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Hütte im Freizeitpark

Eine „Haltestelle" für Jugendliche

03.02.09 || KRIFTEL (3. Februar 2009) - Im südlichen Teil des Freizeitparks, unweit vom Brunnenweg, ist jetzt nach einer Lieferzeit von etwa drei Monaten der geplante Treffpunkt für Jugendliche hergerichtet worden.

Die beauftragte Firma hat die von der Gemeindeverwaltung bestellte Holzhütte geliefert und eingebaut. Damit sie auch bei nassem Wetter benutzt werden kann, erhält sie noch einen Bodenbelag. Die Kosten für die Lieferung und Aufstelllung der Hütte betragen rund 6.800 Euro. Für den Bodenbelag ist mit weiteren Kosten in Höhe von etwa 3.000 Euro zu rechnen.

Die mobile beratung Kriftel, zuständig u.a. für die offene Jugendarbeit in der Gemeinde, hatte die Errichtung einer „Haltestelle" für die Jugend im Freizeitpark vorgeschlagen. Im Zuge der Haushaltsberatungen war über das Projekt ausführlich diskutiert worden. Der Leiter der mobilen beratung, Dr. Wolfgang Mazur, erklärte die dahinter stehende Absicht: Auf dem Weg zum Erwachsenwerden orientieren sich die Jugendlichen neu und suchen dabei den Kontakt zu Gleichaltrigen. Für ihre Treffen benötigen sie Freiräume, in denen sie „unkontrolliert erwachsen werden können", so Dr. Mazur.

An den unterschiedlichen Stellen in Kriftel, an denen bisher immer wieder Gruppen von Jugendlichen zusammenkamen, waren sie nicht unbedingt gern gesehen. Durch ihr mitunter provozierendes Verhalten wurden sie als störend empfunden, wenn nicht gar als bedrohlich. Auf den Kinderspielplätzen verdrängte ihre Anwesenheit mitunter kleinere Kinder. Die mobile beratung setzt sich für einen konstruktiven Umgang mit solchen Nutzungskonflikten ein. „Dem Kind seinen Spielplatz, dem Jugendlichen seinen Treffpunkt", lautet das Credo von Dr. Mazur.

Aus dem Freizeitpark, in dem sich Jugendliche mitunter treffen, sollen diese nicht verdrängt werden. Vielmehr soll ihnen dort ein „fester" und trockener Aufenthaltsort angeboten werden, eine überdachte Hütte mit Sitzbänken, mit einem gewissen Sichtschutz, aber dennoch einsehbar. In der Gemeindevertretung waren auch Bedenken gegen das Projekt aufgekommen - man erinnert sich an die schlechten Erfahrungen mit einer Grillhütte, die früher im Freizeitpark stand, und die aufgrund von häufig vorkommenden Beschädigungen und Zerstörungen schließlich abgebaut worden war. Daher hat man bei der Planung des Treffpunkts für die Jugend für eine robuste Holzkonstruktion entschieden. (pk)