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Zu „Zukunft Bahn“ gehört auch die Gebäude aufzupolieren

Investitionen von 530 Millionen Euro für Hessen bis 2021 - Auch kleine Stationen im ländlichen Raum werden bedacht           von Karl-Heinz Stier

12.05.17 || altFRANKFURT (11. Mai 2017) - „Einfacher, komfortabler, verlässlicher, sympathischer „- so nennt die Deutsche Bahn (DB) die Ziele ihres Programms „Zukunft Bahn", das sie als eines ihrer umfassendsten Programme jemals auf den Weg gebracht hat. Für Hessen will die DB von 2017 bis 2021 rund 530 Millionen Euro aufwenden. Zu der Investitionssumme steuern der Bund, das Land Hessen und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Gelder bei.

Foto: Susanne Kosinsky - verantwortlich für 900 Bahnhöfe in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Foto: Karl-Heinz Stier

Abschnittsweise fließt das Geld in „die Visitenkarte der Städte und der DB", wie Susanne Kosinsky, Regionalbereichsleiterin Mitte der DB Station und Service AG, betont. „Unsere Kunden stehen dabei im Mittelpunkt, Ihnen wollen wir mehr Komfort und Service bieten, um den Aufenthalt in den Bahnhöfen zu verbessern. Auch kleinere hessische Bahnhöfe sind dabei".

Darunter fallen u.a. folgende Projekte:
Bickenbach und Eberstadt (schon zum Teil begonnen), Stockstadt, Gernsheim, Biebesheim, Raunheim, Weiterstadt und Biblis.

Modernisiert werden zwischen 2016 und 2010 die acht unterirdischen S-Bahnstationen in Frankfurt. Sie werden heller und freundlicher, erhalten neue Wand- und Bodenbeläge Malerarbeiten und Beleuchtungskonzepte werden umgesetzt und die Ausstattung modernisiert. Die Stationen erhalten taktile Leitsysteme für Sehbehinderte und eine verbesserte Wegeleitung. Gesamte Modernisierungskosten: 23 Millionen Euro.

Auch der Frankfurter Hauptbahnhof, den rund 460.000 Menschen jeden Tag nutzen, profitiert von den Investitionen. Für die Reisenden wird die Orientierung und schnelleres Umsteigen verbessert, in der Empfangshalle ein geschossübergreifender Lichthof installiert, die Besucher gelangen künftig über eine Verbindung direkt unter dem Querbahnsteig zur bestehenden Verteilerebene.
Barrierefrei ausgebaut werden im Rahmen des Zukunftsprogramms zwischen 2016 und 2020 auch 31 kleine Stationen im ländlichen Raum mit weniger als 1.000 Reisenden pro Tag. Schwerpunkt sind Stationen, in deren Einzugsgebiet ein erhöhter Bedarf an Barrierefreiheit besteht, etwa Seniorenheime oder Werkstätten für behinderte Menschen.

Der Austausch aller 82 bestehenden DB Informationen beginnt in Hessen mit Kassel-Wilhelmshöhe. Hier wird ein großer Monitor aufgebaut, auf dem bereits aus der Ferne Informationen nachgesehen werden können, z.B. können Verspätungen ausgedruckt werden, Mobilitätshilfen bestellt, Online-Tickets erworben oder persönliche Beratungen erfolgen.

Mehr getan werden soll auch für Reinigung und Sauberkeit. Was dem Kunden an Verschmutzungen auffällt, wird beseitigt. Die Sanitäranlagen an hochfrequentierten Bahnhöfen sollen neu, frischer, einladender und behindertengerecht werden. Mitte 2018 ist nach Mitteilung der Bahn die Sanierung abgeschlossen.

In Hessen gibt 429 Bahnstationen mit 2 Millionen Besucher am Tag. 50 Bahnhöfe haben ein Empfangsgebäude und fast alle einen Schalter. Maximal 20 davon stehen zum Verkauf an, darunter auch Offenbach. Alle Läden und Shops sind hier zwischenzeitlich leer. Einen neuen Besitzer oder Investor zu finden ist schwer, zumal eine Modernisierung unter Denkmalschutz schwer zu finanzieren ist. Die Bahn hat dafür kein Geld und erhält auch keine Zuschüsse - im Gegensatz zu Kommunen, die Fördergelder von Bund oder Land beantragen können.

Bei der Einrichtung von Videoüberwachungsanlagen an Bahnhöfen ist die Bahn nicht der richtige Ansprechpartner. Sie müssen von der Bundespolizei genehmigt werden. In der Regel zahlen die Kommunen auch für die Anlage einer solchen Einrichtung. Es soll allerdings auch einen Förderungstopf des Bundes geben.

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