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Strenge Regeln an Hessens Esstischen

Gemeinsames Essen ist Familien wichtig - Geselligkeit macht Kinder stark - Hygiene ist ein Muss

05.11.09 || Frankfurt (05. November 2009) - In Hessen gelten in den Familien strenge Tischregeln. Handy & Co. stört hessische Eltern beim gemeinsamen Essen mehr als in den benachbarten östlichen Bundesländern. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK und der Zeitschrift Familie & Co (Repräsentative DAK-Umfrage, Juli 2009; 1.004 Befragte mit Kindern zwischen 4 und 12 Jahren). Zwar ist das gemeinsame Essen im Westen wie im Osten heilig, jedoch sind die Tischregeln in Hessen strenger. Während Radiohören und Fernsehen für 58 Prozent der Eltern in Hessen tabu sind, fühlen sich im Osten der Republik nur 41 Prozent der Erziehungsberechtigten davon genervt. Auch beim Mobilfunk zeigt sich der Osten toleranter. Dass das Handy am Esstisch zu schweigen habe, gaben dort knapp zwei Drittel der Befragten an (62 Prozent), in Hessen dagegen fast drei Viertel (73 Prozent).

Am Mittagstisch versammelt sich in Hessen, unter der Woche, jede vierte Familie, während es im Osten nur jede Zehnte tut. An den Wochenenden steht jedoch in den alten wie in den neuen Bundesländern gemeinsames Essen hoch im Kurs. So sitzen abends 83 Prozent der hessischen Eltern zusammen mit ihren Kindern am Tisch. Auch Frühstück (77 Prozent) und Mittagessen (79 Prozent) stehen samstags und sonntags ganz im Zeichen des Familienlebens. Werktags wird wenigstens am Abend zusammen gespeist (79 Prozent). „Regelmäßiges gemeinsames Essen macht Kinder und Jugendliche stark: sie leiden seltener unter Essstörungen, sind besser in der Schule und weniger suchtgefährdet", erläutert DAK-Landeschef Michael Hübner. „Kindern ist es wichtig, sich in geselliger Atmosphäre mit ihren Eltern und Geschwistern austauschen zu können."

Auch auf bestimmte Tischregeln legen die Familien in Hessen großen Wert. Hygiene wird bei den meisten groß geschrieben. Bei 90 Prozent der Befragten gilt: vor dem Essen Hände waschen. Ziemlich einig sind sich die Eltern auch darin, dass Bücher, Zeitungen und Computer am Esstisch nichts zu suchen haben (86 Prozent). Zu den häufig gelebten Tischsitten gehören auch: „Essen ist kein Spielzeug", „erst aufstehen, wenn alle fertig sind" und „alle helfen mit". Wenn es ums Aufessen geht sind Frauen nachsichtiger als Männer: Nur jede siebte hessische Mutter, aber jeder vierte Papa aus Hessen verlangt vom Sprössling, den Teller leer zu essen. Ein gemeinsames Gebet oder ein Tischspruch ist durchschnittlich bei jeder fünften hessischen Familie Sitte, bei den unter 30-Jährigen sogar in jeder Dritten. (cu/dak)