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Unwetter tobte: Keine Personenschäden, aber Sachschäden

Opel-Zoo: Rote Pandas kurzzeitig außerhalb des Geheges - Zoo geöffnet - RTK 460 Notrufe - MTK 82 Bäume entwurzelt           von Ralph Delhees*

01.08.17 || RHEIN-MAIN-TAUNUS-REGION (01. August 2017) - Gewitter, taghelle Blitze, Regen über Stunden und zum Teil sogar Organstärke und Hagelkörner kamen in der Nacht zum heutigen Tag hinunter. Schwere Schäden und Menschenleben wurden zum Glück nicht registriert, dafür aber demolierte Autos durch umfallende Bäume, abgedeckte Dächer und vollgelaufene Keller. Im Main-Taunus-Kreis wurden rund 100 Einsätze von den Freiwilligen Feuerwehren gefahren und im Rheingau-Taunus-Kreis rund 200 und im Opel-Zoo entkamen kurzfristig Rote Pandas.

Spurlos ist der Sturm jedoch auch am Opel-Zoo nicht vorbei gegangen. Ohne weiteren Schaden anzurichten, wurden einige Bäume entwurzelt. Nur das Luchs-Gehege im unteren Zoobereich wurde beschädigt und muss repariert werden, so dass die Tiere vorerst in ihrem Stall und nicht zu sehen sind. Dadurch ist der Trampelpfad, der zwischen Luchs- und Wildkatzengehege hindurch und hinab zur Freiluftvoliere führt, derzeit nicht begehbar, ebenso wie der Waldlehrpfad, auf den ein weiterer Baum gestürzt ist.

altUmgestürzter Baum im Waldlehrpfad im Opel-Zoo. Foto: Archiv Opel-Zoo

„Insgesamt sind wir glimpflich davon gekommen. Zwar haben wir heute früh auf den Parkplätzen und im Zoogelände viele abgerissene Äste und Laub vorgefunden. Alles konnte aber rechtzeitig soweit aufgeräumt werden, dass wir Parkplätze und Zoo zur normalen Zeit öffnen konnten" stellt der stellvertretende Zoodirektor Dr. Martin Becker fest.

Einzig die beiden Roten Pandas konnten Ihr Gehege über einen ins Gehege gestürzten Ast kurzzeitig verlassen. Nachdem sich keines der Tiere weit vom Gehege entfernt hatte, sind sie inzwischen wieder in der sicheren Obhut der Tierpfleger und werden in Kürze wieder für die Besucher zu sehen sein.

Der Opel-Zoo in Kronberg im Taunus ist nach dem nächtlichen Unwetter normal geöffnet und sämtliche befestigten Wege im Zoo sind für die Besucher sicher begehbar.

Schwerpunkte im MTK: Eppstein, Kelkheim, Bad Soden, Sulzbach


In der Unwetternacht auf den heutigen Dienstag sind Feuerwehren kreisweit zu 95 Einsätzen ausgerückt. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, gab es nur Sachschäden. Schwerpunkte lagen in Eppstein, Kelkheim, Bad Soden und Sulzbach, während die Mainschiene verschont blieb. „Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben wieder Großartiges geleistet", so der Landrat. „Das zeigt, wie wir uns auf unsere Feuerwehren verlassen können". Alarmiert wurden die Einsatzkräfte über die Zentrale Leitstelle des Main-Taunus-Kreises.

Den Angaben zufolge mussten 82 Bäume weggeräumt werden, die auf Straßen und zum Teil auch auf Autos gestürzt waren. Die Feuerwehr musste drei Keller auspumpen und wurde noch zu zehn sonstigen Sachschäden gerufen. Die Einsätze liefen von 3.15 Uhr bis etwa 6 Uhr morgens.

In einem Fall dauen die Aufräumarbeiten tagsüber noch an: Die Kronberger Straße in Bad Soden ist in Richtung Main-Taunus-Kliniken bis voraussichtlich 18 Uhr noch gesperrt. Nach Auskunft des Kreises können Besucher weiterhin zum Krankenhaus kommen - über die Landstraße 3367 auf der anderen Seite. Auch die Notfallambulanz ist auf dieser Route erreichbar.

In der Unwetternacht eingesetzt waren Feuerwehren aus Eppstein, Kelkheim, Bad Soden, Sulzbach, Eschborn und Hofheim.

Landrat Kilian: "Schwerpunkt des Einsatzes war Niedernhausen"


Das Unwetter mit Gewitter und starken Windböen sorgte im Rheingau-Taunus-Kreis in der Nacht zum 1. August für zirka 200 Einsätze der Rettungskräfte. 460 Notrufe registrierte der Rettungsleitstelle des Rheingau-Taunus-Kreises, die ab 3.00 Uhr mit sechs Mann voll besetzt war, um auf die Notlage angemessen reagieren zu können. „Bis auf Walluf waren alle Feuerwehren im Kreisgebiet im Einsatz", berichtet Oliver Schütz von der Leitstelle gegen 10 Uhr. Wasser im Keller, abgerissene Strom- und Telefonleitung oder umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste waren meist Grund für die Einsätze. Glücklicherweise kam es zu keinen Verletzten. Schwerpunkt des Einsatzes war Niedernhausen.

Landrat Frank Kilian informierte sich am Morgen über die Situation. „Ich kann allen Rettungskräften für ihren Einsatz in der vergangenen Nacht nur ausdrücklich danken", erklärte der Landrat. Die Feuerwehren waren rasch an den jeweiligen Einsatzorten. „Solche Notfälle zeigen, wie wichtig unsere Rettungskräfte sind. Auf sie ist Verlass", so Kilian. Wer in einem Notfall ist und die Feuerwehr benötigt, weiß deren Einsatz und die Kompetenz zu schätzen.

*Unter Verwendung von Presseberichten des Opel-Zoo, des Main-Taunus-Kreises und des Rheingau-Taunus-Kreises

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