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Datensicherheit und Zeitaufwand sind Hürden beim mobiles Bezahlen

Für beezahlen mit Smartwatches zeigen nur 20 Prozent der Befragten in Deutschland derzeit ein konkretes Nutzungsinteresse - Amerikaner haben deutliches Interesse

18.03.15 || altNÜRNBERG (18. März 2015) - Mobiles Bezahlen mit einer Smartwatch ist laut einer GfK-Umfrage bisher nur für durchschnittlich 35 Prozent der Verbraucher in Deutschland, den USA, China, Südkorea und Großbritannien interessant. Eine weitere qualitative Untersuchung von GfK zeigt Gründe für diese Skepsis.

Die Mehrheit der Verbraucher sieht den Nutzen der neuen Smartwatches vor allem in der Fitness- und Gesundheitskontrolle. Für den Einsatz bei Zahlungsvorgängen zeigen in Deutschland nur 20 Prozent der Befragten konkretes Nutzungsinteresse. Auch in Südkorea (28 Prozent) und Großbritannien (27 Prozent) äußern sich die Verbraucher zurückhaltend gegenüber dieser Option. Mehr Enthusiasmus äußern die amerikanischen Verbraucher. Insgesamt 40 Prozent der Befragten zeigen sich dort interessiert.

In einem Workshop von GfK-Experten zum Nutzungsverhalten mit Teilnehmern aus Großbritannien identifizierten die Beteiligten drei wesentliche Hemmnisse. Zum einen befürchten sie, dass das Bezahlen mit einer Smartwatch nicht sicher sein könnte. Außerdem glauben die Studienteilnehmer, dass diese Bezahlfunktion noch zu wenig akzeptiert ist und mehr Zeit in Anspruch nimmt als Bar- oder Kartenzahlung. Nicht klar ist zudem der Zusatznutzen gegenüber anderen Zahlungsmethoden.

„Obwohl die Smartwatch von allen großen Technologieunternehmen als wichtiges Trendsegment positioniert wird, reagieren die Verbraucher noch recht zurückhaltend auf die neuen Angebote", sagt Robert Wucher, Leiter des Bereichs Technology und Digital Solutions bei GfK. „Unsere bisherigen Studien zeigen, dass die Nutzer die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten von Wearable Devices noch zu wenig wahrnehmen oder scheuen. Was den Anbietern bisher fehlt, ist ein umfassendes Verständnis der relevanten Verbraucherbedürfnisse, um mit entsprechenden Strategien auf das Nutzerverhalten zu reagieren."

Geplante GfK-Grundlagenstudie zu Wearables


Um Anbietern im Bereich Smartwatches zu helfen, erfolgreiche Geschäftsstrategien zu entwickeln, plant GfK die Durchführung einer breit angelegten Grundlagenstudie. Die Untersuchung wird als Multi-Client-Ansatz durchgeführt, an der sich interessierte Unternehmen beteiligen kön-nen. Auf diese Weise werden maximale Effizienz und ökonomische Vorteile garantiert. Die Studienergebnisse dienen der Optimierung von Ressourcen beispielsweise bei der Produktentwicklung und Kommunikation und steigern so den Return-on-Investment deutlich. Weitere Informationen finden sich unter www.gfk.com/die-zukunft-von-wearables.

Zur Methode: In fünf Ländern wurden insgesamt 5.000 Personen befragt


Die Umfrage wurde im August 2014 unter Besitzern von Smartphones in Deutschland, Großbritannien, China, Südkorea und den USA durchgeführt. In jedem Land wurden 1.000 Personen online befragt.

Der GfK-Experten Workshop zum Nutzungsverhalten wurde im Februar 2015 mit 6 Teilnehmern aus Großbritannien durchgeführt. (gs/gfk)