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Auch im 40-sten Jahr: Königliche Hoheiten in der Freßgass‘

Rheingau wirbt für seinen Wein - Weine beim Kontakt mit den Winzern kennenlernen           von Karl-Heinz Stier

28.08.17 || altaltFRANKFURT (27. August 2017) - 40 Jahre gibt es nun schon den Rheingauer Weinmarkt in Frankfurt. Mittlerweile hat er seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Mainmetropole. Es gilt im Jahresablauf als das letzte Straßenfest. Am 30. August wird es um 17 Uhr in der „Flaniermeile Freßgass" eröffnet. Erstmals dabei ist die erste Frankfurter Weinkönigin Marilen, die zusammen mit der Rheingauer Weinkönigin Stephanie und Oberbürgermeister Peter Feldmann sowie Orts- Majestäten aus dem Rheingau das traditionelle Fest am westlichen Eingang der Großen Bockenheimer Straße am Brunnen das Zeichen für den Beginn des Festes gibt.

altWeinbaupräsident Seyffardt (v.l.n.r.), OB Feldmann bei der Ansprache, die Frankfurter Weinkönigin Marilen und die Rheingauer Weinkönigin Stefanie

Die Rheingauer Winzer präsentieren nach Aussagen des Präsidenten des Rheingauer Weinverbandes, Peter Seyffardt (Martinsthal) vor allem den jüngsten Jahrgang 2016. „Er, der bestimmt in die Geschichte eingehen wird, zeichnet sich durch seine Fruchtigkeit als auch durch seinen besonderen Schmelz und Fülle aus, eine hervorragende Gelegenheit, unsere Rheingauer Weine und Sekte kennen zu lernen und mit den Winzerinnen und Winzern direkt in Kontakt zu kommen". Eine Voraussage für den 2017-Jahrgang wagte Seyffardt nicht. Zu sehr hätten Frost, Stürme und Hagel die Weinberge in Mitleidenschaft gezogen. Entscheidend sei, wie Gott Bacchus die Weinberge mit seinen Sonnenstrahlen in den nächsten Wochen erfreue.

26 Stände schlagen die Rheingauer auf. Hinzu kommt erstmals ein Weinstand der Stadt Frankfurt, die mittlerweile auch Mitglied des Rheingauer Weinverbandes ist. Oberbürgermeister Feldmann erinnerte in seiner Ansprache, dass der Weinbau die Kultur in der Region schon sehr lange geprägt habe. In Frankfurt habe es vor mehreren Jahrhunderten viele Weinberge z.B. im Gutleut-Viertel, in Sachsenhausen und in Mühlberg gegeben. „Heute sind wir sogar offiziell der östlichste Teil des Rheingaus. Die Menschen lieben hier den Wein und gerade im Schatten der Banken- Skyline ist der Weingenuss für die Besucher besonders attraktiv".

altaltKrönungswein Hochheimer Hölle, Riesling, Spätlese trocken und Weinkönigin Marilen schenkt den neuen Königinnenwein ein - Im Hintergrund Geschäftsführer Feda. Fotos (3): Karl-Heinz Stier

Frankfurts Weinkönigin Marilen hat für sich die „Hochheimer Hölle" erkoren


Insgesamt präsentieren die Winzer rund 600 Weine und Sekte - und das Besondere an diesem Fest ist, dass dazu keine Musik spielt. „Die Kommunikationsplattform zwischen den Winzern und den Weinfreunden ist uns besonders wichtig. Die Besucher kommen untereinander über den Wein leichter ins Gespräch und fachsimpeln über die guten Tropfen", ergänzte Thomas Feda, der Geschäftsführer der Tourismus & Congress GmbH in Frankfurt. Er rechnet im Übrigen mit etwa 200.000 Besuchern, „meist hochwertigem Publikum".

Weinkönigin Marilen aus Frankfurt überraschte die Pressekonferenz-Teilnehmer mit einem Königinnen-Wein aus den Kellern der frankfurt-eigenen „Hochheimer Hölle". Eine Spätlese aus der Rieslingtraube, die mit dem Goldenen Kammerpreis des Landes ausgezeichnet wurde und erstmals als Krönungswein verkauft wird. Preis: 7 Euro und zwei Euro für einen guten Zweck. „Das ist ein Schnäppchen", wie Verbandspräsident Seyffardt meint, der nicht verschweigt, dass Frankfurt für seine Winzer ein attraktives darstellt.

Der Weinmarkt endet am 8. September, ist täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet und über S- und U-Bahnen optimal erreichbar.

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