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Rote Apfelweine sind im Kommen und bieten vielfältigen Trinkmöglichkeiten

8. Internationale Apfelweinmesse diesmal mit Rekordbeteiligung - Japanischer Apfelwein in Frankfurt           von Karl-Heinz Stier

31.03.16 || altFRANKFURT (30. März 2016) - Wer das „Stöffche" und seine Abwandlungen liebt, der sollte sich den kommenden Sonntag, 10.April, vormerken. Da öffnet die 8. Internationale Apfelweinmesse im Gesellschaftshaus Palmengarten ihre Pforten. 97 in-ausländische Produzenten und Hersteller präsentieren ihre Apfelweingetränke - ein Rekord an Ausstellern, wie die Organisatoren Apfelwein-Sommelier Michael Stöckl und der Obstanbauer und Kelterer Andreas Schneider freudig verkündeten.

Die etwa 2.000 erwarteten Fachbesucher und Endverbraucher können auf zwei Stockwerken die besten Tropfen aus Hessen, Deutschland und dem Rest der Welt probieren, insgesamt 250 Apfelweinspezialitäten, darunter länderspezifische Provenienzen wie Cidre, Cider, Hard Cider, Most, Moscht, Sidra natural, Sydre, Sidro und Viez oder internationale Ausbaustile von Perlweinen, Schaumweinen, Dessertweine, Sherrys und Ports.

altDie Messe-Organisatoren Schneider und Stöckl

Erstmals bei der „Apfelwein Weltweit" dabei - wie die Messe sich auch nennt - sind die Japaner als Gastland. Drei Firmen bieten ihre Erzeugnisse an, „ganz feine Apfelweine, die aus der Sake-Kultur kommen und nicht so tanin- und säurereich wie die unsrigen sind, aber dafür zehn bis elf Prozent Alkohol haben" - so Andreas Schneider.

Mit dem Gastland Japan eröffnet sich für Messe eine einzigartige Kooperation. Zusammen mit dem japanischen Filmfestival „Nippon Connection" sind im Vorfeld der Messe unter andrem ein japanisches Filmdinner mit internationalen Apfelweinen geplant. Das Festival findet vom 24. bis 29. Mai in Frankfurt statt. Über 100 aktuelle Kurz- und Langfilme werden zu sehen sein. Auch auf der Messe selbst ist die „Nippon Connection" vertreten.

altMessepremiere mit rotfleischigen Apfelsorten zur Weinherstellung. Fotos (2): KHS

Weitere Aussteller aus dem Ausland haben sich aus Schweden mit einem edelsüßen „Eisapfelwein" angekündigt, aus Irland, Südtirol und vor allem Polen, die den Anbau von Cider an der Weichsel pflegen und mit sieben Vertreten anreisen werden.

Eine Messepremiere feiert der Obsthof Sundermeyer aus dem niedersächsischen Wendhausen in der Nähe von Hildesheim. Der Familienbetrieb züchtet rotfleischige Apfelsorten - auch im Hinblick für eine Verarbeitung zum Keltern für rote Apfelweine oder Apfelsäfte.

Seit zehn Jahren sammelt Gerd Sundermeyer rotfleischige Apfelsorten weltweit und pflanzt sie in seiner Apfelplantage an. Vier Jahren nach der Aussaat werden die Samen zum Blühen gebracht. Die daraus ausgelesenen ersten Sorten, die durch neue Aromen wie Sauerkirsche, Johannisbeere oder Himbeere schmecken. „Vampira" nennt der Obstanbauer die neue Sorte mit ihren vielfältigen Möglichkeiten zur Nutzung als Wein, Saft, als Zugabe für Longdrinks, Essige, Apfelspalten zum Trocknen und Apfelmus.