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Berufe im Baugewerbe für Jugendliche mit handwerklichem Geschick

Große Resonanz auf den „Job-in-Echt"-Berufsschnuppertag im neuen Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft

16.12.10 || altWIESBADEN ( 16. Dezember 2010) - Am Dienstag dieser Woche waren 50 Jugendliche aus Wiesbaden und Idstein gemeinsam mit ihren Lehrkräften im neuen Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft „Innovation Bildung Wiesbaden GmbH" (ibw) am Moltkering zu Gast. Der kostenlose Berufschnuppertag „Job in Echt" wurde organisiert von „Jobnavi", einem Projekt der Beschäftigungsförderung im Amt für Wirtschaft und Liegenschaften.

„Die Baubranche bietet mit den dort vorgestellten Berufen Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Zimmerer, Fliesenleger sowie Straßenbauer eine qualifizierte Ausbildung in einem abwechslungsreichen Beruf", so Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel. „Die Nachfrage nach handwerklich geschickten und gut ausgebildeten Fachkräften wird auch in den nächsten Jahren weiter steigen und bietet hervorragende berufliche Perspektiven bis hin zu Aufstiegsmöglichkeiten zum Vorarbeiter."

Einen ganzen Tag lang konnten die Jugendlichen die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten ganz praktisch kennen lernen. An fünf verschiedenen Stationen bearbeiteten sie zum Beispiel als Zimmerer/Zimmerin Holzstücke, in dem sie diese vermaßen, aussägten und Ecküberplattungen für Dachschwellen und -first herstellten. Auch als Fliesenleger/Fliesenlegerin konnten die jungen Menschen das Werkstück und die Arbeitsweise genau erfahren. So bohrten sie die Fliesen auf und bearbeiteten sie, um unterschiedliche Größen und Formen herzustellen und schließlich an der Wand zu platzieren. Auch der Beruf des Straßenbauers und des Maurers sowie des(Stahl-)Betonbauers konnte ganz realistisch erprobt werden. So wurden Mauern aufgezogen, Straßensteine verlegt und aus Stahl Bewehrungsmatten hergestellt.

Die 13-jährige Jasmin Solz von der Idsteiner Limes-Schule ist begeistert: „Ich möchte vor der Wahl meines Ausbildungsberufes Vieles ausprobieren und feststellen, wo meine Neigungen und Fähigkeiten liegen. Die Tätigkeiten der Zimmerin und der Maurerin haben mir am besten gefallen. In meiner Freizeit habe ich schon oft zuhause mitgeholfen, Fliesen zu verlegen und Autos zu reparieren." Im kommenden Jahr wird die handwerklich begabte Schülerin außerdem ein zweiwöchiges Praktikum als KFZ-Mechatronikerin bei Opel absolvieren. „Die haben mich dort mit Kusshand genommen, da es nicht sehr viele Frauen gibt, die sich für diesen Beruf interessieren", berichtet sie stolz.

Auch der 15-jährige Oualid Dinar aus Wiesbaden hatte die Gelegenheit genutzt, fünf verschiedene Berufe im Baugewerbe kennenzulernen: „Mir gefällt besonders das sehr selbstständige Arbeiten. Am meisten zugesagt haben mir die Tätigkeiten des Fliesenlegers. Darum habe ich heute auch gleich mein Interesse für einen Praktikumsplatz bei der ibw signalisiert."

Auch die begleitenden Lehrkräfte ziehen ein positives Resümee. „Ich bin ganz begeistert von dem Angebot. Das ist eine ganz hervorragende Veranstaltung für Jugendliche, die gerne handwerklich arbeiten. Hier können sie austesten, welche Berufe ihnen liegen", sagt Udo Lippok, Fachlehrer an der August-Hermann-Francke-Schule. Das bestätigt auch Melanie Weber, die als Sozialarbeiterin im Rheingau-Taunus-Kreis an der Berufsschule Geisenheim tätig ist: „Für die Jugendlichen ist es wichtig, im Vorfeld der Ausbildung die Praxis kennen zu lernen und während eines ganzen Tages dann auch ‚länger am Ball' zu bleiben." (hb/lhwi)