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Informationsveranstaltung „Ökolandbau - eine Alternative für mich ?!“

Landwirte aus allen südhessischen Kreisen angesprochen - Vermarktung und Fördermöglichkeiten im Blickpunkt

22.02.11 || DARMSTADT-KRANICHSTEIN (21. Februar 2011) - Eine Informtionsveranstaltung für Landwirte, die ihren Betrieb auf Ökolandbau umstellen wollen oder sich allgemein über ökologischen Landbau informieren wollen, findet am Dienstag, dem 1. März 2011 im Kreistagssitzungssaal in Darmstadt-Kranichstein statt. Eingeladen sind Landwirte, Gärtner und Interessierte aus dem gesamten südhessischen Raum, das heißt südlich des Mains (einschließlich Altkreis Hanau). Organisiert wird die kostenfreie Vortragsveranstaltung vom Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) in Zusammenarbeit mit den Landkreisen Bergstraße und Odenwaldkreis. Wie die Pressestelle des Kreises Darmstadt-Dieburg dazu mitgeteilt hat, wird am 1. März von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr die gesamte Bandbreite von Anbau bis Vermarktung, die Anforderungen zur Kontrolle sowie Fördermöglichkeiten des ökologischen Anbaus vorgestellt.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit einem Vortrag zu der Frage, welchen Beitrag der Ökolandbau zum Grundwasserschutz leisten kann. Dr habil. Guido Haas hat im Rahmen eines Bundesprojektes einen „Leitfaden für die Land-und Wasserwirtschaft" erarbeitet. Im Zuge der Bemühungen der Europäischen Union, das Grundwasser und die Oberflächengewässer bis 2015 in „guten ökologischen Zustand" zu bekommen, sind Landwirte verstärkt aufgerufen, gewässerschonende Landbauverfahren zu praktizieren.

Landwirt Thomas Schaffer berichtet, welche Erfahrungen er bei der Umstellung des Birkenhofes in Klein-Zimmern auf ökologische Bewirtschaftung gemacht hat. Dipl.-Ing. agr. Miriam Kutzmann von der Kontrollstelle Gesellschaft für Ressourcenschutz erläutert wesentliche Punkte der EU-Bio-Verordnung. Einen Überblick über aktuelle Fördermaßnahmen im Rahmen des Hessischen Integrierten Agrarumweltprogramms (HIAP) gibt Katja Preusche vom Hessischen Landwirtschaftsministerium.

Klaus-Dieter Brügesch, Geschäftsführer einer Demeter-Erzeugergemeinschaft, beschreibt die Qualitätsanforderungen für Öko-Gemüse. Der Odenwälder Bio-Landwirt Hans Trumpfheller (Bad König-Momart) stellt seine Rindviehhaltung inklusive Vermarktung vor. Wie Streuobst ökologisch bewirtschaftet und zertifiziert wird, verrät Barbara Helling vom Main-Taunus-Streuobst-Verein. Eine Diskussion soll die Veranstaltung abrunden, die vom Landesministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) unterstützt wird.

Anmeldungen an: Monika Fickel, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Telefon 06151 881-2130 oder Heinz Gengenbach, LLH-Ökoberatungs-Team, Telefon 06155 79800-34. Weitere Informationen: www.llh.hessen.de

Hintergrund zum Ökolandbau


Ökolandbau erfährt besonders in Zeiten von Lebensmittelskandalen eine große Aufmerksamkeit. Verbraucher schätzen diese Form der nachhaltigen Landbewirtschaftung und fragen gezielt nach ökologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Der Bedarf kann im Inland zum Teil nicht gedeckt werden, so dass den einheimischen Erzeugern wertvolle Marktanteile verloren gehen. Die Region Südhessen ist im Wesentlichen durch den Gemüsebau und die Sonderkulturen, den Obstbau sowie im Hügelland durch Rindviehhaltung auf Grünlandstandorten gekennzeichnet. Eine Marktstudie im Auftrag des hessischen Landwirtschaftsministeriums hat ein großes Potenzial auf Erzeugerseite aufgezeigt. Auf der anderen Seite boomt der Markt für Bioprodukte.
Eine Umstellungsförderung durch das Land Hessen ist per Antrag bis 16. Mai 2011 bei den Fachabteilungen der jeweiligen Landkreise möglich. Die HIAP-Sachbearbeiter geben am 1. März dazu Auskunft. (wb/lkodwk)