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Aussteller aus dem Ausland dominieren erstmals

Offenbacher Herbst-Lederwarenmesse bis in den letzten Winkel ausgebucht - Rund 6.000 Fachbesucher werden bis Montag erwartet           von Karl-Heinz Stier

27.02.16 || altOFFENBACH (27. Februar 2016) - Die Internationale Lederwarenmesse (I.L.M.) Herbst/Winter 2016/17 ist „bis auf den letzten Winkel komplett ausgebucht". Messegeschäftsführer Arnd Hinrich Kappe berichtete, dass 288 Aussteller ihre neuen Taschen, Gepäck- und Accessoire-Kollektionen an Winter Styles auf knapp 134.000 Quadratmetern präsentieren. Als erfreulich nannte Kappe in diesem Zusammenhang die internationale Beteiligung. Mit 150 Ausstellern aus 21 Ländern ist sie erstmalig höher als der Anteil der deutschen Aussteller und fuhr fort: „Darunter sind viele namhafte Marken, die den Weg zurück zur I.L.M. gefunden haben, aber auch neue, junge Marken, die zum ersten Mal hier ausstellen". Über den Lederwareneinzelhandel zieht die Messe immer mehr Textil - und Schuhhändler mit Accessoire-Angebote sowie die Einkäufer aller wichtigen Einkaufsvereinigungen nach Offenbach. Es werden auf der 144. Lederwarenmesse von Samstag bis Montag - 26. - 29. Februar - rund 6.000 Fachbesucher, davon rund die Hälfte aus dem Ausland, erwartet.

altIn lockerer Runde fand die Vorstellung der 144.I nternatinalen Lederwarenmesse statt. Unser Bild zeigt auf dem "Posium" von links: Axel Augustin vom Bundesverband des Deutschen Lederwareneinzelhandel, Manfred Junkert von dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. (HDS/L), Moderatorin Dr. Claudia Schulz, Messegeschäftsführer Arnd Hinrich Kappe und „Mode-Guru" Martin Wuttke

Eine Premiere gibt es auch Show-Konzept. Mit der Aufteilung in Handtaschen einerseits und Reisegepäck andererseits wird dem wachsenden Produktsegment „Reisegepäck" erstmalig eine eigene Show gewidmet. „30 Prozent unserer Fläche entfallen auf das Reisegepäck", betont der Messe-Geschäftsführer.

Blick in die Präsentation der neuesten Stil- und Farbrichtungen bei den Taschen, Gepäck- und Accessoire für den Herbst/Winter 2016/17

Optimistisch schaut auch der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie in die Zukunft. 75 Prozent der Unternehmen erwarten ein anhaltend gutes Exportgeschäft. Aktuell verzeichnet die Lederwarenindustrie mit 96,3 Prozent einer der höchsten Kapazitätsauslastungen. Im Jahre 2015 hat die deutsche Lederwaren - und Kofferindustrie einen Gesamtumsatz von etwa 530 Millionen Euro (plus 4,4 Prozent) erzielt, der Auslandsumsatz stieg sogar um 11,4 Prozent. Die meisten Exporte gingen nach Österreich, Frankreich und Großbritannien. Einen starken wertmäßigen Rückgang ist in Russland festzustellen, das - so Junkert - eigentlich „ein riesiges Potential" darstelle, aber durch politische Entscheidungen nicht ausgeweitet werden darf. Dagegen erhöhten sich die Exporte nach China um 50 Prozent und katapultierten das Land auf Platz 12 der Abnehmerländer, noch vor Japan.

Positive Zahlen vermeldet auch der Lederwarenmarkt. Der Umsatz dürfte - so Axel Augustin vom Bundesverband des Deutschen Lederwareneinzelhandel - nach einem Pari in 2014 - leicht gestiegen sein, die meisten Vertriebswege hätten höhere Umsatzzuwächse erreicht( plus 2 Prozent). Schwächer abgeschlossen haben vor allem erneut kleinere Geschäfte in schlechteren Lagen.

Und das sind die Modischen Trends für Herbst/Winter 2016/17:


Eine sehr naturverbundene Farbstory, die „für warme Herbststimmung" sorgt - so „Mode-Guru" Martin Wuttke in der ihm eigenen Sprache - geprägt von mönchsbraun, dunklem Mahagoni und Tannengrün. Generell dominieren die 70er Jahre mit zum Beispiel Teppichmustern auf den Taschen.

In der Collage werden die Trends sichtbar dargestellt. Fotos und Collage: Ralph Delhees

Trend-Thema Native Clan
Die zweite Themengruppe nennt sich Neo Goth. Von Nano-Umhängetaschen über klassische Shopper - und Handtaschenformen bis hin zum Backpack reicht die Vielfalt. Nieten und Ösen in verschiedenen Formaten verwandeln die Taschen in regelrechte Kunstwerke- so meint Wuttke.

Neo Goth - düstere Romantik pur.

Die Herbstmesse wird heute Samstag, um 9 Uhr, eröffnet und geht bis 18 Uhr am Abend und dauert drei Tag bis Montag.