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Frankfurt saniert seine Schulen

150 Millionen Euro für zunächst 5 Jahre - Weitere Kraftanstrengungen werden folgen von Karl-Heinz Stier

06.02.15 || altFRANKFURT (05. Februar 2015) - Die Zustände an etlichen Schulen in Frankfurt ist nach Meinung von Oberbürgermeister Peter Feldmann „unhaltbar, es gebe hier zu viele Versäumnisse". Die Konsequenz: der Magistrat stelle für die nächsten fünf Jahre 150 Millionen Euro für ihre Sanierung bereit. „Wir werden nicht alle Probleme sofort lösen können, entscheidend ist aber jetzt mal eine erste Grundlage zu haben, damit wir mit den dringendsten Sanierungen beginnen können. Das ist ein Sieg für die Schüler, Lehrer und Eltern", erklärte Feldmann, der auf einer Pressekonferenz in Anwesenheit der Stadtelternbeiratsvorsitzenden und des ehemaligen Stadtschulsprechers auch darauf hinwies, dass dem weitere Kraftanstrengungen folgen müssten.

Der Magistrat habe mit großer Mehrheit dem „Aktionsplan Schulbau" zugestimmt, wobei die heftigen Proteste der Schüler und Schulelternbeiräte in den letzten Jahren diesen Meinungswandel bewirkt hätten. Wichtig sei jetzt Transparenz, nachdem die Schulen viel zu lange vertröstet wurden. Und noch eine Neuigkeit gab der OB bekannt: es würde für den Schulaktionsplan eine Zeitfolge erstellt und damit den Betroffenen eine bessere Orientierung und Planungssicherheit vermittelt.

Die Stadtelternbeiratsvorsitzende Alix Puhl begrüßte die von OB Feldmann vorgelegten Sanierungspläne, generell wünsche sie sich aber, dass neben dem Schulleiter auch die Eltern bei den Beratungen mit einbezogen werden sollten. Sie berichtet aus vergangenen Erfahrungen, dass Verbesserungsvorschläge seitens der Elternschaft oft nicht berücksichtigt worden seien.

Auch Ex-Schulsprecher Frederik Michalke fand Lob für den Plan des OB und des Magistrates, 150 Millionen in fünf Jahren auszugeben, denn so wörtlich „ Die Schule soll Ort des Lebens und nicht des Überlebens sein". Er erinnerte daran, dass jedes 4.Kind in Frankfurt in Armut lebe, deshalb müsse man gerade diesem Schulkinderteil eine Zukunftsperspektive geben, schließlich seien Partizipation und Demokratie wichtige Lösungsfelder zur Behebung auch von Konflikten. „Hier hat der Oberbürgermeister eigene Akzente gesetzt".

Die Stadtelternbeiratsvorsitzende und der OB verlangen eine bessere Zusammenarbeit von Stadtplanungsamt und Schulamt. „Für Schüler und Eltern sind die behördlichen Zuordnungen irrelevant, einziges Kriterium ist, dass die Sanierung möglichst schnell umgesetzt werde".

OB Feldmann hatte zum Jahr der Bildung, das 2013 ausgerufen wurde, von dieser Zeit bis heute 13 Schulen besucht, Gespräche geführt und sich ein Bild von den Einrichtungen gemacht. Mit dieser Besuchsaktion will er auch in den nächsten Jahren fortfahren und sich persönlich ein Urteil über anstehende oder bereits angefangene und vollendete
Sanierungsarbeiten bilden. Man dürfe nicht vergessen - so Feldmann abschließend - , dass Schulen auch einen wichtigen Beitrag zum sozialen Frieden leisten und dafür sorgen, den Firmen dringend notwendiges Fachpersonal anzubieten.