Banner
 

RheinMainTaunus

OnlineMagazin

WirtschaftFinanzen › WIBank blickt positiv in die Zukunft

WIBank blickt positiv in die Zukunft

Die Bilanzsumme liegt bei 15,9 Mrd. Euro und das Neugeschäft beläuft sich auf 2,2 Mrd. Euro - Fördervolumen steigt auf sehr hohes Niveau           von Ralph Delhees

22.04.15 || altFRANKFURT (22. April 2015) - Die aktuellen Geschäftszahlen 2014 der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) konnte am Mittwoch während einer Bilanzpressekonferenz der Vorstandsvorsitzender der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, Hans-Dieter Brenner, im Main-Tower vorlegen. Das Neugeschäftsvolumen des hessischen Förderinstituts betrug rund 2,2 Milliarden Euro und liegt damit auf langfristigem Entwicklungspfad. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 14,5 Mrd. € auf 15,9 Mrd. €, was im Wesentlichen auf das Kreditneugeschäft zurückzuführen ist. Das Fördervolumen der WIBank erreichte einen Rekordwert und betrug zum 31.12.2014 rund 16,3 Mrd. € und hat sich gegenüber dem Vorjahr um + 547,1 Mio. € oder + 3,5 % erhöht. Dagegen verringerte sich erwartungsgemäß das Neugeschäft um knapp 2 Milliarden auf 2,2 Milliarden Euro.

altDie Geschäftszahlen der WIBank für 2014 erläuterten die Geschäftsleiter der WIBank (von links) Dr. Michael Reckhard (links) und Vorstandssprecher Gottfried Milde (3. von links) und rechts außen Eckhard Hassebrock und daneben Wolfgang Kuß (Pressesprecher der Landesbank). Der hessische Wirtschaftsminister, Staatsminister Tarek Al-Wazir ( 3. von rechts) und Hans-Dieter Brenner, Vorstandsvorsitzender der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen (2. von links), gaben Auskunft über die Rahmenbedingungen für die monetäre Förderung in Hessen sowie über Aufgaben und strategische Ausrichtung der WIBank Hessen.Fotos (3): Ralph Delhees

Vorstandsvorsitzender Hans-Dieter Brenner, der im September in den Ruhestand geht, betonte, dass bei der Förderpolitik es immer um die Menschen geht, die hinter den Zahlen stecken. Als Beispiele nannte er die Erzieherin, die eine bezahlbare Wohnung sucht oder den Gründer, der für sein start-up finanzielle Spielräume benötigt. Oder auch die junge Familie, die sich mit einem Förderkredit der WIBank den Traum vom eigenen Haus mit Garten verwirklichen kann. „Die WIBank hat den einzelnen Fördernehmer im Blick und macht mit dem richtigen Mix der Förderprodukte ihr Angebot für ihn stets attraktiv. Mit dieser Strategie liegt die WIBank seit Jahren auf Erfolgskurs", hob der Vorstandsvorsitzende hervor.

Wirtschaftsminister Al-Wazir gibt Erhöhung der Mikrodarlehn bekannt


Die WIBank wird ab dem 1. Juli diesen Jahres das Programm der Hessen-Mikrodarlehn erweitern, damit kommt sie der Nachfrage für erhöhte Kleinkredite nach. Der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (rechts im Bild) gab während der Pressekonferenz bekannt, dass die bisherige Höchstgrenze dieses Programms von 15.000 auf 25.000 Euro angehoben wird.Damit wird die Möglichkeit zur Einplanung eines größeren Liquiditäts-/Betriebspufers gewährleistet und die Möglichkeit gegeben im Anschluss am Förderprogramm „Kapital für Kleinunternehmer - ab 25.000 € - teilzunehmen.

Die Laufzeit für solche Mikrodarlehen verlängert sich außerdem von fünf auf sieben Jahre bei weiterhin 6 tilgungsfreien Monate. Das Angebot richtet sich sowohl an Neu- als auch Bestandskunden. Das im November 2013 aufgelegte Programm ermöglicht Gründern und Kleinunternehmen eine Förderung ohne Hausbank. Im vergangenen Jahr wurden fast 60 Antragstellern 750.000 Euro Darlehen zugesagt. Im laufenden Jahr wurden bis dato rund 250.000 Euro an 18 Kunden vergeben.

Vier Geschäftsfelder bilden das Rückgrat der WIBank


Die Geschäftsfelder sind aufgeteilt in „gründen und wachsen", „bauen und wohnen", „versorgen & modernisieren" und „bilden und beschäftigen". Fördermittelempfänger bei der ersten Gruppe sind kleine, mittelständische Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe Im zweiten Bereich Privatpersonen und Wohnungsbaugesellschaften. Es folgen kommunale Gebietskörperschaften und Unternehmen und in der letzten Gruppe Unternehmen und Vereine.

Eine besonders positive Entwicklung weist die Finanzierung von Infrastrukturprojekten wie Maßnahmen in Krankenhaus- und Energieversorgung, kommunaler Bodenentwicklung sowie Brand- und Katastrophenschutz auf. Das Abschlussvolumen belief sich in 2014 auf insgesamt 128,9 Millionen Euro, gegenüber 56,0 Millionen Euro im Vorjahr.

2014 erzielte die WIBank auch in der Wohneigentumsförderung eine deutliche Steigerung des Bewilligungsvolumens. Es lag mit 39,6 Mio. € für insgesamt 443 Projekte deutlich über dem Vorjahresergebnis von 31,9 Mio. € für 392 Fälle.

Die Förderung zur Errichtung neuer Gebäude im sozialen Mietwohnungsbau erlebte ein Wachstum von 29,2 Mio. € auf 40,3 Mio. €. Für Modernisierungen belief sich die Steigerung gegenüber 2013 auf 2,1 Mio. €, so dass im vergangenen Jahr 5,3 Mio. € Verwendung fanden.

WIBank profitiert von der kontinuierlichen Geschäftsausweitung


Die hessischen Unternehmerinnen und Unternehmer fragen verstärkt Beteiligungskapital nach, insbesondere im Existenzgründungsbereich. Hier setzt die WIBank mit ihrem breiten Produktportfolio an. Über die Tochter Beteiligungs- Managementgesellschaft Hessen mbH bietet die WIBank Beteiligungen an. Das Gesamtbeteiligungsvolumen belief sich 2014 auf 11,5 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2014 konnte die wesentlichen Ertragskomponenten der WIBank um 4,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 87,5 Mio. € gesteigert werden. Hierbei handelt es sich zum einen um den Zinsüberschuss einschließlich der laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und zum anderen um das Provisionsergebnis. Das Zinsergebnis betrug 2014 alleine 49,8 Mio. €. Hier profitiert die WIBank von der kontinuierlichen Geschäftsausweitung der vergangenen Jahre, die aktuelle Rückgänge aufgrund der historischen Niedrigzinsphase ausgleicht. Die zweite bedeutende Ertragskomponente, der Provisionsüberschuss, belief sich auf 37,7 Mio. €. Er setzt sich vor allem zusammen aus der Vergütung von erbrachten Dienstleistungen im Rahmen der Übernahme von hoheitlichen Aufgaben 50 für das Land Hessen sowie aus den Verwaltungskostenbeiträgen für die Treuhandkredite.

Die WIBank, in der das öffentliche Fördergeschäft in Hessen seit 2009 gebündelt wird, ist unter dem Dach der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) angesiedelt. In Hessen wird seit über 60 Jahren eine erfolgreiche Förderpolitik gemacht. Unabhängig, ob die Investitionen im Bereich der Wirtschaft, des Wohnungsbaus, der Infrastruktur oder der Bildung liegen; als Förderbank des Landes ist die WIBank als Dienstleister und Partner der hessischen Landesregierung in vielen Bereichen aktiv. Sie bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft und bietet darüber hinaus eigene Förderprogramme an. Außerdem ist sie mit strukturpolitischen Aufgaben betraut - ein einzigartiges Aufgabenspektrum in der Landschaft der deutschen Förderbanken.