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Feld und Flur – der deutsche Beitrag für die EXPO Milano 2015

Messe Frankfurt für Betrieb und Organisation zuständig - Leitmotiv der EXPO 2015 lautet: „Feeling the Planet - Energy for Live"            von Karl-Heinz Stier

08.05.13 || altFRANKFURT (07. Mai 2013) - Vorhang auf für den deutschen Pavillon auf der EXPO Milano im Mai 2015 hieß es im Portalhaus der Messe Frankfurt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die ausgewählte Arbeitsgemeinschaft (ARGE Milla & Partner/ Schmidhuber/Nüssli) haben die inhaltlichen Ansätze sowie das architektonische Konzept des Pavillons vorgestellt. Zuständig für die Organisation und Betrieb auf der Weltausstellung in Frankfurts Partnerstadt Mailand ist die Messe Frankfurt.

Der deutsche Pavillon, einer von 130 Einrichtungen aus fast allen Ländern der Welt, orientiert sich am Leitmotiv EXPO 2015 „Feeling the Planet - Energy for Live" und stellt deshalb die Welternährung und die Ernährungssicherheit und -technik in den Mittelpunkt ihrer Lösungsansätze, wobei sie die Kräfte der Natur und ihren wertschätzenden Umgang in die Überlegungen mit einbezieht . Dabei werden die Besucher eingeladen, selbst aktiv zu werden. Allein schon von der Architektur der Anlage versuchen die Erbauer die deutsche Feld- und Flurlandschaft umzusetzen. Ein Gebäude als sanft ansteigende Landschaftsebene mit einer frei zugänglichen Oberfläche soll die Besucher ins Innere locken, wo auf Feldern stilisierte Pflanzen als „Ideenkeimlinge" an die Oberfläche emporwachsen und ein großes Blätterdach entfalten. Formal erinnert die Architektur an ein Stück „ausgestochene Landschaft", die auf das Pavillongrundstück „gesetzt" wird und sich bis auf eine Höhe von 10 Metern entwickelt.

altAnsicht des Expo-Pavillon für Milno 2015. Grafik: Mess Frankfurt

Als „Vorreiter in Umweltschutz und Energiewende" - so Dietmar Schmitz vom Bundeswirtschaftsministerium - appelliere Deutschland für ein anderes Denken und will Bewusstsein schaffen, wie man die Quellen der Ernährung besser schützen und intelligent nutzen kann. Im Mittelpunkt sollen dabei nicht nur eine starke Umweltpolitik und innovative Unternehmen stehen sondern auch eine engagierte Zivilgesellschaft. Deutschlands Landwirtschaft wird gepriesen als ein starker Wirtschaftszweig sowie Teil einer besonderen Kulturlandschaft. Wie dieser Konflikt zu lösen ist, wird hierzulande derzeit freilich ausgiebig und kontrovers diskutiert.

Universale Weltausstellungen, sogenannte große EXPO`s finden alle fünf Jahre statt. Die letzten großen Weltausstellungen waren 2000 in Hannover, 2005 in Aichi/Japan und 2010 in Shanghai/China. Ihre Ausrichtung en haben sich im Laufe der Zeit geändert. War sie in ihren Anfängen eine industrielle und kunstwerkliche Leistungsschau, geht es heute um globale Herausforderungen und zukunftsorientierte Lösungen. Das Thema der städtischen Entwicklung auf der EXPO 2010 in Shanghai machte die neue Ausrichtung besonders deutlich. Die EXPO 2015 stellt quasi einen Paradigmenwechsel dar. Sie soll ein großer Nachhaltigkeitspark sein, der auf repräsentative Monumentalbauten verzichtet. Leichtigkeit und Schönheit sollen dominieren, ein „planetarischer botanischer Garen, offen für die Bürger Mailands und der Welt, ein riesiger Agrofood-Park auf einem rechtwinkligen Raster, umgeben von Wasser und durchstochen von kräftiger Landschaftsarchitektur" - so schreiben es die Ideengeber in ihren Expertisen.