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Erdbeerernte offiziell auf den 84 Hektarfläche im Main-Taunus-Kreis eröffnet

BM Seitz: „Wir konnten die Kältenacht im April leider nicht abwehren" - Frostschäden liegen zwischen 40 und 90 Prozent           von Wilhelm Meyer

01.06.17 || altMAIN-TAUNUS-KREIS (31. Mai 2017) - „Jetzt beginnt die Vollernte der Erdbeeren", konnte der frühere Sprecher der Erdbeerbauern, Kriftels Obsterzeuger Berthold Heil gestern bei der traditionellen Erdbeer-Pressekonferenz im Landratsamt verkünden. Die Erdbeeren, die erst nach der Frostnacht geblüht haben, werden nun nach und nach reifen. „Seit gestern pflücken wir richtig. Jetzt geht es los mit dem Erdbeer-Verkauf, so Heil. Der Preis für die Schale liegt derzeit zwischen 3,50 -3,90 Euro, wie weit die Obsterzeuger von diesem Preis runtergehen, hängt vom Mengenangebot ab, das jetzt auf den Markt kommt.

Oaltbsterzeuger Berthold Heil verkündete bei der traditionellen Erdbeerpressekonferenz, dass nun die Vollernte beginnt. Foto: mtk

„Die Sonne tut ihnen gut, aber zu viel Sonnenschein schadet auch. Die Erdbeeren dürfen nicht verbrennen. Die Kältenacht vom 19. auf den 20. April in diesem Jahr hat dazu geführt, dass viele Blüten rund zehn Stunden bei bis zu minus vier Grad Celsius gefrostet wurden. Das hält keine Blüte aus. Zwischen 40 und 90 Prozent der Erdbeeren - das gleiche gilt bei uns für das Baumobst - sind bei mir und meinen Kollegen im Erwerbsobstanbau in Kriftel erfroren und damit futsch. 1991 hatten wir Ähnliches erfahren. Wir müssen jetzt auf den Markt bringen, was noch reift. Die Vollernte beginnt jetzt im Juni und dauert rund sechs Woche. Berthold Heil war mit weiteren Obsterzeugern aus dem Main-Taunus-Kreis - darunter Krifteler Andreas Theis und Hermann Leister, zugleich Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und Obstanbau in Kriftel, Jürgen Pauly aus Hofheim und Reiner Paul aus Hofheim-Wallau, der auch mit der Tunnellösung im Bereich Erdbeeren groß im Anbau steht - der Einladung von Landrat Michael Cyriax nachgekommen, zum offiziellen Beginn der Erdbeersaison (Ernte) 2017 ins Landratsamt zu kommen. Traditionell waren auch Kriftels Bürgermeister Christian Seitz und die Hessischen Erdbeerkönigin Marie I. auf das Hofheimer Hochfeld gekommen.

altBürgermeister Christian Seitz ergänzte den Auftritt der Krifteler Erzeuger: „Seht her, was sie wieder für leckere und frische Früchte anbieten"!

Dank an Erzeuger von Landrat und Kriftlels Bürgermeister


Landrat Cyriax würdigte die Arbeit und besonders die diesjährigen Kraftanstrengungen der Obsterzeuger noch genügend Obst an den Endverbrau cher zu bringen, damit der finanzielle Einbruch so gering als möglich wird. Auch dankte er der Hessischen Erdbeerkönigin Marie I. aus Friedberg, die den MTK-Erdbeeren auch in diesem Jahr die Treue halte und dazu beitrage, „die Erdbeeren hochleben zu lassen."

Bürgermeister Christian Seitz kam ebenfalls auf die Frostnacht im April zu sprechen, in der alle möglichen Vorkehrungen nicht halfen, den Frosteinzug abzuschwächen oder gar zu verhindern. Er dankte den Krifteler Erzeugern für ihre Ausdauer, trotz solcher Rückschläge in Folge den Obstanbau weiterhin zu betreiben. Dazu verhelfe sicher auch ihr Optimismus und Vertrauen darauf, dass schlechten Erntejahren zum Ausgleich gute folgten.

altBürgermeister Christian Seitz, Landrat Michael Cyriax, Hessens Erdbeerkönigin Marie I., Kriftels Erzeuger Andreas Theis, und aus Hofheim und Wallau die Erzeuger Jürgen Pauly und Reiner Paul (v.r.n.l.) in Fachgesprächen rund um die Erdbeere anlässlich der offiziellen Saisoneröffnung Erdbeeren 2017 im Landratsamt. Fotos (2): Wilhelm Meyer

Sortenvielfalt bis Spätsorte


Die Frühsorte „Clery" u.a. ist auf dem Markt. Sie wird in der Vollerntezeit u.a. von der „Korona", „Sonata" „Salsa" und „Da Select" eingeholt. Auch die kleinfrüchtige „Senga Sengana" gibt es immer noch. Am Ende der Saison kommt dann die Spätsorte „Malwina" in die Schälchen. Rund 20 Sorten sind auf den MTK-Feldern. Die Frage der Erntehelfer stellt sich fast nicht mehr. Das Problem früherer Jahre ist gelöst. Jetzt geht es den Erzeugern darum, sie, etwa 60-70, aus Rumänien und Polen, passend einzusetzen. Der konsequente Mindestlohn erfordert das.

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altAuf der Terrasse des Kreishauses von links: Landrat Michael Cyriax, die Hessische Erdbeerkönigin Marie I. undBürgermeister Christian Seitz. Foto: mtk

Erdbeere auch Konkurrenzfrucht


Gegenüber der Erzeuger im wasserreichen Hessischen Ried sind die in Kriftel und MTK im Nachteil: Hier ist der (Trink-)Wasserpreis zur Bewässerung deutlich höher. Etwa 20 Vollerwerbserzeuger im MTK bauen auf rund 84 Hektar (ha) Erdbeeren an. In Kriftel findet der Direktverkauf auch strukturiert an den „Erdbermeilen" statt. Sowie in den Erzeugerhofläden. Der Pflanzenschutz wird neues Problemfeld. Die Essigfliege aus Asien und die Spinnmilben müssen bekämpft werden. Das Erbeeranbaugebiet in Südhessen ist erweitert, die Konkurrenz also größer geworden. Auf über 800 ha wird in dem Raum die Aromafrucht angebaut. Es sind empfindliche Pflanzen, die ein gemäßigtes Klima brauchen.

Aromafrucht für alle - Hunde bitte fern halten


Die Erzeuger bitten Hundehalter, ihre Tiere bei Spaziergängen an Erdbeerfeldern anzuleinen. Ihr Dunk passt nicht zur Aromafrucht. Die Gemeinde Kriftel setzt jetzt wieder den Feldschutz verstärkt ein, auch nachts, um den Diebstahl kleinzuhalten. Wer erwischt wird, kommt zur Anzeige.

Der hessische Obstanbauberater Mercel merkte abschließend an, dass „die Erntefrüchte schmecken und Vollernte bedeutet auch Vollgeschmack. Die Erdbeere ist der Deutschen liebste Frucht. Sie würden sie am liebsten das ganze Jahr essen. Mit der Spätsorte kommt man daher dem Verbraucher bis an den Herbst entgegen".

Erdbeeren gibt es im MTK nicht nur in Kriftel, sondern auch in Hofheim, Hochheim, Flörsheim, Hattersheim und Schwalbach. Kreisweit gibt es rund 20 Erdbeerbauern mit Feldern von insgesamt rund 84 Hektar.

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