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2.000 Pfoten laufen unter Führung ihrer Musher im Westerwald

Das Wochenende steht ganz im Zeichen des 36. Internationales Schlittenhunderennen im winterlichen Liebenscheid           von Ralph Delhees

13.01.17 || altLIEBENSCHEID (12. Januar 2017) - Auf ein tolles Schlittenhunderennen mit vielen Startern und ausreichend Schnee können sich alle Schlittenhundefreunde freuen, denn an diesem Wochenende 13./14. Januar findet in Liebenscheid im Westerwald - rund 120 Kilometer von Frankfurt entfernt - das 36. Internationales Schlittenhunderennen mit großer Besetzung statt. Für den heutigen Freitag und für Samstag werden weitere ergiebige Schneeschauer angesagt, der Sonntag soll dann leicht bedeckt sein. Die Temperaturen werden leicht unter bzw. über Null prognostiziert, wenn rund 2.000 Pfoten laut Planung durch den Schnee laufen: Erwartet werden an diesem Wochenende fast 100 Gespanne mit gut 500 Schlittenhunden, die um die Wette gleiten. Zuschauer können sich also auf ein tolles vorbereitetes Rennen mit vielen Startern und ausreichend Schnee freuen.

Im winterlichen Liebenscheid im Dreiländereck von Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen hat sich der Veranstalter, der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Liebenscheid e.V., rund um das Rennwochenende einiges einfallen lassen, um die 36-jährige Tradition des Rennens weiter fortzuführen und die Zuschauer mit einem interessanten Programm zu begeistern.

Von Schlittenhunden werden hohe körperliche und mentale Fähigkeiten verlangt. Die körperlichen Fähigkeiten erlauben guten Schlittenhunden mit optimaler Veranlagung und optimalem Training, innerhalb von 24 Stunden einen Schlitten über 200 km zu ziehen. Ein Schlittenhundgespann, das so genannte Team, kann aus zwei bis zu über 12 Hunden bestehen. Heutzutage werden die Gespanne gewöhnlich als Doppel eingespannt, wobei sie jeweils an einer zentralen Zugleine befestigt sind. Foto: Westerwald-blog.de

Internationales Starterfeld und viele große Gespanne am Start


Am Wochenende wird ein internationales Starterfeld u. a. aus den Niederlanden, Belgien, Polen und Deutschland erwartet. Das Rennen wird nun schon im 36. Jahr durchgeführt mit reinrassigen Schlittenhunden und wie auch schon in den Vorjahren mit offenen Gespannen gefahren. Hier haben auch die nichtreinrassigen Hunde die Chance sich mit anderen Gespannen zu messen. So kann die Spannung für die Zuschauer und der Ansporn der Musher (Schlittenhundeführer) untereinander weiterhin sehr hoch gehalten werden.

So werden wieder Tourenfahrten angeboten. Bei dieser Rennklasse müssen die Schlittenhundeführer, sogenannte Musher, und ihre Hunde auf einer ca. 18 - 20 km langen Strecke fahren und somit wird beiden alles, typisch nach dem Streckenprofil - Westerwälder rauf und runter, abverlangt. In diesem Jahr sind besonders viele große Gespanne mit acht oder sogar zehn Hunden am Start. Zu beachten ist, dass die jeweiligen Gespanne in einem Abstand von 3 - 5 Minuten starten, so dass an beiden Veranstaltungstagen von 11 Uhr bis 14 Uhr das Renngeschehen beobachtet werden kann. Die Tourenfahrer werden mit unter den ersten Startern sein.

altEinige Beispielstrecken für das Liebenscheider Schlittenhunderennen. Die Streckenlänge, wie auch die zu fahrende Strecke kann je nach Witterung von den gezeigten Karten abweichen. Grafik: Veranstalter

Das Kinderrennen findet am Samstag am Ende des Renntages gegen 17 Uhr statt. Hier starten die Kinder der Musher- Familien, um deren Einstieg in den Schlittenhundesport zu fördern. Nach Rücksprache mit den Veranstaltern und den teilnehmenden Mushern ist es auch möglich anderen Kindern einmal das Feeling der Schlittenhundefahrten näher zu bringen.

Neben dem Kinderrennen finden in den Mittagspausen Vorführungen der BRH Rettungshundestaffel am Rothaarsteig e.V. oder das Toben auf der Hüpfburg statt.

Schlittenhunde helfen den Menschen beim Überleben in Extremsituationen


Die Schlittenhunde gehören zu den ältesten Gebrauchshunden der Welt. Ihr Ursprung liegt in den nördlichen Regionen der Erde. Mit ihrem Leistungswillen, ihrer Widerstandskraft, ihrer Genügsamkeit, der damit verbundenen hohen Energiefreigabe und ihrem freundlichen Wesen halfen die Schlittenhunde dem Menschen beim Überleben in Eis, Schnee und extremer Kälte. In der Geschichte gab es viele Ereignisse, die das Leistungsvermögen dieser Hunde und ihrer Musher (Schlittenhundeführer) sehr deutlich aufgezeigt haben. Waren Schlittenhunderennen noch vor einigen Jahren allenfalls ein Sport für Kenner, so werden sie heutzutage immer beliebter und ziehen Jahr für Jahr immer neue Menschen in ihren Bann.

Gäste können in Liebenscheid diesen schönen Wintersport genießen und ein unvergessliches Rennwochenende mit der ganzen Familie erleben. Diese ist die drittälteste Veranstaltung ihrer Art in Deutschland. Einen großen Anteil am Erfolg des Liebenscheider Schlittenhunderennens hat Ehrenmitglied Volker Thomé sowie der damalige Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 1981. Seit den anfänglichen Planungen 1979 war Volker Thomé stets beteiligt. Damals wie heute steht Liebenscheid für die hervorragende Organisation und den guten Ablauf des Rennens im schönen Westerwald.

Die Eintrittspreise an beiden Renntagen belaufen sich auf 3,00 € für Erwachsene u. 2,00 € für Kinder bis 15 Jahre.

Anreise und Parken ...

... aus Richtung Frankfurt (BAB 45) und Marburg (B255)

Ab der Anschlussstelle Herborn-West der B255 Richtung Koblenz folgen. Am zweiten Kreisverkehr (bei Hohenroth) rechts auf die L 3391 abbiegen. Bei Rabenscheid links auf die K38 abbiegen. In Weißenberg rechts auf die K39 nach Liebenscheid abbiegen. Der Beschilderung zu den Parkplätzen folgen

... aus Richtung Koblenz (B255)

Bei Rennerod auf die B54 Richtung Siegen abbiegen. Ab der Abfahrt Liebenscheid der Beschilderung zu den Parkplätzen folgen.

... aus Richtung Wiesbaden (BAB3) und Limburg (B49)

Ab der Anschlußstelle Limburg-Nord der B49 und B54 Richtung Siegen folgen. Ab der Abfahrt Liebenscheid der Beschilderung zu den Parkplätzen folgen.

Anfahrende Gäste werden gebeten den Hinweisschildern für die Parkplätze zu folgen und ferner Ihre eigenen Hunde zu Hause zu lassen. Bei evtl. Schadensfällen haftet der Hundebesitzer.
Parkplatz I: K39 / Denkmal und Parkplatz II: Lützelner Weg
Hinweis: Im Bereich Mehrzweckhalle / Burbacher Weg kann am Rennwochenende nicht geparkt werden.

Anfahrende Gäste werden gebeten den Hinweisschildern für die Parkplätze zu folgen und ferner ihre eigenen Hunde zu Hause zu lassen. Bei evtl. Schadensfällen haftet der Hundebesitzer.