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SEPA-Umstellung: Die Uhr tickt

Die IHK Frankfurt am Main rät Unternehmen, schnellstens mit dem Umstieg auf das neue Zahlverfahren zu beginnen

27.08.13 || altFRANKFURT (27. August 2013) - Ab 1. Februar 2014 wird der europäische Zah-lungsverkehr vollständig auf ein einheitliches Verfahren unter der Bezeichnung SEPA (Single Euro Payments Area) umgestellt. SEPA bedeutet für Unternehmen mehr als den Ersatz der bisherigen Kontonummer und Bankleitzahl durch IBAN und BIC. Es gilt insbesondere, rechtzeitig die Voraussetzungen für die Fortführung von Einzugsermächtigungen und Lastschriften unter dem SEPA-Format zu schaffen.

„Wir wissen, dass viele Unternehmen ihre Vorbereitungen auf SEPA noch nicht angepackt haben. Dabei ist es jetzt fünf vor zwölf", erklärt Dr. Matthias Schoder, Ge-schäftsführer der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK). „Man darf den Zeitbedarf für die erforderlichen Anpassungen, insbesondere bei den IT-Prozessen oder im Rechnungswesen, nicht unterschätzen. In fünf Monaten müssen alle Systemumstellungen funktionieren und insbesondere die erforderlichen Lastschriftmandate vorliegen." Sobald als möglich sollten Betriebe, die weiterhin am Lastschriftverfahren teilnehmen wollen, daher bei der Deutschen Bundesbank ihre Gläubiger-Identifikationsnummer beantragen und entsprechende Mandatierungen einholen.

„Wer noch nicht den Umstieg auf SEPA eingeleitet hat, sollte dies umgehend tun, damit ab dem 1. Februar 2014 das böse Erwachen ausbleibt", mahnt Dr. Schoder. Der IHK-Geschäftsführer rät dazu, sich umgehend an sein Kreditinstitut, an die Deutsche Bundesbank oder an die IHK zu wenden, die umfassend zum Thema in-formieren. Unter www.frankfurt-main.ihk.de/sepa hält die IHK Frankfurt zahlreiche Informationen, Checklisten, Musterformulare und Angaben zu Ansprechpartnern bereit.

Ein Format mit einheitlichem Verfahren für sowohl inländische als auch europäische Zahlungen


Eingeführt wurde SEPA (Single Euro Payments Area ) bereits 2008. Es ist ein Format mit einheitlichem Verfahren für sowohl inländische als auch europäische Zahlungen - gestützt auf die EU-Verordnung Nr. 260/2012. Ziel der Europäischen Kommission ist es, mit SEPA den Binnenmarkt auch beim Zahlungsverkehr zu verwirklichen.

SEPA, bislang noch freiwillig nutzbar, wird zum 1. Februar 2014 Pflicht. Ab diesem Tag sind Zahlungen innerhalb der EU - also auch innerdeutsche Zahlungen - nur noch über SEPA abzuwickeln. Unternehmen sind deshalb gehalten, sich frühzeitig auf die neuen Regeln einzustellen und ihre innerbetrieblichen Prozesse anzupassen.(sk/ihk)