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VermischtesLehre & Wissenschaft › Praxisnahe Forschung anschieben

Praxisnahe Forschung anschieben

Die Projekte zeichnen sich durch einen starken Praxisbezug, einen hohen Innovationsgrad und Kooperationen mit Praxispartnern aus

25.01.13 || altFRANKFURT (25. Januar 2013) - Mit einer Anschubfinanzierung fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) im Programm „Forschung für die Praxis" zehn Forschungsprojekte erstberufener Professorinnen und Professoren der fünf staatlichen Fachhochschulen in Hessen. Eine Jury hat die Einzel- und Verbundprojekte kürzlich in einem hessenweiten Wettbewerb ausgewählt. Sie werden für ein Jahr mit rund 35.000 Euro (Verbundprojekte: 70.000 Euro) gefördert.

Den Einstieg in die anwendungsorientierte Forschung erleichtern. Das ist das Ziel des neu ausgerichteten Förderprogramms „Forschung für die Praxis". Deshalb konnten in dieser Runde erstmals nur Professorinnen und Professoren aus Hessens staatlichen Fachhochschulen Anträge einreichen, deren Erstberufung höchstens fünf Jahre zurückliegt.

Wie können Offshore-Windenergieanlagen kostengünstig und umweltverträglich gestaltet, produziert und auf See installiert werden? Wie lassen sich die Dokumentations- und Informationspflichten in einem Kindergarten mit einer leicht zu bedienenden App („iKita") vereinfachen? Und: Wie lässt sich die Schärfe von Chili-Snacks bei der Qualitätsprüfung in der Lebensmittelproduktion noch besser neutralisieren? Das sind nur ein paar der Forschungsfragen der in dieser Förderrunde ausgewählten Projekte. Getreu dem Motto „Forschung für die Praxis" zeichnen sich die Projekte durch einen starken Praxisbezug, einen hohen Innovationsgrad und Kooperationen mit Praxispartnern aus.

„Praxisnahe Forschung und der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft sind ein Markenzeichen der Fachhochschulen in Hessen. Wir verfolgen mit der Förderung auch das Ziel, Drittmitteleinwerbungen der jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzuschieben. Damit stärken wir nachhaltig die Forschung an den Fachhochschulen des Landes.", so Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann anlässlich der Jury-Entscheidung.

„Wir legen den Fokus bewusst auf die Förderung der neuen Professorinnen und Professoren. So können sie frühzeitig ihr Profil in der Forschung stärken. Das stärkt ihren Ruf in der Scientific Community und bereichert die Lehre.", erklärt Prof. Dr. Detlev Reymann, Vorsitzender der Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidien, Präsident der Hochschule RheinMain und Vorsitzender der Jury.

Das Programm „Forschung für die Praxis" fördert seit 2009 jährlich mit rund 420.000 Euro anwendungsorientierte Forschungsprojekte an den fünf staatlichen Fachhochschulen in Hessen. Einzelprojekte werden dabei mit bis zu 35.000 Euro und Verbundprojekte mit bis zu 70.000 Euro gefördert. Inklusive dieser Förderrunde sind aus dem Programm seit 2009 insgesamt 42 Projekte gefördert worden. Das Förderprogramm ist Teil der gleichnamigen Kampagne. Finanziert durch das HMWK stärken die Hochschulen Darmstadt, Fulda, RheinMain, die Fachhochschule Frankfurt am Main und die Technische Hochschule Mittelhessen mit der Kampagne „Forschung für die Praxis" ihr Profil als praxisnahe Spezialisten in Forschung, Entwicklung und Transfer.

Die aktuell geförderten Projekte:


Prof. Dr. Ilona Brändlin (Fachhochschule Frankfurt am Main), Prof. Dr. Friedhelm Schönfeld (Hochschule RheinMain): ENABLE PRO-A - Entwicklung eines artifiziellen Blutgefäßsystems für Proteomic-Analysen. Simulation und Etablierung eines Blutgefäßmodells als Flow-Through-Chip-System zur Durchführung von Proteomic-Analysen (70.000 Euro, Verbundprojekt)

Prof. Dr.-Ing. Christine Döbert (Technische Hochschule Mittelhessen): Intelligente Gründungsstruktur für Offshore-Windenergieanlagen - Entwicklung eines wirtschaftlichen und ökologischen Designs für die Gründungsstruktur von Offshore- Windenergieanlagen nach bionischen Entwurfsprinzipien (35.000 Euro)

Prof. Dr. Jörg Gollnick (Technische Hochschule Mittelhessen): Ermittlung von Abkühlbedingungen zum Schweißen hochfester Baustähle für den Mobilkranbau (34.844 Euro)

Prof. Dr.-Ing. Hartmut Hinz (Fachhochschule Frankfurt am Main): ADSB - Analyse einer dezentralen Stromerzeugung mit Batteriespeichersystemen (34.961 Euro)

Inowlocki, Prof. Dr. Lena (Fachhochschule Frankfurt am Main): DIVERS - Diversität und Inklusion in Einrichtungen der psychosozialen Versorgung (35.000 Euro)
Kleinekort, Prof. Volker (Hochschule RheinMain), Prof. Astrid Schmeing (Hochschule Darmstadt): WIE WOHNEN - Strategische Bestandsentwicklung im Wohnungsbau der Nachkriegsmoderne (57.185 Euro, Verbundprojekt)

Prof. Dr. Helen Knauf (Hochschule Fulda): iKita - Webbasierte Dokumentations- und Informationssysteme für Kindertageseinrichtungen (34.677 Euro)

Prof. Dr.-Ing. Stefan Krause (Hochschule Darmstadt): NAWAMem - Nachfiltration zur weitergehenden Abwasserreinigung mit Membranverfahren (34.940 Euro)

Prof. Dr. Joachim J. Schmitt (Hochschule Fulda): Neutralisation der Schärfeempfindung beim Verkosten von Chili-Produkten in Produktentwicklung und Qualitätskontrolle (34.815 Euro)
Prof. Dr. Heidrun Schulze (Hochschule RheinMain): BeKinBera - Beteiligung und Befähigung von Kindern und Jugendlichen im Beratungsprozess (35.000 Euro) (sr/hmwk)

Mehr zu „Forschung für die Praxis": www.forschung-fuer-die-praxis.de