der direkte Nachfolger von DVB-T, das mit der Aufschaltung von T2 abgeschaltet wird. Die Zuschauer profitieren von der Umstellung: Die neue TV-Qualität wird durch die Weiterentwicklung des terrestrischen Übertragungsstandards DVB-T2 HD mit dem hocheffizienten Kompressionsverfahren HEVC/H.265 ermöglicht. Die Umstellung erfolgt in mehreren Schritten. Am 29. März werden zunächst die Sender Großer Feldberg/Taunus, Frankfurt Fernmeldeturm, Hohe Wurzel, Würzberg und Rimberg auf DVB-T2 HD umgestellt. Neu in Betrieb genommen wird der Stadtsender Darmstadt, der für die Region einen verbesserten Indoor-Empfang ermöglicht. Weitere Sender folgen im November 2017.

Zuschauer, die nicht wissen, ob sie betroffen sind, können einen Schnelltest per Videotext machen: Sie müssen einfach nur die Tafel 199 im ARD-Text aufrufen. Dort erfahren sie, ob sie etwas tun müssen oder nicht.

Dabei werden acht Fragen beantwortet:

• Wer ist betroffen?
• Wann ist die Umstellung?
• Was benötige ich für die Umstellung?
• Was kostet DVB-T2-HD?
• Wo stelle ich meine Antenne hin, damit ich den besten Empfang habe?
• Stiftung Warentest hat DVB-T2-HD Antennen getestet:
• Wo kostet Fernsehen was?
• Die besten Tipps fürs perfekte Fernseh-Vergnügen

Das Programmangebot - Programme von ARD und ZDF weiterhin kostenfrei


Im hr-Sendegebiet werden die Programme Das Erste HD, hr-fernsehen HD, SWR Fernsehen HD, arte HD, Phoenix HD, tagesschau 24 HD, ONE HD (ehemals Einsfestival), ZDF HD, ZDFneo HD, ZDFinfo HD, 3sat HD und KIKA HD ausgestrahlt. In Südhessen sind zudem BR Fernsehen HD, NDR Fernsehen HD und rbb Fernsehen HD zu empfangen. Bereits ab 29. März 2017 werden nur vom Sender Rimberg sowie von November an in Nord- und Mittelhessen das mdr Fernsehen HD, das NDR Fernsehen HD sowie das WDR Fernsehen HD zu empfangen sein. In Osthessen gehen im November 2017 das BR Fernsehen HD, das mdr Fernsehen HD, das rbb Fernsehen HD sowie ARD-alpha HD über den Äther. Die Ausstrahlung erfolgt in Full HD (1080p50).

Alle über DVB-T2 HD empfangbaren Programme von ARD und ZDF stehen kostenfrei und unverschlüsselt zur Verfügung. Das Programmbouquet der Privaten wird durch den Plattformbetreiber MEDIA BROADCAST unter der Marke freenet TV verschlüsselt und kostenpflichtig angeboten. In Hessen wird es im Rhein-Main-Gebiet und Teilen von Südhessen sowie von November 2017 an auch in Kassel verfügbar sein.
Die öffentlich-Rechtlichen Sender sind ohne monatliche Grundgebühr in HD kostenlos zu empfangen. Nur für die privaten Sender in HD entstehen monatliche Kosten von 5,75 Euro. Eine Empfangsbox für den Empfang privater Sender kostet einmalig ab 55 Euro.

Übersicht monatliche Kosten nach Installation:

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Die geeigneten Empfänger


Für den Empfang von DVB-T2 HD wird entweder ein Flachbildfernseher der neuesten Generation mit integriertem DVB-T2-HD-Tuner oder eine externe Set-Top-Box benötigt. Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass das Gerät den HEVC/H.265-Standard für DVB-T2 HD unterstützt.

Im Handel sind Gerätetypen erhältlich, die unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. So kann der Verbraucher zwischen Geräten wählen, die ausschließlich das öffentlich-rechtliche Angebot empfangen können (ab ca. 35 Euro), und solchen, die neben den kostenlosen und unverschlüsselten Programmen von ARD und ZDF auch die Option offenlassen, die verschlüsselten privaten Programme (ab ca. 55 Euro) darzustellen. Letztgenannte Geräte müssen entweder über einen CI+Schacht verfügen, in den ein Entschlüsselungsmodul eingeführt werden kann, oder eine integrierte Entschlüsselungstechnologie beinhalten.

Orientierung bietet das grüne DVB-T2-HD-Logo. Set-Top-Boxen oder Fernseher, die dieses Logo tragen, können vom Start weg alle angebotenen öffentlich-rechtlichen Programme empfangen. Der Empfang der privaten Programme kann auf ihnen jederzeit nachgerüstet werden.
Wichtig ist auch, dass ältere Geräte, die noch einen Scart-Anschluss haben weiter genutzt werden können. Allerdings muss der Receiver solch einen Anschluss haben.

Service-Angebote über Internet und eine Technik-Hotline


Zuschauer, die Fragen haben, können sich informieren auf der Internetseite www.empfang.hr.de. Außerdem ist eine Technik-Hotline geschaltet. Unter (069)667778855 gibt es montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 21 Beratung zum Thema.

Ins Visier genommen:

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